Vereins- und Gemeinschaftsgärten, Liegenschaften und Sonstige
Berlin, 10318 Berlin
BiodivCampuskollektiv (10 Personen)
Die Katholische Hochschule für Sozialwesen in Berlin Karlshorst liegt inmitten einer grünen Insel, ein alter Baumbestand und strukturreiche Umgebung prägen den Campus. Hier wird seit Februar 2026 ein gemeinsames Projekt des hochschuleigenen “Instituts für Soziale Gesundheit“ und der “Kommission für Nachhaltigkeit“ umgesetzt, welches den Campus als Green Third Place entwickeln möchte – als einen Ort neben Zuhause und Studium beziehungsweise Arbeit, der Begegnung und Selbstwirksamkeit fördert und ökologische Aufwertung unterstützt. Ein Wunsch des Projekts Wild und Wertvoll ist es auch, Verbundenheitserfahrungen zwischen Mensch und Natur zu ermöglichen, die neben der Wissensvermittlung auch emotionale Zugänge zu Pflanzen- und Tiergesellschaften fördern im Sinne heilender Landschaften.
Hierfür wurden erstmals seit Bestehen der Hochschule drei Grünflächen nur extensiv gemäht, um natürliche Sukzessionsprozesse zu ermöglichen und neue Lebensräume für Insekten sowie heimische Pflanzenarten zu schaffen. Anhand einer Potenzialanalyse der Stiftung Naturschutz wurden ökologisch wertvolle Pflanzen eingebracht und invasive Arten entfernt. Darüber hinaus entstand im Rahmen eines Schwerpunktseminars zu “Bildung nachhaltiger Entwicklung“ ein von Studierenden gestaltetes Hochbeet als sichtbarer Ort gemeinschaftlichen Handelns und informellen Lernens. Des weiteren verbinden Biodiversitätsspaziergänge auf dem Campus im Rahmen eines Seminars der Kindheitspädagogik und des Hoffestes wissenschaftliches Wissen mit unmittelbarer Naturerfahrung und schaffen neue Wahrnehmungsmöglichkeiten.
Über unsere Gruppe
Studierende, Wissenschaftliche Mitarbeitende, Verwaltungsmitarbeitende, Professorinnen und Professoren
Hortusgärtnerin des Seniorenstifts und Stiftung Naturschutz Berlin
Vorher- & Nachher-Bilder
Retentionsmulde im April
Normalerweise wurde um diese Zeit schon gemäht, doch in diesem Jahr wurden die Schilder aufgestellt und die frühe Mahd ausgesetzt um zu schauen, welche Wildpflanzen sich schon von allein entwickeln.
Retentionsmulde im Juli
Die riesigen filzigen Königskerzen, der große Natternkopf, die Rispen Wiesenflockenblume, der Rainfarn, die wilde Möhre, die Schafgarbe.. Alle wären der Mahd zum Opfer gefallen..
Pflanzen & Beete (Jurykriterium)
Eselsdistel
Projektfläche 1: Fettwiese
Wiesenflockenblume und Natternkopf
Projektfläche 2: Retentionsmulde
Plankton der Erde
Blattläuse auf Ampfer
Brennessel Ecke
Am Rand der Fettwiese
Hochgewachsener Spitzwegerich
Projektfläche 1: Fettwiese
Ochsenzunge
Projektfläche 1: Fettwiese
Sand Stroh Blume
Offene Sandflächen
Seifenkraut
Projektfläche 1: Fettwiese
Leinkraut
Projektfläche 3: Am Eingang
Wiesensalbei
Projektfläche 2: Retentionsmulde
Rainfarn und wilde Möhre
Projektfläche 3: Am Eingang
Fettwiese im Mai
Ein Meer von Löwenzahn
Eselsdistel
Ein Prachtsstück auf der Fettwiese
Wegwartenpflanzung
Als Neupflanzen werden ausschließlich heimische Wildstauden gekauft bei der Hirschgarten Gärtnerei, die aus Rieger Saatgut züchtet.
Wilder Dost
Neupflanzung Oregano entlang der Eingangsprojektfläche
Natternkopfbiene
an ihrer Lieblingspflanze 🙂
Entfernung Biomasse und invasive Arten
Aus den Projektflächen wurde regelmäßig Vogelwicke und die invasive Luzerne entfernt.
Entfernung Biomasse und invasive Arten
Aus den Projektflächen wurde regelmäßig Vogelwicke und die invasive Luzerne entfernt.
Beim Hoffest werden Studierende und Hochschulangehörige informiert und zum Biodiversitätsspaziergang über den Campus eingeladen.
Hochbeet der Studierenden
Mit Erklärhinweisen zu den Pflanzen am Beet
Biodiversitätsspaziergang
mit Studierenden der Kindheitspädagogik
Hinweisschild am Campus
Mit QR Codes zur DB Natura Liste und zur Studie zum Zusammenhang von Biodiversität und Gesundheit
Infotafel über Projektflächen
Luftbild mit Projektflächenausweisung
Infotafel Invasive Luzerne
Hinweis zur Luzerne
Infotafel Einzug der Bergminze
Gefährdete Arten werden bevorzug eingepflanzt
Plan zur Gartenpflege
Das ist eine richtig gute Frage 😉 Wir sind gerade dabei, neue Inhalte in die Lehre zu integrieren, die sich mit Nachhaltigkeit und Biodiversität am Campus beschäftigen, so dass Studierende und Profs sich anhand unserer Flächen mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Es wird zu gemeinsamen „Neophyt-Entfernung“ oder „Tiere pflanzen“ Aktionen angeregt, außerdem sind Schulungen durch die Stiftung Naturschutz geplant. Gewässert wird nicht flächendeckend, sondern nur die Neupflanzungen, das übernehmen die Mitglieder des Instituts und der Kommission oder auch über kleine Hinweisschilder („Hast Du noch einen Schluck Wasser übrig?“). Geplant ist es auf jeden Fall, noch weitere insektenfreundliche Strukturen zu schaffen, wie z.B. ein kleines Sumpfbeet, Totholzhabitate und Trockenmauern. Im Herbst wird es heimische Gehölz-Neupflanzungen geben, finanziert über Spenden.