Jurymitglied: Die 3-Bee-Brothers (Vorauswahl-Jury)

Kurzprofil auf einen Blick

Name: Three Bee Brothers (unterstützt von Ines)

Beruf/Funktion: Wir gehen alle noch zur Schule                  

Fachgebiet: Artenvielfalt

Bezug zu Wildbienen, Naturgärten oder Biodiversität: Keine Erdbeeren, Kirschen und Tomaten ohne Bestäuber – in einem Garten soll es summen, brummen und ein Plätzchen für alle geben. Außerdem kühlen naturnahe Gärten bei den heißen Sommern die Umgebungstemperatur runter. Cool.

Seit wann Jurymitglied? 2025

Lieblingspflanze für Wildbienen: Die Mischung macht‘s ja, aber dabei sind: Wilde Möhre, Wiesen-Margeriten, Gemeines Leimkraut, Wilder Oregano, Ysop, Wegwarte, Wicken, Akelei und ungefüllte Rosen …

Lieblingsinsekt: Hummel

Wie seid ihr zum Naturgarten gekommen?

Wir sind da so reingewachsen … Unsere Eltern kümmern sich sozusagen um das große Ganze und wir Brüder sind die Biodiversitätsmanager. Wir ergänzen einander ganz gut mit unseren Interessen: Der Älteste mag Insekten, werkelt und pflanzt; der Mittlere fotografiert die verschiedenen Pflanzen oder Insekten, und der Jüngste hilft, wo er gebraucht wird – und achtet darauf, dass genügend Platz zum Fußballspielen bleibt.

So sieht unser eigener Naturgarten aus

Unser Kleingarten hat ungefähr 230 qm – da steht natürlich eine Laube drauf und gemäß der kleingärtnerischen Nutzung ist mindestens 1/3 der Gartenfläche für Gemüse, Obst und Beeren reserviert. Und das geht super naturnah und biodivers: Die meisten Obstbäume stehen auf einer (Wild-)Blumenwiese, die Quitte steht im Rasen, der durch Nichtmähen und Nichtgießen eher zu einer niedrigen Wildkräuter- und Kleewiese transformiert wurde. Die Beerensträucher teilen sich ihren Platz mit Kräutern, Walderdbeeren, Kohl, Porree oder Knoblauch. Das Gemüse wächst in Mischkultur mit Ringelblumen und anderen Einjährigen, während sich die Stauden im Mixed Border den Platz mit Frühblühern, Felsenbirne, Palmkohl und Küchenkräutern teilen. Rosen und Wicken wachsen in den Zaun hinein, die Bäume hoch und teilen sich die Rankbögen mit Weintrauben, Tayberries, Gurken, Kapuzinerkresse und Stangenbohnen. Die meisten Stauden und Einjährigen sind regional und säen sich selbst aus, dazwischen wachsen aber auch typische Bauergartenpflanzen wie Pfingstrosen, Schleierkraut und Zinnien. Wir haben Trockenmauern, Steinhaufen, Totholzhecken, Baumstümpfe, ein saures Beet für Blaubeeren, ein Sandbeet, einen Steingarten, Platz für die Hängematte und natürlich zum Rumrennen.

Ein Blick hinter die Kulissen der Juryarbeit

Wir sind immer beeindruckt, wenn die Vorher-Bilder ein trostloses Stück Rasen, Schotter oder so typische Gartenszenarien mit Kirschlorbeer und Thuja zeigen und dann sieht man auf den Nachher-Bildern so viele umgesetzte Ideen, blühende, gebietsheimische Pflanzen und verschiedene Biotope – und alles ist so lebendig! Dabei muss man gar nicht immer mit dem Bagger ran, manchmal machen schon ein paar Quadratmeter Wildblumenwiese, eine Benjeshecke oder eine Hotspotzone einfach DEN Unterschied. Wir lassen uns von Bildern, die Begeisterung zeigen, überzeugen und legen Wert auf regionale Pflanzen, ressourcenschonende Umsetzung und naturnahe Strukturen, die Lebensraum oder Nist- und Brutplätze für verschiedene Lebewesen bieten.  

Persönlicher Tipp für Teilnehmende

Die beste Zeit anzufangen, ist jetzt!

Empfehlungen und eigene Projekte

Wir sind immer gerne im Garten und freuen uns, wenn wir die ersten Hummeln beobachten oder die ersten Erdbeeren ernten können. Sonst nehmen wir an Citizen-Science-Projekten teil wie z.B. „GartenDiv“, das über die App Flora Incognita mit der Universität Leipzig und anderen Partnern durchgeführt wird: https://floraincognita.de/gartendiv/

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