Im Rahmen des Projektes “Vielfaltsräume für Überlingen“ wurden im Frühjahr 2026 zwei städtische Flächen ökologisch aufgewertet.
Am ZOB Überlingen, zwischen Busbahnhof und Parkplatz Zimmerwiese, wurde dabei eine bislang geschotterte Fläche begrünt. Das Schottergemisch wurde mit Pflanzenkohle angereichert, um optimale Aufwuchsbedingungen für insektenfreundliche Pflanzen zu schaffen. Anschließend erfolgte eine Einsaat mit unterschiedlichen Wildblumenmischungen, um vielfältige Blühaspekte übers ganze Jahr hinweg und Nahrung für Insekten zu bieten. Zusätzlich wurden gezielt heimische, standortgeeignete Stauden und Gräser gepflanzt. Mit dieser Form der schnellen Erstbegrünung konnte sofort eine wahrnehmbare Aufwertung des Stadtbildes erreicht werden. Darüber hinaus wurden mit Stämmen zusätzliche biodiversitätsfördernde Elemente in die Fläche eingebracht, die Lebensräume für Insekten bieten sollen.
Eine Grünfläche im Barbelgängle, die bislang aus einem artenarmen Scherrasen bestand und z.T. befahren wurde, wurde neu modelliert und mit magerem Material in Verbindung mit Kompost aufgefüllt. Auch diese Fläche wurde mit einer Saatgutmischung eingesät. Diese Mischung besteht aus 100 % Wildblumen und berücksichtigt die Ansprüche von Insekten an Nahrungspflanzen. In der Mischung sind auch Arten enthalten, die hohle Stängel als Quartiere im Winter bieten. Somit wird eine wichtige Grundlage dafür gelegt, dass die Artenvielfalt auf der Fläche erhöht wird. Des Weiteren wurden Initialstauden gepflanzt, um sofort für Blühaspekte zu sorgen. Als zusätzliches biodiversitätsförderndes Element wurde mit dem Bau eines sogenannten Käferkellers begonnen. Ein solcher besteht aus einer Mulde, welche locker mit Holz (Astabschnitte, Holzhäcksel, Stämmlinge) und Laub aufgefüllt wird. Damit entsteht ein Lebensraum für Käferarten, die auf Totholz angewiesen sind.
Langfristiges Ziel des Projektes „Vielfaltsräume“ ist es, eine Art Mosaik kleinerer und größerer Flächen im Stadtgebiet zu entwickeln, welches als Lebens- und Rückzugsort für Insekten dienen soll. Solche artenreichen Vegetationsinseln fördern durch gezielte Maßnahmen, wie die Abmagerung des Bodens, das Einbringen von Saatgut mehrjähriger Wildblumenmischungen, das Pflanzen von gebietsheimischen Stauden mit nektar- und pollenspendenden Blüten, liegendem Totholz sowie der Pflegeextensivierung die Erhöhung der biologischen Vielfalt. Zudem entstehen ökologische Trittsteine im Freiraum- und Biotopverbund.










































