Ich hatte mich bereits im letzten Jahr mit dem Bienen- und Naturgarten der Bienenfreunde Wonnegau bei “Deutschland summt“ beworben. In diesem Garten musste ich von Anfang an mit vielen Kompromissen leben. So war z.B. den ImkerInnen die Pflanzung einer Robinie wichtig. Ebenso konnte ich weitere invasive Pflanzen (z.B. den Sommerflieder), die Filteranlage im Teich und die Motorsensen nicht verhindern. Es kam dann allerdings für mich irgendwann der “Kipppunkt“: Ich fand mehrere geschredderte Eidechsen durch das Absensen, es wurden 130 Lavendelpflanzen gesetzt, Wildkräuter (die ich gekauft hatte) wurden als Unkraut entfernt, der geplante Wildwiesenbereich wurde teilweise viel zu früh gemäht und große Flächen wurden (gegen die “bösen Unkräuter“) mit Hackschnitzeln gemulcht. Also zog ich die Bewerbung zurück und bin auch kein Mitglied mehr in diesem Verein. Für mich stand aber damals schon fest, dass ich einen Naturgarten einrichten werde. Im November 2025 bot sich mir die Chance mit einem Pachtgarten. Schritt für Schritt möchten ich nun den “Natur-im-Garten“ zu einem Erlebnis-, Lern- und Lehrgarten für den praktischen Naturschutz weiterentwickeln. Mein Bestreben ist es, so bald wie möglich einen kostenfreien Zugang für Kindertagesstätten, Schulen und alle Interessierten zu ermöglichen. Vielfältige pädagogische Angebote rund um den Natur- und Umweltschutz stehen BesucherInnen dann offen und laden Jung und Alt dazu ein, Natur hautnah zu erleben, zu entdecken und zu verstehen.
Im Naturgarten entstehen nach und nach verschiedene Kleinprojekte. Gemäß den Naturgartenprinzipien werden ausschließlich heimische Pflanzen eingebracht. Wichtig ist der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel, der Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger, der Verzicht auf den Einsatz von Torf. Ich möchte eine hohe ökologische Vielfalt (Biodiversität) erreichen.
Im Natur-im-Garten sollen Menschen, Pflanzen und Tier im Einklang leben. Er bietet vielen Tieren Nahrung und Unterschlupf. Problematische Arten, insbesondere invasive Neophyten, werden konsequent entfernt. Ebenso werden vielfältige Nisthilfen angeboten (z.B. für Vögel, Insekten und Kleinsäuger) und Lebensräumen für viele Tier- und Pflanzenarten geschaffen wie z.B. Gewässer, Totholz, Wiese, wilde Ecke, Trockenmauern. Viele Details hierzu habe ich auf meiner Homepage ausgeführt: https://www.natur-im-garten.net

Natur-im-Garten
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600 m²
Privatgärten groß (ab 500 m²)
Rheinland-Pfalz, 67549 Worms
Natur-im-Garten (6 Personen)
Über unsere Gruppe
Das Gesamtprojekt entstand durch die Vermittlung des BUND-Vorsitzenden der Kreisgruppe Worms, Michael Leukam. Durch ihn habe ich die Gartenbesitzerin kennengelernt und da wir übereinstimmende Ziele haben, wurde ein Pachtvertrag abgeschlossen. Wir stehen über eine Whats-App-Gruppe in ständigem Kontakt und treffen uns regelmäßig persönlich. Punktuell habe ich Hilfe von FreundInnen und Bekannten bekommen. Für einige Arbeiten, die ich fachlich, logistisch oder kräftemäßig nicht leisten konnte, habe ich Firmen beauftragt.
Vorher- & Nachher-Bilder

Weg zum Gerätehaus
Nachher; auf der linken Seite befindet sich die Benjeshecke; auf der rechten Seite stehen die Bienenvolker

Benjeshecke


Der Schilfrohrturm mit Lehm hat auf der Rückseite ein Sichtfenster. Hier können BesucherInnen gefahrlos das Treiben im Inneren eines Volkes beobachten.

Gewächshaus 2 (wurde rückgebaut)

Das Gewächshaus 2 wurde früher für Restmüll genutzt. Der gesamte Müll musste entsorgt werden

Nach dem Abriss, der Müllentsorgung und der Entfernung und Entsorgung der Asbestplatten wird ein neuer Naturgartenbereich entstehen.

ehemalige Beete. Links ist jetzt der Stumpery und der Käferkeller

Stumpery + Käferkeller

Gartenhaus

Vor dem Gartenhaus befinden sich jetzt Staudenbeete.

