Kleine Hände schaffen Lieblingsplatz- Begegnungspunkt für Mensch und Tier!

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20 m²

Kommunale Flächen

Nordrhein-Westfalen, 59955 Winterberg

Naturprojekt Vorschulkinder „die fleißigen Bienchen“ (19 Personen)

Unter dem Motto „Kinder erobern das Dorf“ habe ich im Rahmen meiner Ausbildung zur Erzieherin in der Kita in Grönebach ein kreatives Angebot geschaffen, bei dem die Kinder nicht nur mitmachen, sondern aktiv mitgestalten konnten.

Zu aller erst haben die Kinder ihren Heimatort auf kreative Weise entdeckt und gemeinsam eine Holzbank bemalt. Diese wurde zum Mittelpunkt der neuen grünen Umgebung, um der eine Blumenwiese gepflanzt wurde, ganz nach dem Motto: „Ein Platz für Mensch und Tier.“ Die Kinder stellten fest, dass es auf dem Weg für Spaziergänge wenig Rastplätze für die Menschen sind. Ein weiteres Kind sagte, aber die Bienen und Schmetterlinge haben auch keinen Platz um eine Pause zu machen. Mit diesen zwei Gedanken entschieden wir uns dafür einen Ort für beide zu gestalten, an dem die Menschen und Tiere gleichzeitig zur Ruhe kommen können. Wir suchten uns einen geeigneten Ort, klärten die Nutzung und starteten voller Begeisterung sofort mit der Umsetzung. Jedes Kind bekam eine Harke und Blumensamen in die Hand, nach und nach haben alle Samen ihren Platz in der Erde gefunden. Dieser grüne Ort findet seinen festen Platz in dem “Stationsweg“ in Grönebach, der wohl beliebteste Weg für Spaziergänge. Die Kinder pflanzten eine bunte Blumenvielfalt um die Bank herum und pflegen diese regelmäßig mit mir. Egal ob Unkraut in der Erde zwischen den Blumen oder das Gießen, an trockenen Tagen. Es sind schon so viele Tiere dort auf den Blumen gelandet, besonders viele Hummeln und Bienen fliegen herum und genießen die bunten vielfältigen Blumen. Die Kinderaugen strahlten als sie die Pflanzen und Wachsfortschritte der Blumenwiese sahen. Neben der Bank, zwischen den bunten Blumen für Insekten, stellten wir ein Schild auf, auf denen die Kinder sich in Form eines Fingerabdrucks als Tier verewigt haben. Die bunt bemalte Bank und die bunten Blumen drum herum schaffen einen Lieblingsplatz für viele Dorfbewohner als auch Wandergäste. Das bereits angekommen Lob bei den Kindern und mir sorgt für Ehrgeiz und Neugierde sich um den Platz zu kümmern. Ein gelungenes Beispiel dafür, was entsteht, wenn die Kinder aktiv in gestaltende Angebote einbezogen werden und so umwelt- und tierbewusster durch die Natur gehen.

Über unsere Gruppe

Die Projektleitung lag bei mir, Mara Appelhans. In der Berufsschule war die Projektarbeit Hauptbestandteil. Zunächst musste erstmal alles organisiert werden. Zusammen mit meinen ArbeitskollegInnen, den zehn Vorschulkindern und meiner Familie reifte die Idee eine kleine Ruheoase für Mensch und Tier zu schaffen. Die Rahmenbedingungen wie Flächennutzung, Materialbeschaffung, maschinelle Vorbereitungen usw. wurde dabei größtenteils von mir organisiert. In der dörflichen Struktur verlaufen Absprache meistens persönlich, man kennt sich. Um das Projekt möglich machen zu können habe ich folgende Absprachen getätigt: Kirchenvorstand zur Überlassung einer Sitzbank; Malermeister zur Farbberatung; Bürgermeister, Ortsvorsteher sowie angrenzende Besitzer der Wiesen zur Genehmigung/ Information der Flächennutzung. Die Kinder waren von Anfang an begeistert dabei, sie überlegten und diskutierten über die Farben der Bank, die Blumenfarben, die Größe der Blumen und das Aussehen der Blumen. Zudem teilten sie eigenständig die Gießdienste und Zuständigkeiten ein. Die Kinder wurden während des ganz normalen Kita-Alltags immer wieder auf den aktuellen Stand gebracht. Die Kommunikation mit den Eltern der Kinder verlief über einen Infoelternbrief und Aushänge anhand von Bildern. Als Überraschung für die Eltern und Kinder drehte ich parallel ein Video, dieses wurde Ihnen nach Beendigung des Projekts zur Verfügung gestellt.

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Vorher- & Nachher-Bilder

Pflanzen & Beete (Jurykriterium)

Tierfreundliche Gartenstrukturen (Jurykriterium)

Aktionen: Wissen & Begeisterung weitergeben (Jurykriterium)

Plan zur Gartenpflege

10 Kinder und ich haben uns die Arbeit aufgeteilt. Frühling: Beet umgraben, Samen neu einsähen, Unkraut entfernen, erste regelmäßige Gießroutinen beginnen. Sommer: tägliches gießen, Verblühtes entfernen, Unkraut entfernen, Kontrolle auf Schädlinge Herbst: Abgeblühte Pflanzen zurückschneiden, Blumenzwiebeln/ Samen für das Frühjahr setzen, Laub entfernen Winter: kein gießen notwendig, Planung fürs neue Jahr, Werkzeuge reinigen und sortieren, Beobachtungen der Blumen dokumentieren und für das nächste Jahr berücksichtigen Die Kinder und ich haben einen Plan der rotierend geschrieben wurde. In den Ferien wurden die Urlaube natürlich berücksichtigt.

Pflanzliste

Adonisröschen, Aster, Kornrade, Fuchsschwanz, Kornblume, Cosmee, Mädchenauge, Trichtermalve, Magerite, Natterkopf, Ringelblume, Steinkraut, Schleierkraut, Kalifornischer Mohn, Kokardenblume, Sonnenblume, Klatschmohn, Bienenfreund, Resede, Sonnenhut, Studentenblume, Kapuzinerkresse, Zinnie

Jubelbilder