Vereins- und Gemeinschaftsgärten, Liegenschaften und Sonstige
Rheinland-Pfalz, 55599 Wonsheim
Gemüse Gartenzwerge (30 Personen)
Mit meinem kleinen landwirtschaftlichen Betrieb habe ich eine neue Anbaufläche erworben. Neben den Gemüsebeeten sollen hier Gehölze und Stauden für ein optimales Kleinklima und mehr Vielfalt sorgen. Zusätzlich sollen Rückzugsorte und Nisthilfen für kleine Wildtiere entstehen.
Das Projekt soll damit Beispiel für eine naturnahe, ökologisch wertvolle Landwirtschaft sein.
Über unsere Gruppe
Gemüse Gartenzwerg ist ein landwirtschaftlicher Kleinbetrieb in Anlehnung an die solidarische Landwirtschaft und wird damit von Landwirt und Endverbrauchern gemeinsam getragen.
Vorher- & Nachher-Bilder
Ursprüngliche Pferdekoppel Anlage der Gemüse-Anbaufläche
Insgesamt 32 Beete für verschiedene Gemüsesorten entstehen auf der Fläche. Es bleibt genügend Fläche für zusätzliche Begrünung, um ein optimiertes Kleinklima und mehr Biodiversität zu schaffen.
Der Anfang ist gemacht
Der erste Grünstreifen zwischen den Gemüsebeeten ist vorbereitet. Für etwas Schattierung und Luftfeuchtigkeit sollen Johannisbeere und Rosmarin sorgen. Dazwischen wurden Stauden gepflanzt. Folgen sollen noch höhere Gehölze z.B. platzsparend als Spalier gezogen.
Eigene Anzucht
Eine Auswahl an sonnenliebenden Stauden habe ich selbst vorgezogen. Alles aus Biosaatgut.
Gemüseanbau Anfang Mai
Nach Anlaufschwierigkeiten bedingt durch die lange Trockenphase im Frühjahr wächst das Gemüse endlich. Mulch aus Stroh und Grasschnitt hilft, das wenige vorhandene Wasser länger im Boden zu halten.
Auf Facebook poste ich regelmäßig Neuigkeiten aus meiner Arbeit, um für nachhaltiges Gemüse zu begeistern und über naturverbundene Gartenarbeit zu informieren. Selbstverständlich kam da auch meine Teilnahme am Wettbewerb zur Sprache verbunden mit einem Aufruf, aktiv zu werden.
Plan zur Gartenpflege
Für eine effiziente Bewirtschaftung wird der Großteil der Wiese entweder gemäht (gleichzeitig wichtiger Transfermulch für die Gemüse-Anbaufläche) oder von Nutztieren beweidet.
Stellenweise wird die magere Wiese mit verschiedenen Blumen wie Wilde Möhre oder Wiesensalbei aber bewusst länger stehen gelassen.
Die Grünstreifen werden soweit in Form gehalten, dass ein Passieren möglich ist. So sollen größere Gehölze zum Beispiel spalierförmig gezogen werden.
Verblühte Stauden werden möglichst über Winter stehen gelassen, soweit die Wege nutzbar bleiben. Andernfalls wird der Grünschnitt auf den Beeten liegen gelassen.
Während der Gemüseanbauphase ist das Grundstück gegen Wildfraß umzäunt. In den Wintermonaten wird der Zaun jedoch entfernt, sodass Rehe oder Hasen nach Belieben zugreifen können und in der kalten Jahreszeit zusätzliches Grün finden.
Pflanzliste
Unvollständiger Auszug:
Stauden
Färberhundskamille
Nelkenleimkraut
Amur-Nelke
Hohe Zinnie
Kosmee, verschiedene
Schleifenblume
Färberdistel
Klatschmohn
Kornblume
Wiesensalbei
Sonnenblume
Gehölze/Halbsträucher
Rosmarin
Johannisbeere, verschiedene
Sal-Weide Silberglanz
Natura DB Liste:
https://www.naturadb.de/listen/zeu4qr0w/