Wassercontainer

jetzt mit Wildbienenhotel

rechte Gartenhälfte

Sumpfteich, Dachziegelmauer, Eidechsenburg + Sandarium

ehemalige Beete in der rechten Gartenhälfte

Kräuterbeet

rechte Gartenhälfte

Der gesamte Garten war mit „Plastik-Sichtschutz“ versehen.

Alle Plastik-Sichtschutz-Folien wurden entfernt.

Im gesamten Garten waren viele Gehwegplatten verlegt.

Alle unnötigen Gehwegplatten wurden entfernt.
Pflanzen & Beete (Jurykriterium)

Wurzelgarten

unter www.naturadb.de/listen/sp8sczbj/ sind alle gesetzten Pflanzen aufgeführt.

www.naturadb.de/listen/sp8sczbj/
Foto 2. Teil

Auf dem Foto ist ein Staudenbeet zu sehen. Die Auflistung der Pflanzen bezieht sich auf alle Stauden im Natur-im-Garten und ist unter www.naturadb.de/listen/kyzwxkaz/

Stauden in der Wiese

neu angelegtes Staudenbeet mit heimischen Stauden

kleines Staudenbeet



Der Balkan-Storchenschnabel ist Altbestand.


Der Lavendel ist Altbestand

Zu den Beispielpflanzen gehören:
Wegwarte
Wiesensalbei
Gewöhnliches Seifenkraut
Schmalblättriges Weidenröschen
Nickendes Leimkraut
Gewöhnliche Pechnelke

Das Kräuterbeet ist mit Natursteinen angelegt. Die Steine sind teilweise mit Lehm (für die Wildbienen) verbunden. Es gibt 3 Ebenen mit einem Magerbeet in der höchsten Ebene. Aufgrund der Hitze ist aktuell eine vollständige Bepflanzung leider nicht möglich. Aktuell: Katzenminze, Kleiner Wiesenknopf,

Echter Wermut, Wiesen-Sauerampfer, Estragon, Oregano, Winterheckenzwiebel, Ysop, Winter-Bohnenkraut, Schnittlauch.
Weitere Kräuter werden hinzukommen.

Folgende Frühblüher wurden hauptsächlich entlang der Hecke und im Wiesenbereich gesetzt:
Busch-Windröschen, Dolden-Milchstern, Schneeglöckchen, Bärlauch, Frühlingskrokus, Hasenglöckchen, Zweiblättriger Blaustern, Märzenbecher, Frühlings-Alpenveilchen, Kleine Traubenhyazinthe, Trompeten-Narzisse.

Ein Sumpfteich – also ein flaches, strukturreiches Gewässer mit kleiner Tiefwasserzone und großem Verlandungs-/Sumpfbereich – gehört zu den biodiversitätsstärksten Kleingewässern überhaupt. Ein Sumpfteich bietet gleichzeitig:
offene Wasserflächen
flache, warme Uferzonen
zeitweise überschwemmte …

… Bereiche
• dichte Sumpfpflanzen
• schlammige Zonen
• Totholz- und Steinbereiche
Dadurch entstehen Lebensräume für sehr unterschiedliche Arten mit unterschiedlichen Ansprüchen. Typische Tiergruppen sind:
a) Amphibien
b) Insekten
c) Vögel
d) Säugetiere

Ein Sumpfteich hat oft deutlich mehr Pflanzenarten als ein klassischer Gartenteich.
Große Sumpfzonen können einen hohen ökologischen Wert haben.
Wichtig für die Gestaltung ist eine große Flachwasser/Sumpfzone (60 – 80 %), unterschiedliche Tiefen, integriertes Totholz, ausschließlich heimische …

… Pflanzen, keine Pumpen und keine chemische Wasserpflege.
Pflanzliste des Sumpfteichs: https://www.naturadb.de/listen/0gib4g1c/

Wilde Ecken schaffen kleine Naturoasen, die Schutz, Nahrung und Nistplätze bieten. Sie liegt in einem ruhigen Teil des Gartens, damit sich Tiere dort sicher fühlen. In dieser Ecke darf die Natur einfach machen. Der natürliche Wildwuchs schafft ein kleines, sich selbst regulierendes Ökosystem. …

Davon profitieren viele Tiere: Insekten finden Nahrung und Nistplätze, Vögel haben Schutz, finden Samen, Insekten und Nistmaterial, und auch Kleinsäuger, Amphibien und Reptilien wie Igel, Kröten oder Eidechsen nutzen die geschützten Bereiche als Lebensraum.

