Der Ursprung unseres Projekts war der Wunsch, unseren Schulhof naturnäher, artenreicher und für Insekten lebensfreundlicher zu gestalten. Wir sichteten im Ort verschiedene lokale Projekte z.B. im örtlichen Garten des Naturschutzbundes Groitzsch. Dabei entwickelten wir erste Ideen für ein Bienenhotel. Schnell wurde klar: Ein einfaches Insektenhotel reicht nicht aus – wir wollten eine wirklich funktionale, sichere und nachhaltige Nisthilfe, die Wildbienen tatsächlich nutzen können.
Von der Idee zur Planung
In ersten Skizzen beschäftigten wir uns mit der Frage, wie ein Bienenhotel gebaut sein muss, damit es nicht nur dekorativ wirkt, sondern ökologisch sinnvoll ist. Dazu gehörten Überlegungen zu Nisthilfenaufbau, geeigneten Materialien, Schutz vor Witterung und der optimalen Standortwahl.
Wir entschieden uns für ein stabiles Grundgerüst aus Robinienstämmen, die fest im Boden verankert wurden. Das Dach sollte als Gründach gestaltet werden – für zusätzliche Biodiversität, Temperaturregulierung und Regenwasserrückhalt.
Bauphase mit älteren und jüngeren Schüler*innen
Der Rohbau entstand gemeinsam mit älteren Schülern, die das Grundgerüst errichteten und die Wände mit Lehm verschmierten. Anschließend übernahm eine engagierte Gruppe von Fünftklässlern die Weiterarbeit:
- Sie bauten das Gründach mit Regenablauf,
- verstärkten die Lehmwände,
- und gestalten aktuell 16 Innenfelder, die unterschiedliche Lebensräume bieten.
Die Innenstruktur – Vielfalt für viele Arten
Die Innenbereiche wurden bewusst abwechslungsreich gestaltet, um verschiedenen Wildbienenarten und anderen Tieren geeignete Nistmöglichkeiten zu bieten:
- Strohhalme aus dem eigenen Schulgelände
- Bambusröhrchen in unterschiedlichen Durchmessern
- Hartholzscheiben mit präzisen Bohrungen
- Große Steine im unteren Bereich als Rückzugsort für z. B. Eidechsen
- Lehmflächen für grabende oder mauernde Arten
Alle Materialien wurden so verarbeitet, dass sie wirklich nutzbar sind – ohne scharfe Kanten, Splitter oder zu große Hohlräume.
Standort und zukünftige Umgebung
Das Bienenhotel steht an einem sonnigen Platz mit Süd‑West‑Ausrichtung, ideal für Wildbienen. Rundherum soll in den kommenden Monaten eine bunte Wildblumenwiese entstehen – geschützt durch Baumstämme und Steine, damit sie nicht versehentlich betreten wird.
Geplant sind außerdem:
- Zwei Besucherwege, die durch die Wiese direkt zum Bienenhotel führen
- Ein Informationsschild mit QR‑Codes, das Wissen zu folgenden Themen vermittelt:
- Wildbienen‑Grundwissen
- Artenvielfalt
- Lebensweise
- Nahrungspflanzen
- Gefahren_und_Schutz
- Mitmach‑Tipps für Besucher
- Grafiken und Bilder zur Entstehung des Projekts
Ob diese Informationen später digital, als Tafel oder über QR‑Codes umgesetzt werden, ist noch offen. Klar ist jedoch: Das Bienenhotel soll Schulklassen, Eltern und allen Besucherinnen und Besuchern Wissen vermitteln und gleichzeitig ein lebendiges Beispiel für gelebten Naturschutz sein.
An einem heißen Tag überlegte die Gruppe wie Wildbienen im hiesigen Hotel freundlich empfangen werden und einchecken können. Der Name wurde demokratisch gewählt und soll zukünftig sichtbar am Hotel angebracht werden:
Herzlich Willkommen im
„AirBee&Bee“ des Wiprechtgymnasium
