Unser Garten besteht aus drei separaten Bereichen und ist insgesamt ca. 1500 qm groß. Unser Gebäude ist ein Teil eines 4-Seitenhofes, der ursprünglich landwirtschaftlich genutzt wurde. Zuvor war der eine Teil ein reiner Gemüsegarten zum Kartoffelanbau, der andere Teil ein intensiv gemähter Garten mit Tujahecke als Einfriedung und der 3. Abschnitt eine intensiv gemähte Böschung zur Straße hin. Über die letzten 10 Jahre haben wir als Familie den Kartoffelacker in einen Obstgarten mit Wildstauden, den Hang/Böschung mit einer Natursteinmauer abgefangen und mit Gehölzen und Stauden bepflanzt sowie im vormals intensiv “gepflegten“ Garten einen Teich angelegt, eine blühende Hecke anstatt der Thuja gesetzt und auf extensive Mahd gewechselt, so dass viele Bereiche inzwischen verschiedenste Wildkräuter zeigen und große Blühflächen entstanden sind. Ein Schattenbeet und Beet mit nachtblühenden Stauden ergänzt dies alles. Auch unsere Stellplätze (vormals befand sich dort eine betonierte Fläche zur Ablagerung von Mist) haben wir unversiegelt mit Rasenschotter und Wildkräutereinsaat mit regionalem Saatgut hergestellt und zusätzlich einen Stellplatzbaum mit begrünter Baumscheibe gesetzt. Desweiteren haben wir Wilden Wein als Fassadenbegrünung neu gesetzt.

Naturnaher Hausgarten in Pleißa
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1500 m²
Privatgärten groß (ab 500 m²)
Sachsen, 09212 Limbach-Oberfrohna
Familie Grabner (5 Personen)
Über unsere Gruppe
Es ist ein Familienprojekt. Ich bin über meine Arbeit vernetzt, jedoch ist es in diesem Falle ein rein privates Freizeitvergnügen unseren Garten naturnah zu gestalten.
Vorher- & Nachher-Bilder

Der jetzige Obstgarten 2015 (Blickrichtung genau entgegengesetzt zum Nachher-Bild). Ein reiner Gemüsegarten mit Gewächshaus, Betonhochbeet, überall Borde, keine Wildstauden.

Zuvor waren hier Betonborde und gerade Wege, jetzt finden sich hier Obstgehölze, Staudenbeete, ein Hochbeet und wilde Ecken.

Der Hang wurde intensiv gemäht. Die Böschung war nicht stabil und wurde daher mit einer großen bepflanzten Trockenmauer abgefangen. Die 2 Kastanien mussten krankheitsbedingt gefällt werden und wurden durch 2 Ahorn und 1 Birke ersetzt.

Zuvor befand sich hier ein Hang mit Rasen, der regelmäßig gemäht würde. Jetzt wurde eine Natursteinmauer zur Hangsicherung gesetzt und oben auf mit Sträuchern, Stauden und Rosenbeeten abwechslungsreiche Strukturen geschaffen.

Aus der „Vogelperspektive“ zu sehen, ist der Große Garten 2015. Eine Thujahecke als Einfriedung wurde auch in 2015 entfernt. Ansonsten wurde intensiv gemäht. Über die Jahre wurde eine Blühhecke mit heimischen Sträuchern, ein Teich, Blühflächen etc. angelegt.

Anlage des Schattenbeetes mit Trockenmauer.

Anlage des Teiches 2016. Hier soll bald ein 2. Teich daneben entstehen.

Anlage des Teiches mit Schattenbeet im Hintergrund.

Zuvor war der Garten eine reine intensiv gemähte Rasenfläche, die durch eine Thujahecke begrenzt wurde. Jetzt findet sich hier eine Hecke mit Blühgehölzen, ein Teich, Blühflächen, ein Steingarten mit Schattenstauden und ein Spielbereich für die Kinder.

Ergänzend hier die Nachher-„Vogelperspektive“ des Großen Gartens aus dem gleichen Blickwinkel

Der vorhandene Teich war Recht klein, ca. 450 Liter. Plus Sumpfbert. Im Bild sind die beginnenden Grabearbeiten zur Erweiterung des Teiches. Gestartet wurde mit dem Projekt im Juni dieses Jahres.

