In unserem Schulgarten wird wieder gegärtnert und es summt und brummt

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30 m²

Schulgärten

Nordrhein-Westfalen, 45527 Hattingen

GyHo-Garten-AG (35 Personen)

In unserem Schulgarten wird wieder gegärtnert und es summt und brummt

Unser Schulgarten hat eine uns unbekannte Geschichte, daher beginnt diese hier im Frühjahr 2024.

Die Vorgeschichte

Der sogenannte „Schulgarten“ war ein Ort mit vielen Unfallgefahren, ein gefüllter Teich, nur lose hingelegte Gehwegplatten mit der Gefahr sich bereits beim Betreten zu verletzen. Der Schulgarten war daher stets abgeschlossen und unbenutzt.

Seit 2024 haben wir begonnen unter der Leitung von Frau Bursche den Schulgarten nach „Corona“ wiederzubeleben und in ein neues „Grünes Klassenzimmer“ zu verwandeln.

Alles begann mit einem Wettbewerb, bei dem der damalige Biologie Grundkurs Q1 von Frau Bursche zusammen mit einigen Schülern und Schülerinnen der damaligen Klasse 6a teilgenommen haben.
Es ging darum, in nur drei Monaten von Anfang April bis Anfang Juli 2024 möglichst viel Biomasse auf einem Quadratmeter zu erzeugen. Die Hürde war groß, denn wir hatten die Auflage einen Bodenaustausch vorzunehmen, wenn wir Lebensmittel anbauen wollten. Das konnte uns nicht abhalten. Alle hatten sehr viel Spaß. Die Pflanzen wuchsen und als dann alles Oberirdische zur Auswertung für den Wettbewerb vor den Ferien abgeschnitten und gewogen werden sollte, waren sich alle Beteiligten einig: „Das ist nun wirklich nicht nachhaltig!“
Wir ernteten also nur die Früchte und entfernten die Blätter, die nicht unbedingt benötigt wurden. Ergebnis:  Wir belegten, stolz auf unseren Nachhaltigkeitsgedanken, den zweiten Platz in der sogenannten „Carbon-Challenge 2024“.

Die Begeisterung am Gärtnern war bei allen Beteiligten so groß, dass selbst in den sechs Wochen Sommerferien ein regelmäßiger Gießdienst organisiert werden konnte.
Die Früchte der Zuckererbsen, Bohnen und Zucchini, aber auch der Mangold konnten bis in den September geerntet und immer wieder mit neuen Rezepten zubereitet werden.

Im Jahr 2025 wurden wir dann durch Frau Neff, eine Mutter aus der Elternschaft der damaligen neuen Fünftklässler, auf ein Förderprogramm des Landes NRW, die sogenannten „Umweltschecks“ aufmerksam. Herr Möller mit dem Förderverein der Schule und Frau Bursche bewarben sich um die 2000 Euro Fördergelder des Landes und hatten Erfolg. Die Idee eines neuen „Grünen Klassenzimmers“ konnte nun weiter in Tat umgesetzt werden.

Im Frühjahr 2025 entstanden sieben weitere „Ein-Quadratmeter“-Pflanzbeete mit Bodenaustausch. Jede Klasse des fünften Jahrgangs erhielt mit dem Start der Pflanz-Saison 2025 ein Beet zur Bepflanzung und Pflege bis zum nächsten Frühjahr 2026.

Seit Sommer 2025 ist das damalige Garten-Projekt zu einer Garten-AG für jeden, der Lust am Gärtnern hat, geworden. Vom Frühjahr bis nach dem Tag der offenen Tür im November ist in jeder 1. Pause, wenn es nicht regnet, der Schulgarten zur Garten-Pause geöffnet. Die Beteiligung ist groß und jeder ist herzlich willkommen. Alle gemeinsam von der Jahrgangsstufe Fünf bis zur Q1 helfen mit beim Gießen, Unkrautzupfen, Beobachten was es Neues gibt, und kommen ins Gespräch. Der Garten wird nun auch bereits als Klassenzimmer im Biologie- und Kunstunterricht genutzt. Wir hatten auch in der AG Zeit Spaß dort unsere Halloween-Kürbisse zu schnitzen.

