Ein neues Wildbienenhaus mit Wildbienenmonitoring und weitere Biotope für unseren Permakulturgarten

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584 m²

Privatgärten groß (ab 500 m²)

Bayern, 96135 Stegaurach

JASA’s Permakulturgarten (6 Personen)

Auf einer 500 Quadratmeter großen Fläche mit vormals trockener Wiese und
nach Süden ausgerichteter Hanglage war im Sommer alles Grün vertrocknet, der Boden hart und bis in tiefere Schichten wie gebacken (verdichtet, erwärmt, ausgetrocknet). In den letzten dreieinhalb Jahren haben wir hier einen Permakultur-Waldgarten angelegt, der gleichermaßen der Selbstversorgung mit Obst- und Gemüse dient und Lebensraum sowie Nahrung für Insekten und kleine Wildtiere bietet.

Diesen Winter/Frühling haben wir unsere Kleinbiotope, die wir die letzten Jahre angelegt hatten (Teich, Sandarium, Wildblumenwiese, Reptilienburg, Insektenturm, Wildobststräucher) um mehrere neue Kleinbiotope ergänzt:

  • eine 33m lange Benjeshecke
  • einen Käferkeller
  • ein Kraterbeet
  • neue Blumenbeete
  • ein Wildbienenhaus inklusive Wildbienen-Monitoring-Nistblock eines Forschungsprojektes der Universität Bamberg

Das Wildbienenhaus haben wir als Familienprojekt zusammen mit unseren Kindern umgesetzt, die sowohl bei der halbjährlichen Dokumentation des Monitorings mitmachen als auch zusammen mit ihren Gästen beobachten, wie viele Wildbienen bereits in das Bienenhotel eingezogen sind.
Für den Bau des Regals  haben wir auf vorhandene Altmaterialien zurückgegriffen. Für die Niströhren haben wir spezielle Pappröhren, Haferstrohhalme und hohle Pflanzenstängel genutzt, die wir jeweils hinten mit Lehm verschlossen haben. Der Nistblock fürs Monitoring wurde von der Bamberger Lebenshilfe hergestellt. Zudem haben wir einen Tontopf mit Stampflehm gefüllt sowie eine flache Schale mit Steinen und Wasser aufgestellt und weiteres Totholz ergänzt. Einen alten Holzkasten mit ein paar Löchern drin haben wir mit Holzspänen und Schafwolle gefüllt, als Versuch eines Hummelkastens – mal schauen, wer da einzieht. Hummeln finden bereits viele Erdhöhlen in den Strukturen, die wir über die letzten vier Jahre im Garten angelegt haben. Feldwespen scheinen sich mehr für den Kasten zu interessieren.

Ergänzend zum neuen Wildbienenhaus haben wir in der unmittelbaren Umgebung weitere Blumen- und Staudenbeete angelegt.

Bei der Anlage des Kraterbeetes haben wir eine mehrere Quadratmeter große Fläche terrassenförmig ausgehoben und dabei Lehm-Steilwände geschaffen, die von Bodennistenden Wildbienen sofort angenommen wurden. Die Terrassen haben wir unterschiedlich bepflanzt.

Der Käferkeller entstand in einem Teamevent mit Kolleg*innen. Wir hoben eine 1-qm große Grube aus, füllten sie mit verschiedenen Totholzarten, Laub und Rindenstücken, Setzten eine große alte Baumwurzel darauf und deckten diese rundherum mit Totholz und Rinden ab, bis nur noch der schöne Baumstumpf zu sehen war.

Die Benjeshecke bauten wir aus einer großen Menge Schnittgut, die bei Bauarbeiten für einen Weg in der Nähe anfielen. Um den Bewuchs zu beschleunigen, ergänzten wir den Totholzwall um Stecklinge verschiedener Beerensträucher, pflanzten mehrere Weiden, Wildobstbäumchen und einen Hopfen. Sie erstreckt sich entlang der kompletten Ostseite des Gartens und ist ca. 32 m lang und derzeit knapp einen Meter hoch.

Bei öffentlichen und privaten Gartenführungen geben wir Wissen und Erfahrungen weiter.

Über unsere Gruppe

Wir sind eine vierköpfige Familie, die auf dem Grundstück der Großeltern einen Permakulturgarten angelegt haben. Dieser dient einerseits zur Versorgung mit Gemüse und Obst und soll andererseits Tieren und Insekten einen Lebensraum bieten. Die Großeltern unterstützen fleißig bei unserem Vorhaben.

Vorher- & Nachher-Bilder

Pflanzen & Beete (Jurykriterium)

Tierfreundliche Gartenstrukturen (Jurykriterium)

Aktionen: Wissen & Begeisterung weitergeben (Jurykriterium)

Plan zur Gartenpflege

Wir machen die Gartenpflege selbst: Stück für Stück und immer nur so viel wir schaffen. Zwischen den Beeten darf immer wieder Wildwuchs herrschen und einzelne Bereiche werden nie betreten. Staudenbeete müssen natürlich von zu viel Gräsern frei gehalten werden, ebenso das Sandarium und der Teich. Bei großer Hitze muss Wasser in den Teich nachgefüllt werden und gelegentlich, bei anhaltender Trockenheit, lässt sich das Gießen der Beete, Bäume, Sträucher und Hecken nicht vermeiden. Regen- und Küchenwasser wird hierfür immer aufgefangen.

Pflanzliste

Neu in 2026 kamen hinzu:
  • Speierling
  • Wildapfel
  • Quitte
  • Weide, verschiedene Sorten
  • Weißdorn
  • Mispel
  • Himbeersträucher
  • Küchenschelle
  • Zahlreiche Löwenmäulchen
  • Noch mehr Nachtkerzen, Natternkopf, Taubenkopf-Leimkraut,…
  • Mandelröschen
  • Schönauge
  • Holunder
  • Brombeere
  • Brennessel (gezielt gesät und in einem Bereich angesiedelt)
  • Nachtkerze
  • Frühblüher
  • Wildlauch, verschiedene Sorten
  • mehrere weitere Lavendel
  • ungefüllte Dahlien
  • Hopfen
  Grober Überblick der Pflanzen, die wir insgesamt seit Beginn der Anlage in den letzten vier Jahren angepflanzt haben:

o Hochstämme/Streuobstbäume: Apfel, Birne, Süß- und Sauerkirsche

o Halbstämme und Säulen-/Buschbäume

Haselnusssträucher

Mandel, Aprikose, Pfirsich, Reneclode, Feige, Quitte

Kornelkirsche, Apfel, Birne, Zuckerahorn, Maulbeeren, Felsenbirnen, Weiden, Eingriffliger Weißdorn

 

o Sträucher, jeweils mehrere in unterschiedlichen Sorten

Sanddorn

Aroniabeeren

Japanische Scheinquitte

Johannisbeeren, Stachelbeeren

Berberize

Blaubeeren

Brombeeren, Himbeeren

o Stauden

insektenfreundliche Blühstauden mit unterschiedlichen Standortansprüchen

essbare Stauden: Erdbeeren, Rhabarber, Kräuter

o Ein- und mehrjährige heimische Wildblumen

o ein- und mehrjährige Gemüsepflanzen, auch alte Sorten, bio, samenfest

Jubelbilder

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