wiese_im_topf – Das 77m²-Biotop umgeben von Weinbergen. Inmitten der rheinhessischen Weinberge betreibe ich auf insgesamt 77 m² (Dachterrasse und Terrasse) aktiven Naturschutz ohne Bodenhaftung. Seit unserem Hauskauf im Jahr 2022 verwandle ich diese Flächen Schritt für Schritt in ein summendes Paradies und dokumentiere, wie sich die Natur den Raum zurückholt.
Das Revier:
1.) Die Dachterrasse (29 m²): Ein Standort-Mix von schattigem Nord-West bis zu sonnigen Süd-Spots. Perfekt für das Experiment, welche heimischen Stauden auch in der ‚oberen Etage‘ durchstarten. Neun zusätzliche Hochbeete sorgen für eine Mischung aus Selbstversorgung und Insektenbuffet.
2.) Die Ost-Terrasse & Grünstreifen (48 m²): Hier begrüßen wir die Morgensonne.
Die Infrastruktur: Ein selbstgebautes Insektenhotel (fast ausgebucht!), geplante Wasserstellen und ein Miniteich sollen folgen.
Das Besondere Etwas: Wir profitieren hier von einer ‚tierischen‘ Nachbarschaftshilfe: Eine alte, poröse Kalksteinmauer mit Kalkmörtel versehenen Fugen eines Winzers bietet natürliche Hohlräume, die als luxuriöse Wildbienen-Suiten dienen. Als aktiver Teil des Dachprojekts „Balkone der Artenvielfalt“ auf der Citizen-Science-Plattform iNaturalist dokumentiere ich die Funktionalität meines Trittsteinbiotopes. Neben der stark gefährdeten Schwarzgesichtigen Fleckenbiene (Thyreus orbatus durfte ich hier schon den majestätischen Segelfalter (Iphiclides podalirius) und die seltene Malveneule (Acontia lucida) begrüßen!
Das Geheimnis hinter diesem Erfolg sind meine pflanzlichen Hauptdarsteller. Statt steriler Baumarktware wachsen in den Töpfen und Hochbeeten gezielt ökologisch wertvolle, heimische Wildstauden wie das Echte Herzgespann (Leonurus cardiaca, die Schwarznessel (Ballota nigra) und der Dornige Hauhechel (Ononis spinosa). Sie bieten genau die Spezialnahrung, die diese anspruchsvollen Gäste zum Überleben brauchen. Balkone und Dachterrassen sind kein isolierter Ort, sondern ein zentraler Baustein im Biotopverbund!
Meine Mission: Auf Instagram unter @wiese_im_topf zeige ich mit einer Prise Humor und einer ordentlichen Portion Wissen, wie wir graue Flächen in lebendige Trittsteinbiotope verwandeln können. Heimische Stauden und Gehölze sind meine Hauptdarsteller – die zwei- bis achtbeinigen Gäste die Stars.









