Neben den bestehenden Teich findet sich nun ein weiterer ca. 500 Liter fassender Teich. Bepflanzt wurde dieser mit Igelschlauch, Wasserfeder, Bach-Minze und -Ehrenpreis, Schwanenblume, Binse und Sumpf-Ziest sowie einer Teichrose.
Pflanzen & Beete (Jurykriterium)

Baum: Crataegus laevigata ‚Paul’s Scarlet‘
Im Beet: Klatschmohn sowie Teppich-Ehrenpreis, Thymian, Skabiose, Blumen-Dost, Rosa gallica officinalis

Statt befestigter Stellflächen haben wir einen Schotterrasen mit heimischen Saatgut (Gräser-/Kräutermischung) angelegt.

Strauch- und Edelrosen sowie Ramblerrosen. Desweiteren im Beet u.a. Anemone, Delphinium, Echinacea, Paeonia, Polemonium, Malve, Lichtnelke, Nachtviole, Jungferimgrünen, Allium, Mohn, Echter Gamander usw.

u.a. Blauraute Elfenblume, Wiesenknöterich, Schaumblüte, Akelei, Dicentra, Dryopteris, Heckenrose, Strauch- und Edelrosen, usw.

Mit Nachtkerze, Moschus-Malve, Nachtviole, Lichtnelke, Echtes Seifenkraut, Brennessel, Frauenmantel, Storchenschnabel, usw.

Frisch angelegt wurde unser Kompost (zuvor ein großer Haufen), hinten ist er offen, so dass er weiterhin für Kröten und Co. zugänglich bleibt (die verbuddeln sich hier gern). Ringsherum würde mit heimischen Saatgut Wildblumen eingesät.

Neu gesetzt wurde im November letzten Jahres Wilder Wein. Er treibt aus und wird sicher bald die Rankhilfe erklimmen.
Tierfreundliche Gartenstrukturen (Jurykriterium)

Seit der Anlage des Teiches haben wir u.a. Braunfrösche, Erdkröten und Knoblauchkröten im Garten. Viele Insekten u.a. Libellen, Wasserkäfer finden hier einen Brutraum.

Ursprünglich war hier einfach ein Hügel mit Gras. Jetzt verstecken sich hier Erdkröten.

Durch extensive Mahd und das Belassen von ungemähten Bereichen haben sich eine Vielzahl von Wildkräutern selbst eingestellt, die viele Insekten anziehen.

Alte Stämme und Äste wurden zu einem großen Totholzhaufen aufgeschichtet, der nun schön eingewachsen ist und über viele Jahre verrottet.

Unsere Gartenhütte haben wir letztes Jahr extensiv begrünt. Daneben befinden sich unsere Stellplätze mit Schotterrasen und Stellplatzbaum.

Unser Grundstück grenzt an eine öffentliche Straße, hier befindet sich ein steiler Hang mit einer großen Fläche Brennesseln und weitere Wildstauden. Neu gepflanzt haben wir hier heimische Vodelnährgehölze.

Die Böschung noch einmal von oben fotografiert.

Unsere Mülltonnen haben wir mit einer Rankhilfe überbaut und lassen dort 3 Sorten Geißblatt ihr Werk verrichten.

In Verlängerung unserer Böschung haben wir dieses Jahr im Februar eine Benjeshecke am Böschungsfuß angelegt.

Die Benjeshecke im Juni, deutlich eingewachsen von Brennesseln, Disteln und Schöllkraut.

Zur Erhöhung des Bewegungsradius von Igeln haben wir im Zaun zum Nachbargrundstück (Friedhof) ein Igeltor eingebaut. Generell ist das Grundstück an 2 Seiten offen (ohne Zaun), so dass sich Tiere „frei“ bewegen können.
Aktionen: Wissen & Begeisterung weitergeben (Jurykriterium)

Mit Arbeitskollegen konnte ich neben einer Kita ein Blühfläche mit Igeltor im Zaun anlegen. Dabei konnten wir den Kindern viele Sachen zeigen und erzählen.
