Der etwa 800 qm großer Hausgarten, wird Stück für Stück zum Naturgarten. Ursprünglich gab es hier nur eine Grasfläche und einige exotische und teilweise invasive Sträucher wie Flieder, Schmetterlingsflieder und Thujen, sowie drei Obstbäume und eine Weißtanne. Im Laufe der vergangenen Jahre wurden fast 300 heimische Pflanzen angesät oder gepflanzt oder haben sich von alleine angesiedelt. Knapp 60 Arten stehen auf der roten Liste. Zusätzlich haben wir viele Totholzelemente angelegt, sowie ein kleines Minisandarium, eine größere Betonfläche wurde mit Kübelpflanzen begrünt, es gibt einen 90-Liter-Miniteich in dem jedes Jahr Grasfrösche leben und einen großen Gemüsegarten. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass mittlerweile eine Vielzahl unterschiedlicher Wildbienen, Schwebfliegen, Käfer, Schmetterlinge, Heuschrecken und Spinnen hier leben, ebenso wie Frösche und Kröten, seit dieser Woche eine Ringelnatter, viele Vögel, Spitzmäuse, Igel und viele mehr. In wenigen Jahren wurde aus einem sterilen Garten ein wunderschöner natürlicher Lebensraum und ein Ort zum Kraft tanken im oft hektischen Alltag. Das neueste Projekt ist ein im Herbst angelegtes Wildstaudenbeet in dem gezielt auch viele seltene Arten gepflanzt wurden. Damit wurde eine bis dahin schüttere und artenarme Grasfläche im Wurzelbereich der alten Weißtanne ökologisch aufgewertet.

Kleine Naturoase für Mensch und Tier
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20 m²
Privatgärten groß (ab 500 m²)
Bayern, 94315 Straubing
Privat (2 Personen)
Über unsere Gruppe
Sabine, Broder und Eny – vernetzt beispielsweise mit dem Verein für Gartenbau und Landespflege Straubing e.V. oder verschiedenen Naturgartenforen für Tipps und Pflanzempfehlungen
Vorher- & Nachher-Bilder






Pflanzen & Beete (Jurykriterium)

In kurzer Zeit hat sich das Beet prächtig entwickelt

Es besteht überwiegend aus heimischen Pflanzen, viele sind sogar autochthon. Aufgeteilt ist das Beet in einen wilderen Teil rund um den Totholzhaufen, in einen Teil mit Schattenpflanzen rund um den Stamm der Tanne und in einen Teil mit Trockenheitskünstlern im sonnigen Bereich.

Im Eingangsbereich wachsen auch zwei exotische Pflanzen (eine Echinacea und ein Mädchenauge). Sie waren schon einige Jahre in Kübeln und durften wegen der langen Blühdauer auch mit ins Beet.

Tatsächlich haben sich erste Pflanzen schon direkt ausgesamt, so dass es bereits kleine Pflänzchen zum weitergeben und verschenken gibt.
Tierfreundliche Gartenstrukturen (Jurykriterium)

Stehend …

… als Totholzhaufen …

… oder als kleine Elemente mitten im Beet …

… durch die Verteilung finden kleine Tiere immer Versteckmöglichkeiten

Dort haben im Frühjahr bereits Kohlmeisen gebrütet.
Aktionen: Wissen & Begeisterung weitergeben (Jurykriterium)

Durch die Schilder kommt man leicht mit den Leuten ins Gespräch. So kann man gut Wissen und manchmal auch gleich heimische Pflanzen oder Samen weitergeben.

An mehreren Stellen gibt es Löcher im Zaun für die Igel, dafür gab es das Schild der Deutschen Wildtierstiftung.

Die Igeltore ziehen viele Blicke auf sich und gerade Kinder sind davon begeistert. Das bietet einen schönen Gesprächseinstieg um auf die Situation der Igel aufmerksam zu machen.

Mittlerweile gehen viele heimische Pflanzen von alleine im Garten auf, diese werden weiter verschenkt, z.B. bei Pflanzentauschbörsen.