Sukzessive Umgestaltung eines klassischen 1970er-Hausgartens hin zu einem wildtierfreundlichen, vielfältigen Refugium. Herzstück ist das neu angelegte, ca. 23m² große Wildstaudenbeet.
Mit dem Einzug neuer Mieter wurde die Verantwortung für den Hausgarten an eine jüngere Generation übertragen. Der Gemeinschaftsgarten hinter dem Haus war von den älteren Herrschaften mit Hilfe eines Gärtners sehr gut gepflegt, wie es bis dato üblich war: große, kurz gemähte rechteckige Rasenfläche, drumherum schmale Beete mit Rhododendron, Hortensien, Hibiskus, plus Kirschlorbeer und Thuja.
Der Anfang vom Wechsel Richtung mehr Natur, von Ordnung hin zu mehr “Wildnis“, machte die Umstellung der Mähgewohnheiten: Gänseblümchen, Gundermann, Klee, Löwenzahn & Co. durften nun bleiben und gemäht wurden nur noch Wege – in Form des Unendlichkeitssymbols.
Im Herbst 2025 wurden die ersten neuen, heimischen Gehölze für eine wilde Hecke an die Grundstücksgrenze sowie mitten auf die Wiese ein kleiner Apfelbaum gepflanzt.
Als nächstes wurde das größte neue Element angelegt: das geschwungene Wildstaudenbeet. Mit Rücksicht auf Kraft und Energie der Beteiligten wurde es als “No Dig“-Beet gestartet; Pappen auf Rasen und darauf zentimeterdick verteilter Kompost. Nun hieß es über den Winter warten, dass hier ein neues Beet entsteht. Die Zeit wurde sinnvoll genutzt, um noch mehr über zeitgemäßes, vielfaltsorientiertes Gärtnern zu lesen und einen Pflanzplan zu entwerfen.
Die lang ersehnte Pflanzaktion konnte dann Anfang März 2026 erfolgen: Bei einer lokalen Klostergärtnerei wurden rund 200 Wildstauden erstanden und an einem langen Samstag mit der Hilfe von lieben, gartenerfahrenen Freund*innen in die Erde gebracht.
Es folgten im Laufe des Frühjahrs drumherum noch weitere Elemente wie Wildbienenfläche, Steinhaufen, ein erstes Stück Wildblumenwiese aus regionalem Saatgut, Benjeshecke, wilder Haufen, wildes Beet u.a. mit Brennnesseln und Disteln und ein Miniteich.






