Der Rotthoffs Hof ist ein Teil der Bottroper Werkstätten. Hier wurde 25 Jahre klassische ökologische Landwirtschaft betrieben. Seit ungefähr 3 Jahren haben wir begonnen die Arbeitsbereiche umzuwandeln. Aus Gemüsebau wurde Wildstaudenproduktion aus Kartoffelschälbetrieb wurde Versand und Herstellung von Wildbienen-Nisthilfen aus Terracotta aus der Legehennenhaltung wurde der Bereich “Herstellung von Steilwandsubstrat“. Seit dem werden auch Projekte zum Thema Biodiversität verstärkt organisiert um umgesetzt.
Dieses Sandarium wurde im Rahmen einer Projektförderung der Diakonie Deutschland im Oktober 2025 erstellt. In Kooperation des Rotthoffs Hofes mit dem NABU Dorsten und dem Baumdienst Ruhr entstand ein neuer Lebensbereich für Wildbienen Arten, die im Boden nisten.
Die Vertreter der Seiden-, Erd-, Sand- oder Pelzbienen legen unterirdische Nester im Erdreich, an Böschungen oder Steilhängen an. Durch die Anlage eines Sandariums lassen sich mit vergleichsweise geringem Aufwand ergänzende Nistplatzangebote speziell für solche erdnistenden Wildbienen schaffen. Hierbei handelt es sich um eine künstlich angelegte, weitgehend offene Sandfläche, in der die für die Reproduktion benötigten Brutröhren angelegt werden können.
Für das Sandarium wurde ungewaschener Sand mit einem Lehmanteilen verwendet. Dieser bietet auf Grund unterschiedlicher Korngrößen eine ausreichende Formstabilität für die Anlage von Brutröhren. Die Umgebung des Sandariums wurde durch stehendes Totholz, Trockenmauer und einer einheimischen blütenreichen Anpflanzung weiter aufgewertet.
Im oberen Bereich wurde ergänzend eine Lehmsteilwand aufgestellt, in der weitere Wildbienen einen speziellen Nistplatz finden können. Wildbienen bevorzugen einen vollsonnigen und offenen Bodenbereich. Daher ist die Ausrichtung des Sandariums nach Süden ideal. Außerdem wurden hier nur einzelne, klein bleibende Pflanzen wie die Grasnelke gewählt, die den Bienen auf der offenen Fläche als Orientierung dienen können.
Um das Sandarium wurde die Grasnarbe abgetragen und die Fläche mi einheimischen Stauden aufgewertet. Eine Saatgutmischung von Rieger Hofmann wurde dann noch eingesät um mit einjährigen Pflanzen auch schnell schon ein blühendes Erlebnis zu haben.
Innerhalb einer 3 monatigen Planungsphase und einer 1 wöchigen Bauphase entstand am Rotthoffs Hof eine neue Landmarke, die zum Verweilen, Bestaunen und Beobachten einläd.

















