Biodiversitätssaum im Zukunftsgarten

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150 m²

Kommunale Flächen

Bayern, 91795 Dollnstein

Landkreis Eichstätt mit dem Kreisverband für Gartenbau und Landespflege (50 Personen)

Mitten im Naturpark Altmühltal entsteht zwischen Dollnstein und Ried ein Lehrgarten für den Landkreis Eichstätt. Eine essbare Hecke mit angrenzender Käferwiege wurden bereits im Herbst 2025 angelegt. In der Hecke befinden sich klimaangepasste Arten von  Maulbeere, Quitte und Mispel über verschiedene Weißdorne und Aroniakreuzungen bis zu Granatäpfeln. Am Rande der Hecke wurde mittels Totholzstämmen und Rindenstücken eine Käferwiege angelegt. Das langsam verrottende Holz umgeben von Gehhölzstrukturen bietet einen wichtigen Lebensraum für verschiedene Käferlarven. Im Rahmen eines Seminars des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege wurde im Mai 2026 mit verschiedenen Akteuren aus der Region ein vielfältiges Staudenbeet angelegt, welches ein weiteres Element des Biodiversitätssaumes bildet. Die Staudenarten wurden gemeinsam mit einer lokalen Bio-Staudengärtnerei zusammengestellt und beinhalten sowohl heimische Arten als auch Kultursorten. So soll gezeigt werden, wie Nahrungsspezialisten mit speziellen Wildarten gefördert werden können, ohne auf den dekorativen Effekt, welchen viele Kultursorten mit sich bringen, zu verzichten. Im Zentrum der Fläche befindet sich ein schütter bepflanztes Sandarium, welches Nistmöglichkeiten für bodenbrütende Wildbienen bietet. Tonröhren, Findlinge und Wurzelstöcke bieten Unterschlupf und Lebensraum für Reptilien. Die Beetbegrenzung aus Totholzstämmen mit Bohrlöchen bieten weitere Nistmöglichkeiten. Der Lehrgarten befindet sich an einem Radweg und ist umgeben von beliebten Wanderruten im Altmühltal. Er ist jederzeit öffentlich zugänglich. Mittels Infotafeln werden den Besucherinnen und Besuchern die verschiedenen Elemente und deren Nutzen für die Natur erklärt. Wo früher intensiv gemähter Sportrasen war, befindet sich nun ein sich entwickelndes Refugium für viele verschiedene Pflanzen- und Tierarten. Angrenzende Spiel- und Picknickbereiche laden zum verweilen ein. Der Zukunftsgarten des Landkreises soll exemplarisch zeigen, wie Nutzung durch den Menschen und Förderung der Artenvielfalt nicht nur miteinander vereinbar sind, sondern sich auch gegenseitig begünstigen können.  Über die Pflanzaktionen wurden in der Regionalpresse berichtet und die Fläche mit all ihren Bewohnern auf den Instagram-Kanal des Landkreises vorgestellt. Mir dem gelieferten Impulsen aus dem Seminar, erhoffen sich die Akteure, dass viele weitere Biodiversitätsbeete im Landkreis entstehen werden.

Über unsere Gruppe

Landkreis Eichstätt, Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege, Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Eichstätt, örtliche Gartenbauvereine und lokale Akteure (Naturschutzwächter*innen, Gemeindevertreter*innen)

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Vorher- & Nachher-Bilder

Pflanzen & Beete (Jurykriterium)

Tierfreundliche Gartenstrukturen (Jurykriterium)

Aktionen: Wissen & Begeisterung weitergeben (Jurykriterium)

Plan zur Gartenpflege

Der Garten wird durch den Landkreis unterhalten und von Mitarbeitenden des Landratsamtes, Fachbereich Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Grünplanung gepflegt. Die Stauden und Gehölze wurden nach der Pflanzung während trocken-heißen Perioden bis zum Anwachsen gegossen, später wird kein Gießen mehr notwendig sein. Durch Sandmulch im Staudenbeet und Holzmulch im Bereich der essbaren Hecke ist die Entfernung bedrängender Beikräuter auf ein minimum reduziert. Es werden bewusst Brennnesseln, Löwenzahn und andere Wildkräuter stehen gelassen, so lange die gepflanzten Gewächse nicht bedrängt werden. Im Frühjahr vor dem Neuaustrieb werden die Heckenpflanzen gestutzt und abgestorbene Pflanzenteile und dominante Beikräuter im Staudenbeet entfernt. Im Bereich des Sandariums wird zukünftig bei zu starken Aufwuchs, die Vegetation reduziert, um offene Bodenstellen zu erhalten.

Pflanzliste

Pflanzliste – NaturaDB

Jubelbilder