Unsere Gemeinschaftsaktion zur Anlage eines Mikro-Waldes
Mit der gemeinschaftlichen Gestaltung unseres ersten Mikro-Waldes haben wir einen naturnahen Lebensraum auf einem unserer hanova Wohnen Wohnumfeld geschaffen, der sowohl die Artenvielfalt fördert als auch Menschen zum Erleben und Entdecken der Natur einlädt. Dabei standen ökologische Nachhaltigkeit, Klimaanpassung und gemeinschaftliches Engagement gleichermaßen im Mittelpunkt. Die hanova Wohnen GmbH ist die städtische Wohnungsgesellschaft der Stadt Hannover. Als größter Immobiliendienstleister in Hannover realisiert und bewirtschaftet hanova Wohn- und Gewerberäume, baut Schulen und Kindergärten, schafft Parkraum und entwickelt die Stadt jeden Tag aktiv weiter – mit Hannoverherz und Immobilienverstand.
1. Verwendete Pflanzen
Bei der Pflanzenauswahl lag der Schwerpunkt auf heimischen Baum-, Strauch- und Staudenarten, die an die regionalen Standortbedingungen angepasst sind und zahlreichen Insekten, Vögeln und anderen Tieren Nahrung und Lebensraum bieten. Ergänzend wurden ausgewählte Arten aus der Liste der Klimabäume integriert, um den Bestand langfristig an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen.
Auch die bereits vorhandenen Beete unmittelbar am Gebäude wurden vollständig neugestaltet. Sie wurden überwiegend mit heimischen Gehölzen und Stauden bepflanzt und bilden nun einen ökologisch wertvollen Übergang zwischen Gebäude und Mikro-Wald. Durch die große Pflanzenvielfalt entstehen über das gesamte Jahr hinweg Nahrungsangebote für Wildbienen, Schmetterlinge und viele weitere Insekten.
2. Geschaffene Strukturen
Neben der Bepflanzung wurden zahlreiche naturnahe Strukturen geschaffen, die unterschiedlichen Tierarten wertvolle Lebensräume bieten und gleichzeitig den Mikro-Wald für Besucherinnen und Besucher erlebbar machen.
Wege aus Naturmaterialien verbinden die bestehenden Wege miteinander und laden dazu ein, den Mikro-Wald bewusst zu durchqueren und Natur mit allen Sinnen zu erleben. Ein integrierter Barfußpfad ermöglicht das unmittelbare Erfahren verschiedener Naturmaterialien und schafft einen zusätzlichen Erlebniswert.
Stämme aus der Umgebung sowie Natursteine fassen einen modellierten Hügel aus Sand und Lehm ein. Der Hügel wurde mit einer artenreichen Wiesenansaat begrünt und bietet durch unterschiedliche Bodenverhältnisse vielfältige Kleinlebensräume für Pflanzen und Tiere.
Aus historischen Sandsteinplatten aus unserem Materiallager entstand eine Trockenmauer, die zahlreichen Insekten und Kleintieren Unterschlupf bietet und gleichzeitig als naturnahe Sitzgelegenheit zum Beobachten der Tier- und Pflanzenwelt dient. Ergänzt wird der Aufenthaltsbereich durch Sitzbänke aus Holz und Steinquadern, die zum Verweilen, Lernen und Begegnen einladen.
Zur Förderung eines nachhaltigen Wassermanagements wurden Versickerungsmulden und flache Wasserläufe angelegt. Sie unterstützen die natürliche Regenwasserversickerung, verbessern den Wasserhaushalt des Standorts und schaffen zusätzliche ökologische Strukturen.
Die Pflanzflächen wurden mit gehäckseltem Stroh gemulcht. Dies schützt den Boden vor Austrocknung, reduziert den Pflegeaufwand und fördert langfristig die Bodenfruchtbarkeit.
Zum Schutz der jungen Gehölze während der Anwuchsphase wurde für die ersten beiden Jahre ein Staketenzaun um die Pflanzflächen errichtet. So können sich die Bäume und Sträucher ungestört entwickeln, bevor die Flächen dauerhaft geöffnet werden.
Ergänzend wurden verschiedene Beerengehölze, darunter Himbeeren und Felsenbirnen, gepflanzt. Sie bieten Vögeln und Insekten wertvolle Nahrung und laden Besucherinnen und Besucher dazu ein, die essbaren Früchte direkt vor Ort zu entdecken und zu genießen.
Durch die Verwendung vorhandener Naturmaterialien sowie die Kombination vielfältiger ökologischer Strukturen entstand ein abwechslungsreicher Lebensraum, der Biodiversität, Klimaanpassung, Umweltbildung und Naturerleben auf beispielhafte Weise miteinander verbindet.
3. Gemeinschaftliches Engagement
Die Anlage des Mikro-Waldes war eine echte Gemeinschaftsaktion, die sorgfältig vorbereitet und gemeinsam mit zahlreichen engagierten Beteiligten umgesetzt wurde.
Vor der eigentlichen Pflanzaktion wurde durch unser Planungsteam die Außenanlage geplant und ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb mit der Herrichtung der Pflanzflächen sowie den erforderlichen Erd- und Steinarbeiten beauftragt. Da umfangreiche Bodenmodellierungen, die Anlage der Versickerungsmulden und weitere vorbereitende Maßnahmen notwendig waren, kamen hierfür auch schwere Baumaschinen zum Einsatz. So konnten optimale Voraussetzungen für die anschließende gemeinschaftliche Pflanzaktion geschaffen werden.
