Als Halterin von 2 Pferden habe ich die Möglichkeit, landwirtschaftliche Flächen FÜR die Biodiversität zu bewirtschaften. Von den Landwirten meines Dorfes belächelt steht auf meinen 5000 m2 Eigenland und 2 Hektar (2 x 1 Hektar) Pachtfläche nicht der (Heu-)Ertrag, sondern die Förderung der Artenvielfalt durch extensive Weidewirtschaft im Vordergrund.
So wurden aus vormals intensiv genutzten Ackerflächen (Intensiv-Grünland und Ackerland für Mais, Kartoffeln, Wintergerste) blühende Oasen in der Feldflur, wo noch Platz ist für Sandgrasnelke oder Bergsandglöckchen – für unsere Region typische Arten, die leider immer seltener zu finden sind (Bergsandglöckchen/Jasione montana steht in Bayern auf der Roten Liste).
Als Randbegrünung einer Weidefläche wurde ein ca. 100 meter langer 3 Meter breiter Saum angelegt, der nur alle paar Jahre abschnittweise gemäht wird und als dauerhaftes Überwinterungshabitat dient.
Auf der kleineren Fläche Eigenland entstehen überdies immer mehr Biotopstrukturen wie Lesesteinhaufen, Totholzhaufen oder ein 60 Meter langer Totholzwall. An der zugehörigen Scheune wurden diverse Nisthilfen angebracht, die aktuell v.a. von Staren und Dohlen genutzt werden.
Noch im Planungsstadium ist ein Lehrpfad mit Infotafeln, der die Flächen und meinen Naturgarten verbindet, da in der Nachbarschaft ein Alpakahof eröffnet hat und so viele Spaziergänger zu erwarten sind.
Die Flächen wurden zwar nicht im vergangenen Jahr angelegt, werden aber kontinuierlich naturfördernd gepflegt und ergänzt. Da Wiesen ja eher “Langstreckenläufer“ sind und gerade Projekte in der ausgeräumten Feldflur ungemein wertvoll sind, dachte ich mir ich zeige sie dennoch 😉