Der Wettbewerbsbeitrag für “Deutscland summt“

Mit dem 8. November 2025 beginnt unser Projekt für „Deutschland summt“. Am „Tag der offenen Tür“ entstanden gemeinsam mit den Kindern unserer Besucher der Aufbau, der von uns in der AG vorgeplante Kräuter-Spirale und das neue GyHo-Beet bepflanzt mit Krokussen.

Im Winter 2025/26 haben wir zum Bodenaustausch weitere großen Pflanzbeeten entlang des Zauns für mehrjährige Pflanzen wie Johannisbeeren und Stachelbeeren und einem Kompostier-Beet angelegt. In den AG-Stunden bauten wir zusätzlich Vogelfutter-Anhänger die wir als Weihnachtsgeschenk für Vögel in unserem Schulgarten aufhängten. Es hat uns erstaunt, welche Vögel in der etwas ruhigeren Zeit der Weihnachtsferien die Futtergeschenke annahmen (siehe Fotos).

Die Zeit nach den Weihnachtsferien und vor dem Start der Pflanzsaison, haben wir genutzt, um über Wildbienen und Nisthilfen zu recherchieren. Wie es der Zufall so wollte, hat uns Frau Schmidtseifer-Sürig auf den Wettbewerb „Deutschland summt“ aufmerksam gemacht, was gerade sehr gut zu dem Thema passte, mit dem wir bereits begonnen hatten und uns nun 2026 in den AG-Stunden intensiver beschäftigen wollten. Dieses Thema wollten wir dann auch in kleinen Portionen an unsere Besucher weitergeben und so entstand die Idee eines Aushangs am Eingang des Schulgartens mit wechselndem Inhalt.

Mit dem Frühjahr 2026 ging es dann auch wieder praktisch los. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Garten-AG planten, bauten und bepflanzten. Wir haben, wie geplant entlang des Zauns die mehrjährigen Pflanzen wie Johannisbeeren und Stachelbeeren gepflanzt und sogar eine kleinen Terrassen-Kirschbaum, eine zweihäusige Kiwi und eine kleine Feige sind eingezogen.
Am Nord-Ost-Zaun üben wir uns seit 2024 immer wieder mit neuen Ideen des „vertical gardening“. Dieses Jahr versuchten wir es statt mit dem Flaschengarten, mit Pflanzkästen, da die Flaschen leider an den sehr heißen Tagen zu schnell austrocknen. Wir haben dieses Jahr Erdbeeren, Zuckererbsen und Mangold aufgehängt.

Im März 2026 wurden die „Ein-Quadratmeter“-Pflanzbeete an die neuen „Fünfer“ übergeben. Alle neuen sechs Fünfer-Klassen haben sich mit ihren jeweiligen Biologielehren und Lehrerinnen beteiligt. Es wurden Tomaten, Salat, Fenchel, Radieschen, Möhren, Knoblauch, Paprika, Bohnen, Zuckererbsen, Kürbisse, Zucchini, ganz viele Erdbeerpflanzen und einige Blühpflanzen wie z.B. Kornblumen ausgesät oder gepflanzt.

