Kurzprofil auf einen Blick

Name: Thomas Kleinworth
Beruf/Funktion: Gärtnermeister, Geschäftsführer/ Bundes- und Landesverbandsfachberater Fachgebiet Kleingärten
Bezug zu Wildbienen und Biodiversität: Bienenbotschafter, langjähriger Verfechter des naturnahen Gärtnerns
Seit wann Jurymitglied? 2023
Lieblingspflanze: Zaunrübe
Lieblingsinsekt: Die blaue Holzbiene – weil ihre Wanderung gen Norden den Klimawandel so wunderbar anschaulich macht…
Wie bist du zum Naturgarten gekommen?
Als gelernter Gärtner weiß ich, wie chemischer Pflanzenschutz funktioniert. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass gutes Gärtnern auch ohne ihn möglich ist. Durch meine Arbeit im Verband kann ich dieses Wissen weitergeben und als Multiplikator für naturnahes und nachhaltiges Gärtnern wirken.
Mein Interesse an Natur und Pflanzen war eigentlich schon immer da. Bis heute begeistert mich vor allem das große Interesse vieler Menschen an den Themen Artenvielfalt und Naturschutz. Immer mehr Menschen erkennen, dass eine lebenswerte Umwelt ohne biologische Vielfalt nicht funktionieren kann.
Wettbewerbe zeigen, mit welchem Engagement Menschen ihre Projekte umsetzen. Die Ergebnisse begeistern immer wieder und sind wertvolle Vorzeigeprojekte, die andere zum Nachmachen inspirieren können.
Ein Blick hinter die Kulissen der Juryarbeit
Bei den Einreichungen achte ich neben Vollständigkeit und einer klaren Darstellung der Maßnahmen vor allem auf die Art, wie ein Projekt präsentiert wird. Man merkt schnell, ob ein Beitrag eher pflichtbewusst oder mit echter Leidenschaft erstellt wurde. Besonders wichtig sind mir nachvollziehbare Fakten und eine authentische Darstellung des Projekts.
Besonders begeistern mich Vorhaben, die langfristig angelegt sind und dauerhaft einen Nutzen für die Natur schaffen. Wenn erkennbar ist, dass eine Fläche über Jahre gepflegt und weiterentwickelt werden soll, ist das ein starkes Signal für nachhaltiges Engagement.
Positiv fällt mir auf, dass die Teilnehmenden immer vielfältiger werden. Heute reicht die Bandbreite vom Kleingarten über Balkone bis hin zu Firmenprojekten und gemeinschaftlichen Aktionen.
Im Gedächtnis geblieben ist mir besonders die Wildbienenoase in Bredstedt. Nicht nur wegen des gelungenen Beitrags, sondern vor allem wegen der engagierten Menschen dahinter.
Persönlicher Tipp für Teilnehmende
Ein bestehendes Projekt nutzen, um es aufzuwerten ist sicher einfacher als alles neu anzugehen. Aber, die Chance, neue Projekte zu starten hat den Reiz, grundliegend etwas zu ändern und positives auf den Weg zu bringen. Gute Planung und ein starkes Team sind Garant für den Erfolg!
Empfehlungen und eigene Projekte
Die Broschüre „Naturnahes Gärtnern“ des BKD, Bundesverband der Kleingartenvereine Deutschlands e.V. ist ein sehr schön bebildertes Werk, welches gute Anleitung zum Gärtnern im Einklang mit der Natur liefert.
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