Beim Anlegen meines Sandariums bin ich auf ein Problem gestoßen: Was mache ich mit dem Aushub? Statt ihn abzufahren, habe ich daraus ein Sumpfbeet in einer alten betonierten Jauchegrube aufgebaut. So entstanden aus einer einzigen Aktion zwei völlig unterschiedliche Lebensräume.
Für das Sandarium wurden 15 m² Fläche 30 cm abgegraben und mit 7 Tonnen Sand befüllt. Bepflanzt habe ich es mit heimischen Arten: z.B. Färber-Wau, Stauden-Lein, Heil-Ziest, Gewöhnlicher Wundklee und Nordischer Drachenkopf. Das Sumpfbeet entstand auf 3 m² aus dem abgetragenen Boden – ressourcenschonend und ohne zusätzlichen Aufwand. Hier wachsen Trollblume, Sumpf-Labkraut, Prachtnelke, Sumpf-Storchschnabel, Geflügeltes Johanniskraut und Wasser-Minze.
Beide Bereiche haben sich schnell belebt: Im Sandarium graben Lehmwespen oder die rotbeinige Furchenbiene ihre Brutgänge, Ameisen bauen fleißig. Schmetterlinge und viele weitere Insekten besuchen regelmäßig beide Bereiche.
Die Projekte habe ich auf meinem Blog antje-mueller.net dokumentiert. Am 20. Juni 2026 war mein Garten Teil einer öffentlichen Gartentour der Regionalgruppe Mittelhessen des NaturGarten e.V., außerdem besuchte mich eine Journalistin für einen Pressebericht.
































