Der Natur auf der Spur
„Sage es mir, und ich vergesse es; zeige es mir. und ich werde mich erinnern; lass es mich tun, und ich behalte es“ (Konfuzius) Die Uni Kita „Im Treff“ in Trier hat sich für das Naturprojekt ´Der Natur auf der Spur’ – in mehreren Bundesländern vom NABU initiiert- entschieden.
In der Kita setze ich daher als Naturbotschafterin seit letztem Jahr regelmäßig verschiedene naturkundliche Maßnahmen mit Kindern im Vorschulalter um. Im letzten Jahr standen in der Kita das Anlegen mit Pflege und Nutzen von 2 neuen gespendeten Hochbeeten im Mittelpunkt. Später erfolgte die Reaktivierung eines älteren Hochbeets.
In den letzten Monaten konnten nun eine Bearbeitung und Begrenzung eines umzugestaltenden Geländes durch Setzen von Weidenstecklingen gemeinsam mit den Kindern und Erzieher erfolgen. Im angrenzenden Teil des Außengeländes wurde zusätzlich in den letzten Monaten an der Mitgestaltung des Inhalts eines großen gespendeten Insektenhotels und an der Herstellung eigener kleiner Insektenhotels gearbeitet. Im umzugestaltenden naturnah anzulegenden Teil des Außengeländes der Kita wurde darüber hinaus im Mai mit dem Anlegen von Blühstreifen begonnen, um insbesondere Wildbienenarten, die das Insektenhotel aufsuchen und weitere Insekten anzulocken. Ein Teil des Außengeländes der Kita wurde so – wo möglich – mit den Kindern neu angelegt bzw. bearbeitet. Dabei stand und steht in dieser Projektarbeit nicht eine reine Umgestaltung im Vordergrund, sondern vor allem immer wieder der achtsame Umgang mit der einheimischen Natur, den pflanzlichen und tierischen Organismen und als ganz wesentlicher Aspekt dabei die Nachhaltigkeit unseres Tuns.
So erhalten die Kinder der Projektgruppe ‘Der Natur auf der Spur’ der Uni- Kita in Trier-Tarforst bereits in der frühkindlichen Bildung einen direkten Zugang durch ihr praktisches Tun im Umgang mit Biodiversität und darüber hinaus vor allem mit verschiedenen bedrohten einheimischen Arten. Vor allem das Insektenhotel mit seiner Besiedlung durch verschiedene Wildbienenarten lockt dabei nicht nur die Wildbienen, sondern auch die Kinder an. Nicht nur durch das Beobachten, sondern durch das eigene Mittun wie z.B. ‘Naschpflanzen’ selbst aussuchen und mit pflanzen zu dürfen, das Aussäen verschiedener Pflanzen, dafür mitverantwortlich zu sein, sie auch regelmäßig mit Hilfe zu pflegen und zu gießen.
Auch gemeinsam Insektenhotels mit zubauen, sie in einen sog. ´Lebensturm’ zu stellen, den Standort neuer Nistkästen mit zu bestimmen z.B. war und ist immer wieder wichtig, um den oben beschriebenen direkten Bezug zu dem eigenen Tun mit tierischen und pflanzlichen Organismen zu erhalten. Auch einen Teil der Verantwortung für die jeweiligen anstehenden Aufgaben mit zu tragen, ist zwar nicht einfach für Kinder dieser Altersstufe, dennoch wichtig es zumindest selbst auszuprobieren und dabei zu lernen.
Dabei lernen Kinder einige ganz unterschiedliche Pflanzen- und Tierarten zu bestimmen und erfahren dabei auch einiges über ihren jeweiligen Lebensraum. Nachhaltiges Tun in dem Projekt war und ist immer wieder wichtig, um Kinder und auch die Eltern zu einem neuen Denken oder ggf. auch Umdenken zu motivieren.
So wurden und werden Eltern und Erzieher – wenn möglich – immer wieder mit eingebunden. Eltern-Kind-Aktionen wie das gemeinsame Herstellen von Nistkästen oder das Setzen von Weidenstecklingen mit Erziehern und Kindern dient auch dazu, die Akzeptanz weiterer Kinder und Eltern zu erhöhen und die begonnenen Veränderungsmaßnahmen längerfristig in der Kita zu implementieren und sowohl Kinder als auch Eltern als MultiplikatorInnen zu gewinnen.
Entscheidend aber ist in dem ganzen Projekt vor allem, den Kindern dieser Altersstufe auf spielerische Art und Weise biologische Inhalte näherzubringen und Kindern unterschiedlicher Herkunft und Sozialisierung verschiedene Zugänge zu der Natur zu ermöglichen.
Karen von Lillienskiold-Bieber
Naturbotschafterin












