Sie wissen nicht was sie tun, aber sie fangen schon mal an….

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1200 m²

Vereins- und Gemeinschaftsgärten, Liegenschaften und Sonstige

Sachsen-Anhalt, 06464 Frose

Park der Generationen Frose/Anhalt (30 Personen)

Aus Müll wird Leben – Wie wir in Frose/Anhalt Raum für Bienen und Menschen schaffen

Vor den Toren unseres schönen Ortes Frose in Sachsen-Anhalt liegt eine Fläche von rund 12 Hektar – ein Ort, der jahrzehntelang vergessen wurde. Was einst fruchtbares Land war, verkommt seit über 30 Jahren zu einer wilden Müllhalde. Bauschutt, Abfälle und invasive Pflanzen haben das Gebiet überwuchert – und doch war da diese eine Vision: aus dem Unort einen Lebensraum für Bienen, Kinder und Generationen zu machen.

2018 wagte ich den ersten Schritt und wandte mich an die Stadtverwaltung – in der Annahme, das Gelände gehöre der Stadt. Doch die Antwort überraschte: Die Fläche ist in über 316 Einzelgrundstücke aufgeteilt, mit zumeist längst verstorbenen Eigentümer:innen. Die bürokratischen Hürden waren gewaltig – aber die Idee war geboren.

Statt aufzugeben, fassten wir ein konkretes Ziel ins Auge: Wir wollten drei zusammenhängende Grundstücke erwerben, um dort eine Streuobstwiese für die Kita des Ortes anzulegen. In Zeiten steigender Kosten sollte die Ernte direkt den Kindern zugutekommen – gesund, lokal und kostenfrei.

Nach vielen Rückschlägen konnten wir erst 2022 das erste Grundstück erwerben. Anfang 2023 begannen wir mit der Schaffung einer Zuwegung, räumten mit Minibaggern tonnenweise Müll beiseite – und schon im März pflanzten wir die ersten 30 Obstbäume. Die anfänglich eingesäte Blühwiesenmischung erwies sich zwar als zu hochwachsend, doch wir lernen weiter und passen uns den Gegebenheiten an.

Heute, Stand 2025, gehören uns 13 Grundstücke – verstreut über das ganze Areal. Jedes davon hat seine eigene Aufgabe:

  • Auf einem Grundstück steht bereits ein Bienenvolk – emsig und sinnbildlich für unser Projekt.

  • Andere Grundstücke tragen junge und alte Obstbäume, deren Erträge künftig der Kita kostenfrei zur Verfügung stehen.

  • Ein weiteres Areal verwandeln wir gerade in einen Jugendtreff für unsere Kinder und Jugendlichen – mit viel Eigenengagement und Herzblut.

Unser großes Ziel ist der „Park der Generationen“ – ein Ort, der Natur, Umweltbildung und soziale Begegnung miteinander verbindet. Geplant sind:

  • Blühflächen und Wildbienenstreifen

  • Totholzhecken und Insektenhotels

  • Ein Naturteich für Amphibien

  • Sitzgelegenheiten für Jung und Alt

  • Natur erleben mit vielen Facetten
  • Rückzugsorte für Wildtiere

  • Und natürlich viele regionale Obstbäume und blühende Pflanzen für Mensch und Bestäuber.

 

Aus einer fixen Idee ist ein echtes Herzensprojekt geworden – und weit mehr als das:
Die Resonanz aus dem Dorf ist riesig. Immer mehr Menschen wollen sich beteiligen. Demnächst gründen wir einen eigenen Verein, um das Projekt auf stabile Beine zu stellen und gemeinsam weiterzuentwickeln.

Wir glauben: Je größer der Traum, desto wahrscheinlicher die Erfüllung.

Was mit einem alten Bauschuttfeld begann, wächst Stück für Stück zu einem Ort, an dem Bienen summen, Kinder spielen und Generationen sich begegnen können.

Über unsere Gruppe

Wir als Familie (2 Erwachsene und 1 Kind 5j.), Freunde und interessierte aus dem Ort. Zu unserem Projekt gab es bereits Beiträge in der Zeitung und dem MDR. Kontakt besteht zu verschiedenen Vertretern des Naturschutzes in unserer Region.

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Vorher- & Nachher-Bilder

Pflanzen & Beete (Jurykriterium)

Tierfreundliche Gartenstrukturen (Jurykriterium)

Aktionen: Wissen & Begeisterung weitergeben (Jurykriterium)

Plan zur Gartenpflege

Pflegeplan für unseren naturnahen Garten Wir mähen die Flächen zweimal im Jahr, schonend mit dem Balkenmäher. Einzelne Bereiche bleiben bewusst ungemäht, um Insekten mit längerem Entwicklungszyklus Lebensraum zu bieten. Das Schnittgut wird abgetragen, um die Wiese abzumagern und artenreiche Blühflächen zu fördern. Gegossen wird mit Regenwasser, das wir in IBC-Tanks sammeln – auch die Kinder helfen hier aktiv mit. Invasive Arten entfernen wir gezielt per Hand. Obstbäume werden im Spätwinter geschnitten. Die Pflege übernimmt unsere Familie, unterstützt durch engagierte Dorfbewohner:innen. Mit der geplanten Vereinsgründung wollen wir die Aufgaben zukünftig gemeinsam organisieren.

Pflanzliste

Pflanzliste – NaturaDB

Jubelbilder

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