In Kooperation mit dem Umweltzentrum Hannover wurden die Mieterinnen und Mieter der rund 70 angrenzenden Wohnungen persönlich angesprochen, über die Ziele des Projekts informiert und herzlich zur Mitwirkung eingeladen. Ergänzend informierte ein eigens gestalteter Flyer über die Aktion, ihre ökologische Bedeutung und den Ablauf des gemeinsamen Pflanztages.
Auch ein Familienzentrum aus der unmittelbaren Nachbarschaft beteiligte sich an der Aktion. Rund zehn Kindergartenkinder nahmen gemeinsam mit ihren Begleitpersonen am Pflanztag am 27. Mai 2026 teil und konnten den Mikro-Wald aktiv mitgestalten. Dadurch wurde das Projekt zugleich zu einer lebendigen Umweltbildungsmaßnahme, bei der Kinder und Erwachsene die Bedeutung heimischer Pflanzen und naturnaher Lebensräume unmittelbar erleben konnten.
An der Pflanzaktion beteiligten sich außerdem unser Geschäftsführer, Vertreterinnen und Vertreter der Presse, Mitarbeitende unserer Tochtergesellschaft sowie zahlreiche Kolleginnen und Kollegen. Gemeinsam wurden 25 verschiedene Baum- und Straucharten auf ca. 500 m² gepflanzt.
Die gesamte Veranstaltung war von einer offenen, engagierten und fröhlichen Atmosphäre geprägt. Das gemeinsame Arbeiten, der Austausch zwischen den unterschiedlichen Gruppen und die sichtbare Freude am Entstehen des Mikro-Waldes machten den Nachmittag zu einem besonderen Gemeinschaftserlebnis. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt: Erfrischungen, ein kleiner Imbiss sowie Kaffee und Kuchen boten Gelegenheit zum Austausch und stärkten das Miteinander.
Die eingereichte Fotodokumentation zeigt die verschiedenen Arbeitsschritte sowie die aktive Beteiligung der zahlreichen Helferinnen und Helfer. Übersichtsaufnahmen vor und nach der Umgestaltung dokumentieren eindrucksvoll die Entwicklung der Fläche und das gemeinsam erreichte Ergebnis.
4. Außenwirkung
Der neu entstandene Mikro-Wald wirkt weit über das Gelände hinaus. Er macht ökologische Zusammenhänge erlebbar und zeigt, wie naturnahe Gestaltung auch auf kleiner Fläche einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität und zur Klimaanpassung leisten kann.
Die offenen Wege laden Besucherinnen und Besucher dazu ein, den Mikro-Wald zu erkunden und Natur unmittelbar zu erleben. Die naturnahen Sitzbereiche schaffen Möglichkeiten für Umweltbildung, Begegnung und Beobachtung.
Die Gemeinschaftsaktion stieß auf großes öffentliches Interesse. Neben der Berichterstattung durch die Presse wurde das Projekt auch im Fahrgastfernsehen der ÜSTRA vorgestellt und erreichte damit eine breite Öffentlichkeit. Bereits im Vorfeld informierte ein Flyer über die Pflanzaktion und lud Anwohnende zur Teilnahme ein. Darüber hinaus wird die Entstehung des Mikro-Waldes auf unserer Homepage vorgestellt und dokumentiert, sodass sich auch Interessierte außerhalb des Quartiers über das Projekt informieren können. Für die kommenden Wochen ist außerdem die Veröffentlichung eines Instagram-Reels geplant, das gemeinsam mit einem Kollegen erstellt wird und die Entstehung des Mikro-Waldes sowie die gemeinschaftliche Pflanzaktion einer breiten Zielgruppe näherbringt.
Zur nachhaltigen Umweltbildung werden in Kürze zwei Informationstafeln aufgestellt. Sie laden Besucherinnen und Besucher zum Verweilen ein und vermitteln Wissenswertes über den Mikro-Wald, seine ökologische Bedeutung sowie die Entstehungsgeschichte und die gemeinschaftliche Pflanzaktion.
Derzeit entwickeln wir außerdem einen Mitmach-Koffer zum Thema „Mikro-Wald“, der dem benachbarten Familienzentrum für die weitere Umweltbildungsarbeit mit Kindern zur Verfügung gestellt wird. Mit anschaulichen Materialien und praktischen Mitmach-Angeboten soll er das Thema Biodiversität und naturnahe Lebensräume altersgerecht vermitteln und die Kinder dazu anregen, die Natur mit allen Sinnen zu entdecken.
Auch über die Pflanzaktion hinaus soll der Mikro-Wald ein lebendiger Ort des Austauschs bleiben. Geplant sind regelmäßige gemeinsame Pflegeeinsätze und Informationsveranstaltungen, bei denen Anwohnende, Kinder und weitere Interessierte die Entwicklung des Mikro-Waldes begleiten und aktiv zu seinem langfristigen Erhalt beitragen können.
Der Mikro-Wald ist damit nicht nur ein ökologisch wertvoller Lebensraum, sondern auch ein sichtbares Beispiel dafür, wie gemeinschaftliches Engagement, Umweltbildung und nachhaltige Freiraumgestaltung erfolgreich miteinander verbunden werden können. Er dient als Vorbild für naturnahe Gestaltung im Wohnumfeld und regt dazu an, ähnliche Projekte auch an anderen Standorten umzusetzen.














