Chicas Weideparadies

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25.000 m²

Vereins- und Gemeinschaftsgärten, Liegenschaften und Sonstige

Bayern, 91183 Abenberg

Die fabulösen Landschaftspflege-Pferde (1 Personen)

Als Halterin von 2 Pferden habe ich die Möglichkeit, landwirtschaftliche Flächen FÜR die Biodiversität zu bewirtschaften. Von den Landwirten meines Dorfes belächelt steht auf meinen 5000 m2 Eigenland und 2 Hektar (2 x 1 Hektar) Pachtfläche nicht der (Heu-)Ertrag, sondern die Förderung der Artenvielfalt durch extensive Weidewirtschaft im Vordergrund.

So wurden aus vormals intensiv genutzten Ackerflächen (Intensiv-Grünland  und Ackerland für Mais, Kartoffeln, Wintergerste) blühende Oasen in der Feldflur, wo noch Platz ist für Sandgrasnelke oder Bergsandglöckchen – für unsere Region typische Arten, die leider immer seltener zu finden sind (Bergsandglöckchen/Jasione montana steht in Bayern auf der Roten Liste).

Als Randbegrünung einer Weidefläche wurde ein ca. 100 meter langer 3 Meter breiter Saum angelegt, der nur alle paar Jahre abschnittweise gemäht wird und als dauerhaftes Überwinterungshabitat dient.

Auf der kleineren Fläche Eigenland entstehen überdies immer mehr Biotopstrukturen wie Lesesteinhaufen, Totholzhaufen oder ein 60 Meter langer Totholzwall. An der zugehörigen Scheune wurden diverse Nisthilfen angebracht, die aktuell v.a. von Staren und Dohlen genutzt werden.

Noch im Planungsstadium  ist ein Lehrpfad mit Infotafeln, der die Flächen und meinen Naturgarten verbindet, da in der Nachbarschaft ein Alpakahof eröffnet hat und so viele Spaziergänger zu erwarten sind.

Die Flächen wurden zwar nicht im vergangenen Jahr angelegt, werden aber kontinuierlich naturfördernd gepflegt und ergänzt. Da Wiesen ja eher “Langstreckenläufer“ sind und gerade Projekte in der ausgeräumten Feldflur ungemein wertvoll sind, dachte ich mir ich zeige sie dennoch 😉

Über unsere Gruppe

Meine beiden Pferde Chica und Maggie und ich. Als Beauftragte gegen Entgelt Ortsansässige Landwirte für etwaige Pflegearbeiten (Wiese striegeln, Heu-Mahd bei sehr feuchtem Wetter und (zu) starkem Aufwuchs)

Vorher- & Nachher-Bilder

Pflanzen & Beete (Jurykriterium)

Tierfreundliche Gartenstrukturen (Jurykriterium)

Aktionen: Wissen & Begeisterung weitergeben (Jurykriterium)

Plan zur Gartenpflege

Die Pflege richtet sich nach dem jeweiligen Wetter und dem daraus resultierenden Aufwuchs. Die beiden großen Flächen werden alternierend als Vorweide (in Portionsweideabschnitten) ab Ende März mit Nachbeweidung oder als Sommerweide (Standweide) ab Juni/Juli genutzt. Bei starken Aufwuchs wird eine Heumahd im Juni/Juli durchgeführt. Ansonsten erfolgt im Frühjahr bei Bedarf 8viele vertrocknete Pflanzenteile) eine Pflege mit der Wiesenege und Antrag des abgestorbenen Materiales. Der Saum an Wiese 1 wird nur alle 2-3 Jahre abschnittsweise gemäht. Dung wird übers Jahr größtenteils entfernt und kompostiert. Der mehrere Jahre gereifte Kompost soll nach und nach der Fläche wieder zugeführt werden. An ausgewählten Stellen verbleiben aber auch einige Haufen für die darauf spezialisierten Arten in der Fläche auf Wiese 2.

Pflanzliste

Es wurden gesät: Rieger-Hofmann Wiese Nr1 UG12 Schmetterlings-Wildbienensaum UG12 sowie aus Eigensammlung Jasione montana und Armeria maritima sap. elongata Als Gehölze (auf Apfelbaumkoppel): Crataegus monogyna, diverse Malus domestica, Prunus domestica ssp.domestica, Rosa Canina, Rosa gallica, Acer campestre, Salix caprea, Prunus spinosa (Hecke), Sambucus nigra, Coryllus avellana (unterstützte Selbstaussaat) – Rest teils aus Bestand in Pflege, teils gepflanzt

Jubelbilder