Weit mehr als 500 Bienenarten gibt es in Deutschland – neben der „klassischen“ Honigbiene, die ihr Zuhause beim Imker hat, sind dies zahlreiche Wildbienen, darunter viele gefährdete Arten. In einem bienenfreundlich geplanten und gestalteten Garten mit reichlich Nahrungsquellen finden sie ideale Aufenthalts- und Lebensbedingungen.
Ein herausragendes Beispiel für einen solchen Garten ist das grüne Wohnzimmer eines Ehepaars aus Borken, für dessen Gestaltung Landschaftsgärtner Claus Wansing einen (noch) ungewöhnlichen Wunsch erfüllt: den Verzicht auf einen pflegeintensiven, für Insekten wertlosen Rasen. So entstand ein Garten im natürlichen Gleichgewicht, der alles bietet, was Gartenbesitzer von einem gepflegten Außenbereich erwarten – und der Natur gut tut.
Ein Hauptaugenmerk lag auf der Bepflanzung: „Natürliche Vielfalt beginnt mit der Auswahl der richtigen Pflanzen und der sorgfältigen Vorbereitung des Bodens. Beides muss perfekt aufeinander abgestimmt sein, nur dann kann ein lebendiges, artenreiches Biotop entstehen, das dauerhaft stabil bleibt.
So wurde der „Rasenersatz-Bereich“ mit Sand und einer oberen, ca.10cm starken Deckschicht aus einem einem Substrat aus Ziegelsplitt und Lava aufgefüllt und dann mit weitestgehend trittfesten, trockenheitsresistenten Stauden wie Sandthymian, Sedum in Sorten, Röm. Fiederpolster, Teppichkamille u.a. bepflanzt.
Die Beete wurden mit einer Vielzahl von Staudenarten und Gehölzen bepflanzt, immer mit Blick auf den Nutzen für die Natur, aber auch visueller Attraktivität.
Erhöhte Beete aus Trockenmauern und Backstein dienen als Stauden-, Kräuter und Gemüsebeete.
Eine ca.3m² große und 80cm tiefe Wasserstelle mit entsprechender Bepflanzung und einer Steinbank bietet Erfrischung und Lebensraum für allerlei Getier und ist ein toller Ort zum Verweilen.
Alles in allem ein Garten der viele Bedürfnisse für Mensch und Tier erfüllt.

















