Der Kindergarten “Alte Ziegelei e.V.“ liegt in naturnaher Lage auf dem weitläufigen Gelände einer stillgelegten Ziegelei.
Um gefährdeten Insekten (hier v.a. Wildbienen und Käfern, aber auch anderen Insekten) zusätzliche Strukturen anzubieten, sollten sowohl ein Staudenbeet als auch ein Käferkeller angelegt werden. Aufgrund eines dichten Bestandes an umgebenden Bäumen und Sträuchern, wurden bei der Artenwahl insbesondere schattenverträgliche Stauden ausgewählt.
Als Standort für den Käferkeller wurde ein schattiges Plätzchen im Randbereich eines Gehölzbestandes festgelegt.
Im Vorfeld der Aktion mit den Kindern haben die Eltern bereits das Loch für den Käferkeller ausgehoben, Stämme zersägt und die Erde für das künftige Staudenbeet gelockert.
Am Aktionstag besprachen wir zunächst noch einmal, wie Käfer sich überhaupt fortpflanzen und warum für sie so ein “Käferkeller“ nützlich ist. Einzelne Kinder zeichneten auch Käfer. Dann suchten wir zusammen mit den Kindern weiteres Astmaterial, Laub und Reisig. Die großen Stämme wurden in den künftigen Käferkeller eingebracht, die Lücken mit kleineren Ästen, Laub und weiterem Naturmaterial aufgefüllt. Zum Schluss wurde auch die angefallene Erde wieder wallartig um den Käferkeller herum geschichtet.
Für das Beet gab es einen Pflanzplan. Die Pflanzen wurden in ihren Töpfen bereits an die jeweiligen Pflanz-Standorte gesetzt. Zusammen mit den Kindern erfolgte dann die Pflanzung an Ort und Stelle. Danach wurde ausgiebig gewässert!
In den Schulferien wird die Ziegelei täglich von zahlreichen Kindern besucht, die im Rahmen der ’Ferienkarte‘ hier ein erlebnispädagogisches Programm geboten bekommen. Natürlich dauerte es nicht lange, bis die Schulkinder unseren Käferkeller entdeckt hatten und uns verwundert fragten: “Was ist das denn für ein komisches Loch mit Ästen drin?“ Es folgte eine Sternstunde für manche unserer Kinder, die mit ebensogroßem Fachwissen wie Stolz den viel älteren Schulkindern erklären konnten, was ein Käferkeller ist und warum er so aussehen muss, damit auch Käfer einziehen. Mit dem Käferplakat konnten sie den Schulkindern dann sogar noch einige Käferarten benennen. Die Schulkinder waren mächtig beeindruckt von so schlauen Kindergartenkindern. Das Beste: Als das Ferienprogramm beendet war, holten einige der Schulkinder ihre Eltern, um ihnen den Käferkeller zu zeigen. Zwischen den Eltern und den Erzieherinnen des Kindergartens entwickelten sich einige Gespräche über Sinn und Zweck des Käferkellers, über das Thema Artenschutz in der Pädagogik und auch über den Wettbewerb “Deutschland summt“.“