Gegen Ende des Wettbewerbs im Juli 2026, bei der Erstellung der Pflanzenliste mit Hilfe von NaturaDB, ist uns deutlich geworden, welche Pflanzen in unserem Garten nicht einheimisch sind. Wir haben begonnen diese zu entfernen und heimische Pflanzen anzupflanzen. So mussten die Reste des griechischen Blaukissen, und auch die invasiven Neophyten wie der Topinambur und auch die Verwachsenblättrige Becherpflanze sowie die selbstkletternde Jungfernrebe weichen. Wir pflanzten dort Besenginster, die Wilde Möhre, Scharfgarbe, kleine Pimpinelle, die kleine Braunelle, Blutweiderich, geflecktes Lungenkraut, Giersch und noch von einigen Pflanzen, die wir schon hatten, weitere Exemplare so wie z.B. mehr Pfennigkraut, Pippau, großes Hexenkraut und noch viele andere. Es war sehr seltsam Pflanzen zu pflanzen, die bisher in unseren Augen immer das “Unkraut“ waren. Auch Wasserdost und Farn sind nun in unseren Garten eingezogen.
Die NaturaDB App werden wir nun zukünftig nutzen um den Fünften Jahrgang noch besser helfen zu können eine Pflanzliste für ihr Ein-Quadratmeterbeet aufzustellen. Dabei ist aber zu beachten ,dass im Hinblick auf weitere Lerninhalte in einem Schulgarten der Kompromiss zwischen den einheimischen Pflanzen und den vielen nicht einheimischen Kulturpflanzen gefunden werden muss.

Für die Wildbienen entstanden zusätzlich in den AG-Stunden als Nisthilfe mehrere Strukturen im Garten wie ein Totholzhaufen mit einer Wasserstelle für Insekten, ein Steinhaufen, ein Sandarium und eine Treppe mit vielen Fugen aus den Rasengittersteinen. Nicht zu vergessen unsere Infotafel am Garteneingang.

Da wir mit unserem Projekt „Grünes Klassenzimmer“ zunächst starteten ohne Kenntnis vom Wettbewerb „Deutschland summt“, ist es uns schwer gefallen Vorher- Nachher-Bilder aufzunehmen. Um einen Eindruck von vorher zu vermitteln, haben wir zum Teil auch ältere Fotos mit angefügt.

Nach den Sommerferien 2026 geht es weiter, denn wir haben sehr viel Spaß und gerade erst angefangen. Durch den Wettbewerb “Deutschland summt“ haben wir nun weitere neue Aspekte in den Fokus genommen und bisher hat unser Projekt viel Zuspruch bekommen.

Die GyHo-Garten-AG 2026

Über unsere Gruppe

An unserem Projekt waren sehr viele Personen beteiligt, denn wir könnten in den Ferien den Gießdienst ohne die Eltern der Schüler und Schülerinnen gar nicht durchführen. Da es Ferien sind, bringen diese dann auch noch Nachbarn und Freunde mit, die beim Gießen mithelfen und sich an unserem Garten erfreuen. Hier noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle. Auch bei der Umsetzung, z.B. dem Bau der Beete für den erforderlichen Bodenaustausch und den anderen Aktionen helfen uns Familienangehörige mit dem notwendigen Know-how. Nicht zu vergessen ist die gesamte Schulgemeinschaft, die mit ihrem Votum in den Konferenzen unsere Aktionen unterstützt und Gelder bereitstellt.

Vorher- & Nachher-Bilder

Pflanzen & Beete (Jurykriterium)

Tierfreundliche Gartenstrukturen (Jurykriterium)

Aktionen: Wissen & Begeisterung weitergeben (Jurykriterium)

Plan zur Gartenpflege

Vom Frühjahr bis nach dem Tag der offenen Tür im November ist in jeder 1. Pause, wenn es nicht regnet, der Schulgarten zur Garten-Pause geöffnet. Die Beteiligung ist groß und jeder ist herzlich willkommen. Alle gemeinsam von der Jahrgangsstufe Fünf bis zur Q1 helfen mit beim Gießen, Unkrautzupfen, Beobachten was es Neues gibt, und kommen ins Gespräch. An den Wochenenden übernimmt unsere Lehrerin Frau Bursche und unsere Schüler Co-Leitungen Justus mit Familie (Jg.8) und Sophie (Jg.7) den Gießdienst. Die Planung für die Ferienzeiten wird bereits einige Wochen vorher begonnen. Jetzt in den Sommerferien wird der Gießdienst von den Familien aller AG-Teilnehmer und Teilnehmerinnen und Frau Bursche tage- und wochenweise (je nach individueller Urlaubsplanung) übernommen. Zur Not gibt es immer eine Zweitbesetzung.

Pflanzliste

Pflanzliste – NaturaDB

Jubelbilder

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