Schmale Hecken mit einer einreihigen Pflanzung von heimischen Gehölzen und einem Pflanzabstand von 30 bis 50 cm bieten eine naturnahe Möglichkeit, Grundstücke abzutrennen. Vögel wie Amsel, Zaunkönig und Heckenbraunelle nisten in dichten Zweigen, Wildbienen nutzen blühende Arten wie Wildrose oder …

… Kornelkirsche als Nektarquelle, Schmetterlingsraupen finden Futter auf heimischen Laubgehölzen und Käfer und Spinnen leben im Blätterdach. Dornige Sorten bieten Vögeln und Kleinsäugern Schutz vor Fressfeinden.
https://www.naturadb.de/listen/nwnovgab/

Eine Wildblumenwiese fördert die Artenvielfalt und bietet Lebensraum sowie Nahrung für viele Tiere. Es reicht eine Sommer- und Herbstmahd jährlich. Das Mähen erfolgt mit der klassischen Sense oder dem Balkenmäher, da dies am schonendsten für die Fauna ist. Ähhhh – mehr Speicherplatz ist leider nicht
Tierfreundliche Gartenstrukturen (Jurykriterium)

Hier finden keine Eingriffe statt. Der vorherige Gartenbesitzer hat in diesem Bereich das gesamte Totholz „entsorgt“

Durch Gartenzäune und Straßen sind die Igelreviere wesentlich kleiner geworden. Die Tiere benötigen zur Nahrungs- und Partnersuche aber große Reviere. Zäune und Mauern machen dies unmöglich oder zwingen sie zu langen und gefährlichen Umwegen, was wertvolle Energie kostet. Durch Igeltore oder Igelram

Der Käferkeller, ist Lebensraum und Entwicklungszone für Käfer. Je nach Holzart unterstützt man damit unterschiedliche Tierchen. Diese dienen wiederum als Nahrungsquelle für Vögel, Spitzmäuse, Fledermäuse, Igel uvm. Ein Käferkeller nutzt Totholz, um ein spez

Keine Nachtbeleuchtung
Besonders nachtaktive Insekten leiden massiv unter der Lichtverschmutzung. Milliarden von Insekten werden von den nächtlichen Lichtquellen angezogen, sind vom hellen Schein desorientiert und verenden. Ebenso wird die Entwicklung von Raupen und Larven durch Kunstlicht gestört.

Igel sind neugierige Tier, die im Garten alles durchwühlen und erkunden. So kommt der Igel praktisch mit allen Giften (chemische Pflanzenschutz- oder Unkrautvernichtungsmittel, Schneckenkorn, Mäuse- oder Rattengift, Düngemittel, oder Moosvernichter), die im Garten eingesetzt werden in Kontakt. Natür

Ein Sumpfteich – also ein flaches, strukturreiches Gewässer mit kleiner Tiefwasserzone und großem Verlandungs-/Sumpfbereich – gehört zu den biodiversitätsstärksten Kleingewässern überhaupt.

Igel sind Insektenfresser. Heimische Hecken ziehen viele Käfer, Raupen, Spinnen und Regenwürmer an.

Eine artenreiche Blumenwiese lockt die meisten Insekten an.

Im Stumpery entsteht ein einzigartiges Kleinklima, das u.a. Käfer anzieht.

Neben Igeln finden auch Haselmäuse, Frösche und Kröten darin Schutz und Winterquartiere.

Bambusröhrchen, Schilfstängel und Strohhalme. Die Röhren sind auf der Rückseite geschlossen, der Durchmesser passt zu den Bewohnern (3-10 mm), das Innere ist sauber und glatt, die Wohnröhren lassen Luft und Feuchtigkeit durch, ein Draht zum Schutz vor Spechten u.ä. wird angebracht.

Die Ziegel können aus gebranntem, lufthärtendem Ton oder Lehm hergestellt werden. Der ideale Standort sollte sonnig, regengeschützt und idealerweise in Süd- oder Südostausrichtung sein.

