Wir wollten EIGENTLICH eine Sickermulde mit Trockensteinmauer anlegen um den überschüssigen Niederschlag des Hausdachs und Gartenhauses, der unsere Speicherkapazitäten übersteigt, einzuleiten. Wir hatten uns schon über die rechtlichen Gegebenheiten informiert, uns in die Thematik bzw. Methodik eingelesen und auch schon über Kleinanzeigen gebrauchte Steine für die Muldenbefestigung besorgt. Leider sind wir bei den Bauarbeiten auf eine unbekannte alte, undichte Jauchegrube gestoßen, die bis an die Hauswand reichte. Daher mussten wir zum Schutz unseres Kellers und auch aus Platzgründen umdisponieren. So ist aus den gebrauchten Steinen dieses Hügelbeet entstanden. Es fügt sich gut an das angrenzende Trockenbeet an und gibt unserem sehr schmalen, schlauchförmigen Garten etwas mehr Tiefe.

Improvisiertes Hügel-Magerbeet an der Terrasse
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12 m²
Privatgärten klein (bis 500 m2)
Rheinland-Pfalz, 56218 Mülheim -Kärlich
Vroni & Holger (2 Personen)
Über unsere Gruppe
Ich und mein Mann
Vorher- & Nachher-Bilder

Das war der Rest einer ehemals 80qm großen Holzterrasse vom Vorbesitzer. Den Großteil haben wir schon in den letzten Jahren zurückgebaut, doch auch diese restlichen ca 36qm waren zu groß als Terrasse und zu unpraktisch (Statik, Rutschgefahr etc).

Das alte Pflaster unter der Holzterrasse wird wieder genutzt und wir konnten gut 1/3 der Fläche in ein Beet umwandeln. Da wir auf Statik keine Rücksicht mehr nehmen müssen, können wir die Plastikkübel durch andere, schwerere Pflanzgefäße ersetzen

Die Entfernung der Holzterrasse war der spannendste Schritt, weil wir nicht wussten, was uns darunter erwartet. Den Großteil der Bretter konnten wir verschenken. Sie werden wieder eine Terrasse bedecken.

Nachdem die Holzterrasse aus dem Weg war konnten wir anfangen einen Teil des alten Pflasters, welches sich darunter befunden hat, zurückzubauen. Auch die nicht mehr benötigten Pflastersteine haben wir verschenkt. Zudem gab es einige festbetonierte Elemente, die wir auch entfernen mussten.

Als wir mit der Aushebung der Mulde beginnen wollten, sind wir auf die alte Jauchegrube gestoßen. Daher mussten wir umplanen

Wir haben also anstatt in die Tiefe zu gehen aus gebrauchtem Erdaushub, Sand und den Steinen ein Hügelbeet aufgeschichtet.Dabei haben wir noch einige Versteckmöglichkeiten für verschiedene Tiere eingebaut

Zu guter letzt wurde das Beet mit ausschließlich heimischen Pflanzen bepflanzt.
Pflanzen & Beete (Jurykriterium)
Keine Bilder vorhanden.Tierfreundliche Gartenstrukturen (Jurykriterium)

über den ganzen Hügel verteilt sind zahlreiche Spalten und Nischen die von einer Vielzahl von Tieren als Versteck genutzt werden können

zudem wurden einzelne Tonröhren eingebaut, die weiter in den Hügel hineinreichen

auch ein alter Vogelkasten wurde integriert und bietet sich als Unterschlupf an

Vereinzelt wurden größere Nischen mit Steilwandsubstrat gefüllt um Nistmöglichkeiten für Bienen zu bieten