40 m²
Kita-Gärten
Hessen, 69483 Wald-Michelbach, Siedelsbrunn
Naturkindergarten „Bei den Eichhörnchen“ in Siedelsbrunn (25 Personen)
Auf dem Gelände unseres Naturkindergartens „Bei den Eichhörnchen“ in Siedelsbrunn haben wir einen Blühstreifen für Insekten angelegt. Jeden Tag erfreuen wir uns aufs Neue an der bunten Blütenvielfalt und den zahlreichen Bienen, Schmetterlingen und vielen weiteren Insekten, die hier Nahrung und Lebensraum finden.
Bevor wir mit unserer Arbeit beginnen konnten, wurde die Fläche von einem Landwirt mit einer Kreiselegge sorgfältig bearbeitet und geeggt. Anschließend war dennoch einiges an Handarbeit nötig: Mit viel Mühe haben wir die Grasnarbe entfernt, den Boden immer wieder gelockert und sorgfältig vorbereitet, bevor wir schließlich die Samen aussäen konnten.
Doch mit der Aussaat allein ist es nicht getan. Ein Blühstreifen braucht regelmäßige Pflege, damit sich die Blumen gut entwickeln können. Deshalb entfernen wir immer wieder nachwachsendes Gras und unerwünschte Wildkräuter, die zwischen den Blühpflanzen aufgehen und ihnen Licht, Wasser und Nährstoffe nehmen würden.
So leisten wir gemeinsam einen kleinen, aber wertvollen Beitrag zum Schutz der heimischen Insektenwelt und schaffen einen Ort, an dem Natur hautnah erlebt werden kann.
Über unsere Gruppe
An dem Projekt waren insbesondere die Kinder des Naturkindergartens „Bei den Eichhörnchen“ in Siedelsbrunn beteiligt. Bei der Vorbereitung des Bodens unterstützten uns engagierte Eltern tatkräftig. Auf den Wettbewerb wurden wir durch das Begegnungszentrum (BeGehZett) in Wald-Michelbach aufmerksam.
Die Blühfläche erfreut seither täglich die Kinder und ihre Eltern, die gemeinsam die bunte Blütenpracht und den großen Insektenreichtum beobachten. Auch vorbeispazierende Menschen bleiben immer wieder stehen, bestaunen die Blumenvielfalt und freuen sich über den lebendigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz.
Plan zur Gartenpflege
Wir pflegen den neu angelegten Blühstreifen selbst.
Im Frühling haben wir die Erde von den durch die Kreisel-Egge zerkleinerten Grasnarben-Stücke befreit. Den Boden haben wir mit Rechen und einem Hacken-Zinken immer wieder durchgegangen, um auch noch restliche Grasnarben-Stücke zu entfernen. Danach haben wir den Samen mit Sand vermischt und auf der vorbereiteten Erde ausgebracht.
Als die Samen aufgingen haben wir täglich unerwünscht aufgehendes Gras und Unkräuter entfernt. Ganz besonders die weiße Melde kam überall zum Vorschein.
Sommer: Im Sommer staunen wir täglich über die Blütenpracht und die vielen Bienen, Schmetterlinge und Insekten, die sich auf den Blüten niederlassen.
Herbst: Vor dem ersten Frost Werden wir die Sommerblumen abmähen und abräumen. Danach werden wir mit einer Gartenfräse den Boden umgraben
Im nächsten Frühjahr steht wieder eine flache Bodenbearbeitung an – bevor die Mischung wieder ausgesät wird.
Pflanzliste
Wir haben die Blüh-Mischung „Gönninger SommerPracht“ verwendet.
Mischung einjähriger Sommerblumen, bestehend aus über 50 Arten. Als Reminiszenz an die Geschichte des Ortes gibt es seit einigen Jahren eine prächtige Sommerblumenmischung, deren aufeinander abgestimmte Zusammensetzung für eine durchgehende aber immer wieder wechselnde Blüte vom Frühsommer bis in den Herbst hinein sorgt.
Zur Gönninger Sommerpracht gehören typischerweise Arten wie:
- Kornblume (Centaurea cyanus)
- Klatschmohn (Papaver rhoeas)
- Ringelblume (Calendula officinalis)
- Schmuckkörbchen (Cosmea, Cosmos bipinnatus)
- Sonnenblume (Helianthus annuus)
- Jungfer im Grünen (Nigella damascena)
- Schleierkraut (Gypsophila elegans)
- Kornrade (Agrostemma githago)
- Studentenblume (Tagetes)
- Duftwicke (Lathyrus odoratus)
- Bechermalve (Lavatera trimestris)
- Kalifornischer Mohn (Eschscholzia californica)
- Leinkraut und Lein (Linum-Arten)
- Zinnien (Zinnia elegans)
- Sommerastern (Callistephus chinensis)