Jurymitglied: Rike Trunzer (Vorauswahl-Jury)

Kurzprofil auf einen Blick

Name: Rike Trunzer

Beruf: Freelance Grafikerin und Illustratorin

Bezug zu Wildbienen, Naturgärten oder Biodiversität: Mein Interesse wurde durch unsere Dachterrasse und unsere erste Insekten-Nisthilfe geweckt. Von da an hat sich das Ganze verselbständigt.

Seit wann Jurymitglied? Gute Frage … ich glaube 2023

Lieblingspflanze für Wildbienen: Ui, zu viele … aber es dürfen nie fehlen:

Wollziest (für Wollbienen), Blaukissen (für Frühlings-Pelzbienen), Wicken und Platterbsen (für Langhornbienen und Blattschneidebienen) – und natürlich Löwenzahn und Brennnesseln.

Lieblingsinsekt: Alle Wildbienen, Wespen und auch Hornissen. Eigentlich alle – außer Stechmücken.

Wie bist du zum Naturgarten gekommen?

Gab es einen bestimmten Moment oder eine Begegnung?
Viele wunderbare Momente … Die allererste Mauerbiene auf der Dachterrasse. Aber auch der Moment, wenn jeden Frühling die ersten männlichen Mauerbienen wieder schlüpfen. Wollbienen mit ihrem Revierverhalten. Die winzigen Maskenbienen. Die Baufertigkeit von Wespen (Haus- und Feldwespe und/oder Orientalischer Mörtelwespe). Der erste Maikäfer. Und natürlich das wundervolle, liebevolle Wesen von Hummeln aller Art.
Wie fing dein Interesse an?
Mit einer tristen, leeren Insekten-Nisthilfe, die nach dem Umzug auf die Dachterrasse wie durch Glück an die richtige Stelle kam und von einer Rostroten Mauerbiene in Beschlag genommen wurde. Da war das Interesse geweckt – und ich wollte mehr wissen und immer mehr Insekten ein Zuhause auf der Dachterrasse bieten.
Was begeistert dich bis heute?
Dass man immer etwas Neues entdecken und erleben kann – und immer etwas Neues lernen kann.
Welche Erfahrungen haben dich geprägt?
Dass man Insekten und Fledermäuse „anpflanzen“ kann. Wenn man ihnen die richtige Umgebung bietet – Pflanzen, Totholz, Wasser etc. –, kann man das Glück haben, dass ganz besondere Insekten den Weg zu einem finden.

So sieht mein eigener Naturgarten aus

Ein Blick hinter die Kulissen der Juryarbeit

Beim Pflanzwettbewerb erlebe ich jedes Jahr, wie viele tolle Ideen es gibt und wie viele Menschen sich für das Wohl der Wildbienen einsetzen. Besonders freut es mich, wenn schon Kinder und Jugendliche für Wildbienen begeistert werden und lernen, keine Angst vor ihnen zu haben.

Bei den Einreichungen achte ich besonders auf die Vielfalt des Angebots, damit möglichst vielen Arten etwas geboten wird. Dafür braucht es gar nicht viel Platz. Auch auf den kleinsten Flächen kann man große Wunder bewirken.

Besonders begeistert mich, wenn man sieht, wie Menschen für ihre Projekte brennen und wie viel Liebe und Mühe sie hineinstecken.

Positiv fällt mir auf, dass Wildbienen immer bekannter werden und sich zunehmend mehr Menschen für den Schutz der Natur interessieren oder aktiv einsetzen. Im Gedächtnis bleiben mir vor allem die Beiträge, bei denen man das Engagement der Teilnehmenden deutlich spüren kann.

Persönlicher Tipp für Teilnehmende

Einfach anfangen – und sich von den Wundern der Natur überraschen lassen. Neugierig und offen bleiben für Neues. Nicht immer klappt alles, aber daraus kann man lernen und es beim nächsten Mal besser machen. Man bekommt sehr viel mehr zurück, als man am Anfang vielleicht denkt.

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