Unser Garten war lange Zeit ein klassischer Reihenhausgarten: eine große Rasenfläche, wenige Pflanzen und kaum Lebensraum für Tiere. Je mehr wir uns mit naturnahem Gärtnern beschäftigten, desto klarer wurde uns, dass wir unseren Garten nicht nur schöner gestalten, sondern einen Ort schaffen wollten, der Wildbienen, Schmetterlingen, Vögeln, Igeln und vielen weiteren Arten dauerhaft Nahrung, Schutz und Nistmöglichkeiten bietet.
Schritt für Schritt haben wir den Garten deshalb umgestaltet. Große Teile der Rasenfläche wurden durch heimische Wildstauden und Wildblumen ersetzt. Es entstanden ein Sandbeet, eine artenreiche Blühfläche, Trockenmauern, Totholzbereiche, ein Sandarium für bodennistende Wildbienen sowie verschiedene Nisthilfen für Wildbienen, Hummeln, Vögel, Ohrwürmer und Florfliegen. Ein naturnaher Mini-Teich ergänzt den Garten als wertvollen Lebensraum für Libellen, Amphibien und viele weitere Tiere. Auf chemische Pflanzenschutz- und Düngemittel verzichten wir vollständig.
Heute summt, flattert und zwitschert es überall im Garten. Wo früher vor allem Rasen war, finden zahlreiche Bestäuber und andere Wildtiere ein vielfältiges Nahrungsangebot und strukturreiche Rückzugsorte. Gleichzeitig ist der Garten für unsere Familie zu einem Ort geworden, an dem wir Natur täglich erleben und beobachten können.
Unsere Erfahrungen dokumentieren wir auf unserem Blog BioGartenLiving sowie auf Social Media. Dort zeigen wir nicht nur die Entwicklung unseres Gartens, sondern geben praktische Anleitungen und möchten möglichst viele Menschen motivieren, selbst kleine oder große Flächen naturnah zu gestalten. Denn wir sind überzeugt: Jede noch so kleine Fläche kann einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten.
































































