Essbare Stadt Bocholt-Borken legt eine Wildblumenwiese und ein Sandarium unterm Insektenhotel an

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44 m²

Vereins- und Gemeinschaftsgärten, Liegenschaften und Sonstige

Nordrhein-Westfalen, 46325 Borken

Essbare Stadt Bocholt-Borken, Angelika Bulla (20 Personen)

Schon lange störte uns der im Laufe vieler Jahre völlig verlandete “Teich“ in einem ehemaligen Schrebergarten, den wir vor einigen Jahren von der Stadt Borken übernommen hatten. Wuchernde Gräser, die keinen Wert für Isekten haben, wildes Gestrüpp und unwegsames Gelände auf Grund vieler Steine ließ uns dann auf die Idee kommen, eine Wildblumenwiese, ein Insektenhotel und ein Sandarium anzulegen. Denn auch die Sandbienen möchten ein Zuhause haben.

Also erkundigten wir uns, was zu tun ist, und im März 2026 rückte dann endlich der Minibagger an. Stück für Stück verschwand die brüchige Folie, die wuchernden Gräser und die dicken Steine, die wir für ein weiteres Projekt zur Seite legten.

Im zweiten Schritt besorgten wir Sand, um den Boden abzumagern. Einige Kubikmeter wurden geholt und mit vereinten Kräften die 10 cm dicke Sandschicht aufgebracht, die anschließend noch eingearbeitet werden musste. Nachdem der Boden so vorbereitet war, streuten wir noch Kalk aus und säten unseren Wildblumensamen. Leider wurde erstmal nicht viel daraus. Es wollte in der Zeit einfach nicht regnen. Aber infolge einer Nachsaat im Mai – da regenete es nämlich ordentlich – kamen so die ersten zaghaften Sprösslinge. Und zur Freude aller ist nun endlich unsere Wildblumenwiese entstanden.

Unser zweites Projekt war das Sandarium. Zwei Gruppenmitglieder machten sich kundig und platzierten es unter dem bereits vorhandenen Insektenhotel auf der Wiese. Dazu gruben sie ein 50 cm tiefes Loch von etwa 1 qm Grundfläche, füllten es zu einem Viertel mit Kies und danach mit ungewaschenem Maurersand, der sich hervorragend dazu eignet, weil die Gänge der Sandbienen auch bei Trockenheit nicht zusammenfallen, und legten zur besseren Sichtbarkeit abgestorbenen Äste rundherum. Eventuell ungebetener Katzenbesuch wird durch das Platzieren von dornigen Zweigen verhindert.

Das Insektenhotel wird fleißig angeflogen, die meisten “Wohnungen“ sind belegt, im Sandarium haben wir auch schon einige summende Freunde niedergelassen.

Im Herbst werden wir mähen und neu aussäen, damit es im Frühling wieder bunt sprießen kann.

Über unsere Gruppe

Die Essbare Stadt ist ein Zusammenschluss von Menschen die Spaß am naturnahen Gärtnern haben und bewirtschaften mit vielen Mitgliedern mehrere Beete. Die ökologischen Aspekte sind uns sehr wichtig. Diverses Gemüse wird an einem Regal für vorüber kommende Personen verschenkt.

Vorher- & Nachher-Bilder

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Tierfreundliche Gartenstrukturen (Jurykriterium)

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