Geeignet sind vor allem Brom- und Himbeere, Heckenrose, Sommerflieder, Königskerze, Herzgespann und Distelarten. Voraussetzung für erfolgreiches Nisten ist nur, dass es solche Zweige und Stängel im Spätsommer gibt und dass diese abgestorbenen Pflanzenteile bis zum Frühling stehen bleiben.

Einige Hummelarten bauen ihre Nester unter der Erde (z.B. Dunkle Erdhummel, Helle Erdhummel, Wiesenhummel, Gartenhummel), häufig in verlassenen Mäusegängen oder anderen Hohlräumen im Boden. Unterirdische Nester schützen die Hummeln vor Wetter und Feinden.

Verschieden Nistkästen (Halbhöhlen, Spatzenhaus, mit Langloch, verschiedene Durchmesser der Einfluglöcher) sind im Garten angebracht.

Viele natürliche Verstecke wie alte Baumhöhlen, dichte Strauchbereiche oder Totholz sind heute verschwunden. Bilche benötigen diese aber für die Tagesruhe und auch als Schlaf- und Überwinterungsquartiere. Diese Nistkästen bieten Ersatz. Neben Gartenschläfern nutzen auch Haselmäuse diese Kästen.

Da es nur noch wenig Baumhöhlen gibt, sind diese Ersatzquartiere für Fledermäuse wichtig. Flachkästen dienen spaltenbewohnenden Fledermausarten (Zwergfledermaus, Rauhhautfledermaus, Bartfledermaus oder Breitflügelfledermaus) als Unterschlupf.

Vegetationsarme sandige Flächen bieten Eidechsen, aber auch zahllosen anderen Tieren Nahrungsquellen sowie Schutz- und Brutplätze. Die Steine dienen als Sonnendecks, auf denen die Eidechsen Wärme tanken und gleichzeitig den Überblick über die nähere Umgebung behalten können. Der Keller ist für …

… die Überwinterung notwendig. Für die Nachwuchsförderung befindet sich an der Südseite der Eidechsenburg eine Sandgrube mit ungewaschenem Sand zur Eiablage. Ein Sandarium wird auch von einigen Wildbienenarten als Nistplatz genutzt.

Hierzu gibt es extrem unterschiedliche Sichtweisen. Meinen persönlichen Standpunkt finden Sie unter: https://www.natur-im-garten.net

Die Dachziegelmauer als Trockenmauer
Durch ihre zahlreichen Hohlräume sowie warme, trockene und feuchtere Bereiche entsteht ein vielfältiger Lebensraum für zahlreiche Tierarten (Versteck, Sonnenplatz, Jagdrevier, Eiablage- und Überwinterungsquartier). Reptilien wie Zauneidechsen und Blindschleichen,

Ein Reisighaufen aus Ästen, Zweigen und Laub bietet Igeln, Vögeln, Insekten, Schmetterlingen, Amphibien und Kleinsäugern das ganze Jahr über Schutz, Nahrung sowie Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten.

In einem schattigen Steinhaufen aus locker aufgeschichteten Steinen entstehen Hohlräume, die vielen Tieren Schutz und Rückzugsorte bieten. Er speichert Feuchtigkeit und sorgt für ein ausgeglichenes Mikroklima. Die gespeicherte Feuchtigkeit kommt auch schattenliebenden Pflanzen zugute.
Aktionen: Wissen & Begeisterung weitergeben (Jurykriterium)

Auf den folgenden Fotos sieht man die päsagogischen Angebote, die ich für Kinder und Jugendliche, KiTa-Gruppen, Schulklassen anbiete. Die Veranstaltungen sind kostenlos – nur das verbrauchte Material muss bezahlt werden.




Diese Angebote richten sich eher an Erwachsene.
Der Garten wird wahrscheinlich auch von zwei befreundeten Personen für Kurse (Themen: Kräuter und Vögel) genutzt.

Aus dem alten Gewächshaus wird gerade …

ein Freiluft-Klassenzimmer. Die seitlichen Glas- und Plexiglaselemente wurden bereits entfernt Das Dach und die Dachrinne werden repariert. Die offenen Seiten werden überwiegend mit Hopfen begrünt. So entsteht ein schattiger, luftiger, grüner Ort zum Lernen, Erforschen, Durchatmen … und Feiern 😊.
