Jurymitglied: Timon Köbele (Vorauswahl-Jury)

Kurzprofil auf einen Blick

Name: Timon Köbele

Beruf/Funktion: Online Marketing Manager und AI Lead

Fachgebiet: Projektarbeit, Networking und Wissensvermittlung

Bezug zu Wildbienen, Naturgärten oder Biodiversität: Während meiner Tätigkeit in einem Unternehmen für Gartenpflegeprodukte erwachte meine Leidenschaft für naturnahes Gärtnern. Durch ein kritisches Kundenfeedback begann ich, mich intensiv mit den Bedürfnissen von Wildbienen und anderen Insekten sowie der Frage zu beschäftigen, was eine gute Nisthilfe wirklich ausmacht. Den entscheidenden Impuls erhielt ich schließlich bei einer Exkursion in einen privaten Naturgarten. Bis dahin bestand mein Bild eines Gartens aus einer gepflegten Rasenfläche mit ordentlich angelegten Beeten.

Der nächste Schritt folgte 2019: Mit engagierten Mitstreitern legten wir auf dem Gelände unserer Kirchengemeinde einen Wildbienengarten mit heimischen Wildblumen und Nisthilfen an und nahm erstmals am Pflanzwettbewerb teil. Es folgten weitere Projekte, darunter die Entwicklung des bienenfreundlichen Kurparks Bad Pyrmont sowie die Mitgestaltung des Essbaren Wildpflanzenparks (Ewilpa) in Bad Pyrmont. Ein weiteres Highlight war 2025 in Berlin als unserer Familie ein Preis für die Kategorie „Privatgärten groß“ feierlich überreicht wurde.

Seit wann Jurymitglied? 2024 und 2026

Lieblingspflanze für Wildbienen: Borretsch – eine Pflanze, an der sich Menschen und Insekten gleichermaßen erfreuen.

Lieblingsinsekt: Der Nashornkäfer, unser kleiner Gigant im Garten.

Wie bist du zum Naturgarten gekommen?

Meine Begeisterung für Insekten und andere Kleintiere sagt man mir seit meiner frühesten Kindheit nach. Als wir uns als frisch gebackene Familie später den Traum vom eigenen Haus mit Garten erfüllen konnten, stand für uns fest, dass wir ein Refugium für Pflanzen und Tiere bieten möchten. Seitdem gestalten wir jedes Jahr einzelne Bereiche weiter und beobachten gespannt, wie sie sich entwickeln. Besonders schön ist es, unsere Kinder dabei einzubeziehen und gemeinsam auf Entdeckungstour zu gehen.

So sieht mein eigener Naturgarten aus

  • viele Quadratmeter Garten mit Spielflächen, Wildblumenbeete und Blühinseln
  • heimische Wildstauden, Bäume und Sträucher
  • naturnaher Waldbereich mit reichlich Totholz
  • Gartenteich, Steinhaufen und offene Bodenstellen
  • Tränken sowie Nisthilfen für Wildbienen und Vögel, Igelhotel
  • versteckte Gartenhütte als Beobachtungsposten

Ein Blick hinter die Kulissen der Juryarbeit

Bei den Einreichungen achte ich darauf, ob die Bewertungskriterien möglichst umfassend erfüllt werden. Dabei spielen nicht nur die Größe eines Projekts oder der Umfang der Maßnahmen eine Rolle. Viel wichtiger ist für mich der Gesamteindruck und wie viel Herzblut in das Projekt gesteckt wurde. Da die Qualität der Beiträge von Jahr zu Jahr steigt, gewinnt für mich auch die Kreativität zunehmend an Bedeutung.

Persönlicher Tipp für Teilnehmende

Einfach loslegen – jeder Quadratmeter zählt.

Empfehlungen und eigene Projekte

Tipp: Wer sich für essbare Wildpflanzen und naturnahes Gärtnern interessiert, dem kann ich den Essbaren Wildpflanzenpark (Ewilpa) in Bad Pyrmont sehr empfehlen. Dort dürfen Besucher selbst ernten und an zahlreichen Stationen Wissenswertes über essbare Wildpflanzen erfahren.

Auf dem rund drei Kilometer langen Themenweg wachsen über 300 essbare Bäume und Sträucher sowie zahlreiche Wildstauden und Kräuter. Da sich die Pflanzen mit den Jahreszeiten verändern, lohnt sich ein Besuch immer wieder aufs Neue. Informationstafeln entlang des Weges helfen dabei, die verschiedenen Arten kennenzulernen und ihre Verwendung zu entdecken.

Weitere Informationen:
https://kurpark-pyrmont.staatsbad-pyrmont.de/essbarer-wildpflanzenpark-ewilpa/ewilpa-bad-pyrmont

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