Auf einer rund 1.500m2 großen Fläche wurden im Herbst 2025 die Grasnarbe entfernt, der Boden durch die Einarbeitung von altem Spielplatzsand abgemagert und Blumenzwiebeln gesteckt. Im Frühjahr 2026 erfolgte die Einsaat durch die Rieger-Hofmann-Blühmischungen „Schattsaum“ sowie „Schmetterlings- und Wildbienensaum“. Da sich die mehrjährigen Arten trotz zusätzlicher Bewässerung zunächst nur zögerlich entwickelten, wurde die Fläche mit einem geringen Anteil einer einjährigen Saatgutmischung des ortsansässigen Saatgutmittelherstellers ergänzt. Somit soll bereits im ersten Jahr der Neuanlage ein Nahrungsangebot für Insekten geschaffen werden.
Eine weitere Herausforderung stellte das starke Aufkommen der Spreizenden Melde (“Atriplex patula“) dar. Durch einen Schröpfschnitt und das händische Entfernen der Pflanzen konnte ihre Ausbreitung reduziert werden (Stand Anfang Juli). Es sind mittlerweile die ersten Blühpflanzen auf der Fläche sichtbar.
Ergänzend wurden ein Totholzhaufen und eine Sandlinse als zusätzliche Lebensräume angelegt. Besonders die Sandlinse wurde von Insekten schnell angenommen und ergänzt das bereits vorhandene Insektenhotel sinnvoll.
Das Projekt zeigt, dass die Entwicklung naturnaher Flächen Geduld erfordert und nicht immer geradlinig verläuft. Aus den dabei gewonnenen Erfahrungen können wir für zukünftige biodiversitätsfördernde Flächen lernen und die Planung, Anlage und Pflege weiterer naturnaher Flächen verbessern.















