Ein Beet für die Gartenwollbiene (Anthidium manicatum)
Anfang Mai bepflanzten wir, Aktive des BUND Naturschutz mit Unterstützung des Naturamts in Langenzenn, ein brachliegendes Beet in unserer Försterallee. Wir setzten unter anderem Pflanzen des Woll- und des Heilziests in das Beet, um der Gartenwollbiene Nahrung und Nistmaterial anzubieten. Auf diese Weise wird die Bienenart leicht angelockt. Ziel ist es, Passanten die Beobachtung dieses faszinierenden Insekts zu ermöglichen. Eine entsprechende Infotafel ist in Vorbereitung.
Verwechslung mit Wespen möglich
Die relativ häufig vorkommende Gartenwollbiene ist eine große, in fast ganz Mitteleuropa heimische Wildbiene, die durch ihre auffällige schwarzgelbe Warnfarbe leicht mit Wespen verwechselt wird. Zwischen Juni und September ist sie an Waldrändern, Trockenhängen und auch in Gärten zu sehen.
Die Männchen sind territorial, überwachen ihr Revier mit zackigem Flug und verteidigen es mit ihrem am Hinterleib sitzenden “Dreizack“ sowohl gegen andere Männchen, als auch gegen Nahrungskonkurrenten. Für Menschen sind die Wollbienen völlig ungefährlich.
Heilziest ist Insektenmagnet
Die Weibchen verwenden als Larvennahrung gern den Pollen von Lippenblütlern wie dem Heilziest, den sie mit ihrer Bauchbürste sammeln. Der Heilziest ist eine mehrjährige Staude und besiedelt verschiedene Lebensräume in der gesamten gemäßigten Zone Eurasiens. Er dient zahlreichen Insekten als Nahrungsquelle, darunter über 40 Wildbienenarten und dem seltenen Heilziest-Dickkopffalter.
Weibchen nutzen Pflanzen-“Wolle“
Die Gartenwollbiene lebt wie die meisten anderen Wildbienenarten solitär, d.h. sie bildet keinen Staat. Ihre Brutzellen legt sie in Hohlräumen in der Erde, in Mauern oder Lehmwänden an.























