Vom Ackerland zum Naturparadies – mit doppeltem Herz, viel Leidenschaft und starker Frauenpower

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50 m²

Privatgärten groß (ab 500 m²)

Sachsen-Anhalt, 06493 Harzgerode

Familie Weddeler (2 Personen)

Wir sind Antje und Claudia und haben uns 2022 den Traum vom Eigenheim auf einer ehemaligen landwirtschaftlich genutzten Fläche von ca. 1000 qm erfüllt. Von Beginn an stand für uns fest, dass hier nicht nur ein Garten entstehen soll, sondern ein lebendiger Lebensraum – ein Ort, an dem sich Mensch und Natur gleichermaßen wohlfühlen und heimische Tier- und Pflanzenarten dauerhaft einen Platz finden.

Im Frühjahr 2025 konnten wir schließlich mit der Gestaltung der Außenanlagen beginnen. Bis auf die Pflasterarbeiten haben wir sämtliche Arbeiten in Eigenleistung umgesetzt – ganz nach dem Motto: Mit Herz, Schaufel und Frauenpower – zum Naturparadies. Mit viel Leidenschaft, Kreativität und unzähligen Arbeitsstunden ist Schritt für Schritt ein naturnaher Garten entstanden, der ökologische Vielfalt mit einer harmonischen Gestaltung verbindet.

Den Rahmen auf der Südseite unseres Gartens bildet eine rund 30 Meter lange, aus heimischen Gehölzen bestehende Mischhecke (bereits im November 2024 gepflanzt), die durch heimische Bodendecker ergänzt wurde. Sie bietet zahlreichen Insekten, Vögeln und Kleinsäugern Nahrung, Schutz und Nistmöglichkeiten. Daran schließt sich ein erhöhtes Sitzplateau aus Natursteinen an, das nicht nur uns zum Erholen einlädt, sondern sich inzwischen auch als wertvoller Sonnen- und Rückzugsplatz für Eidechsen etabliert hat. Auch in diesem Bereich haben wir auf eine Pflanzung aus insektenfreundlichen Stauden mit langer Blühdauer geachtet.

Statt eines klassischen Zierrasens haben wir uns bewusst für einen kräuterreichen Wildblumenrasen entschieden, der Lebensraum und Nahrungsquelle für zahlreiche Bestäuber bietet. Ergänzt wird dieser durch eine kreisförmig angelegte Blühwiese, die einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Wildbienen, Schmetterlingen und anderen Insekten leistet. Direkt an die Terrasse grenzt ein Staudenbeet mit heimischen Pflanzen, das über lange Zeit hinweg Blüten, Struktur und Nahrung bietet.

Im Vorgarten entstand ein magerer, nährstoffarmer Lebensraum mit Spaltenbeet, Sandarium und Totholzstrukturen, um ideale Bedingungen für bodennistende Wildbienen zu schaffen.

Auch die Vogelwelt hat unseren Garten längst für sich entdeckt und dieses Jahr haben in unseren drei Nistkästen unter anderem Kohlmeise, Blaumeise und Hausrotschwanz erfolgreich gebrütet. Ein selbst gebautes Wildbienenhotel und ein Hummelhaus haben wir ebenfalls integriert. Außerdem besuchen unseren Garten auch regelmäßig Fledermäuse, Reh, Fuchs und Dachs.

Um Naturnähe mit Selbstversorgung zu verbinden, haben wir einen kleinen Nutzgarten mit Gewächshaus und Hochbeeten angelegt, in dem wir Obst, Gemüse und Kräuter nachhaltig anbauen.

Unser Wissen rund um naturnahes Gärtnern haben wir uns durch Fachliteratur, Fachzeitschriften, Workshops und zahlreiche Weiterbildungen angeeignet und erweitern es kontinuierlich. Denn wir verstehen unseren Garten als lebendiges Projekt, das sich stetig weiterentwickelt und immer wieder Neues entdecken lässt. Seit diesem Jahr sind wir zudem Mitglied im NaturGarten e. V., um uns weiter zu vernetzen und unser Wissen aktiv auszubauen.

Unser Garten zeigt, dass selbst auf einer zuvor intensiv landwirtschaftlich genutzten Fläche innerhalb kurzer Zeit ein artenreicher Lebensraum entstehen kann. Mit heimischen Pflanzen, naturnahen Strukturen und viel Engagement ist ein Ort gewachsen, der Biodiversität fördert und gleichzeitig Menschen zum Verweilen und Staunen einlädt – ein kleines Naturparadies, dass jeden Tag ein Stück lebendiger wird.

Über unsere Gruppe

Meine Frau Antje und ich (Claudia) haben gemeinsam den Garten geplant und gestaltet.

Vorher- & Nachher-Bilder

Pflanzen & Beete (Jurykriterium)

Keine Bilder vorhanden.

Tierfreundliche Gartenstrukturen (Jurykriterium)

Keine Bilder vorhanden.

Aktionen: Wissen & Begeisterung weitergeben (Jurykriterium)

Plan zur Gartenpflege

Die Pflege unseres Naturgartens orientiert sich an den natürlichen Abläufen und dem Grundsatz: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Unser Ziel ist es, die ökologische Vielfalt zu fördern und gleichzeitig Ressourcen verantwortungsvoll einzusetzen. Ein wichtiger Baustein ist dabei unsere im Garten integrierte 7.000-Liter-Zisterne. Sie sammelt Regenwasser, das wir für die Bewässerung unserer Pflanzungen nutzen. Auch bei der Mahd setzen wir auf naturnahe Pflege. Unsere Rasen- und Wiesenflächen werden bewusst nur wenige Male im Jahr gemäht. Dabei bleiben stets Blühstreifen oder Teilbereiche stehen. Stauden und Gräser schneiden wir grundsätzlich erst im Frühjahr zurück, um den Vögeln Nahrung und den Insekten ein Winterquartier zu bieten.

Pflanzliste

Pflanzliste – NaturaDB

Jubelbilder