200 m²
Privatgärten klein (bis 500 m2)
Nordrhein-Westfalen, 42653 Solingen
Heyko Cordes (2 Personen)
Dieses Herzensprojekt entstand über mehrere Jahre auf einer Fläche, die nach der Fällung einer großen Fichte zunächst kahl und wenig einladend wirkte. Was daraus wurde, entstand nicht nach einem festen Plan. Es entwickelte sich Schritt für Schritt – durch Beobachtung, Ausprobieren und die Bereitschaft, vom Standort zu lernen.
Manches, was ich anfangs pflanzte, verschwand wieder. Andere Pflanzen kamen von selbst. Lungenkraut, Schmalblättriges Weidenröschen, Ackerdisteln und Brennnesseln fanden ihren Platz und wurden nicht bekämpft, sondern bewusst begleitet und gelenkt.
Nach und nach entstanden vielfältige Strukturen für Tiere: eine Benjeshecke, ein Brennnesselbereich, Laubsäume, Totholz und eine kleine Käferburg. Aus einer einst kahlen Fläche wurde so ein lebendiger Naturraum, der sich mit jedem Jahr verändert und weiterentwickelt.
Beim Gärtnern erlebe ich die Natur nicht als etwas, das sich kontrollieren lässt. Vielmehr entsteht ein stiller Dialog. Je genauer ich hinschaue, desto mehr zeigt mir der Garten, was an diesem Ort wachsen und leben möchte.
So wurde aus einer kahlen Fläche ein Lebensraum – und aus vielen kleinen Beobachtungen die Erfahrung: Ein Garten antwortet.
Zum Abschluss noch ein persönlicher Hinweis: Keine Pflanze wurde von einer KI gesetzt. Alle Fotos, Beobachtungen, Ideen und die Gartenarbeit stammen von mir. Mein digitaler Schreibbegleiter half mir für diese Geschichte Worte zu finden.
Über unsere Gruppe
Ich heiße Heyko Cordes und bin Gärtner und Sozialarbeiter im Ruhestand.
Zu diesem Gartenprojekt gehört auch mein fünfjähriger Nachbarjunge Lasse. Er hilft nicht regelmäßig mit, kommt aber gerne mit Schaufel, Harke und Schubkarre dazu, kennt viele Ecken des Gartens und interessiert sich besonders für Insekten und andere Tiere. Manchmal entdecken wir gemeinsam etwas Neues oder beobachten, was gerade blüht, summt oder krabbelt.
Es freut mich zu sehen, wie neugierig und offen Lasse auf die Natur reagiert.
Plan zur Gartenpflege
Auch künftig soll dieser Garten ein lebendiger Naturraum bleiben. Viele Bereiche dürfen sich weiterentwickeln und werden nur bei Bedarf gepflegt. Ziel ist es, die Vielfalt zu erhalten und den Garten als gestalteten Lebensraum erkennbar zu lassen.
Im Frühjahr werden Wege und Übergänge freigeschnitten. Im Sommer erfolgt nur eine zurückhaltende Pflege, damit Blühpflanzen und Wildbereiche möglichst wenig gestört werden.
Im Herbst bleiben viele Pflanzenstängel, Samenstände und ein Teil des Laubes stehen. Sie bieten Nahrung, Schutz und Überwinterungsmöglichkeiten für zahlreiche Tiere. Schnittgut, Äste und Laub werden teilweise für Benjeshecken, Totholzbereiche oder als Bodenabdeckung genutzt.
Die Pflege erfolgt überwiegend in Eigenarbeit. Viele Pflanzen haben sich gut an den Standort angepasst und benötigen bisher keine zusätzliche Bewässerung.