Im März 2024 sind wir in einen Neubau eingezogen. Ursprünglich gehörten zu unserem Grundstück drei versiegelte Stellplätze. Getreu dem Motto „lieber mehr Grün als Asphalt“ haben wir im Herbst desselben Jahres zwei davon entsiegelt und begonnen, daraus einen kleinen naturnahen Privatgarten zu gestalten – ein lebendiger Ort, der zeigt, wie selbst auf begrenztem Raum etwas für die Natur getan werden kann.
Die Fläche haben wir mit einem Kräuterrasen aus heimischen Wildpflanzen bepflanzt, der nur zweimal im Jahr gemäht wird und zahlreichen Kräutern Raum bietet. Eine selbstgebaute Kräuterspirale, eine kleine Trockensteinmauer, ein Mini-Teich sowie ein Mini-Totholzhaufen bieten Lebensraum für Insekten, Amphibien und andere Gartenbewohner. Für alle baulichen Elemente haben wir ausschließlich naturbelassene, heimische Materialien verwendet – etwa unbehandelte Staketenzäune, Natursteinplatten für die Terrasse und eine Pergola aus Staketenzäunen, die inzwischen von wildem Hopfen begrünt wird.
Ein besonderes Augenmerk haben wir auf die Bepflanzung gelegt: Wir haben eine Wildhecke mit zwei Kornelkirschen und drei heimischen Felsenbirnen angelegt, einen kleinen Apfelbaum gepflanzt und eine bunte Naschhecke mit Brombeeren, Himbeeren, Johannisbeeren und Walderdbeeren geschaffen. Außerdem gibt es ein Sandarium für Wildbienen sowie ein Magerbeet, alles bepflanzt mit heimischen Arten ausgewählt mit der NaturaDB, um die heimische Artenvielfalt gezielt zu fördern.
Besonders schön war, dass unser vierjähriger Sohn bei der Umsetzung tatkräftig mitgeholfen hat – sei es beim Pflanzen, Gießen oder Beobachten der ersten Tiere im Garten. Unser inzwischen einjähriger Sohn war beim Naschen der ersten Beeren mit voller Begeisterung dabei.
Unser Garten ist ein kleines Beispiel dafür, wie naturnahe Gestaltung auch im Neubaugebiet möglich ist. Umso mehr freut uns das positive Feedback aus der Nachbarschaft, das wir inzwischen erhalten haben.
Über unsere Gruppe
Unsere ganze Familie: Mama, Papa, Oma, Opa, vierjähriger und einjähriger Sohn
Vorher- & Nachher-Bilder
Übersicht Garten Südseite Vorher
So sah unser „Garten“ am Anfang aus. Als erstes haben wir zuerst zwei Stellplätze entsiegelt.
Garten Übersicht nachher
Garten nachher
Übersicht Garten Südseite – Nachher
Der Garten entwickelt sich so langsam zu einer kleinen grünen Oase für Mensch und Natur
Entsiegelung – Die Pflastersteine werden von Hand entfernt
Die Pflastersteine werden entfernt und weiter verschenkt.
Die Bagger rollen an
Die zwei Stellplätze werden entfernt. Das konnten wir nicht selbst machen.
Ein Erdloch
Erde muss wieder aufgefüllt werden
Erde verteilen
Erde verteilen und glatt rechen
Staketenzaun errichten
Der Staketenzaun wird geliefert. Er soll auch als Rankhilfe für Kletterpflanzen dienen.
Vorbereitung Boden für Kräuterrasen – vorher
Die Felsenbirne steht auch schon zur Pflanzung bereit.
Kräuterrasen nachher
Links wurde eine Naschhecke angelegt.
Pflanzen & Beete (Jurykriterium)
Pflanzung Beet Südseite – vollsonnig
Bepflanzung mit heimischen und/oder bienefreundlichen Stauden
Pflanzung heimische Stauden
Alle helfen mit
Bepflanzung heimische Stauden
Sogar die ganz Kleinen sind mit Feuereifer dabei
Vollsonnig – Königskerze
Bepflanzung um die Terrasse
Die Königskerzen blühen
Man sieht schon erste Ergebnisse
Vorbereitung – Beet Nordseite – halbschattig
Das Beet auf der Nordseite des Hauses wird vorbereitet
Info Schilder für die Nachbarschaft, da schon oft Rückfragen kamen.
Weitere Info Schilder
Info Schild am neugepflanzten Apfelbaum
Im Insektenhotel
Ein Blick ins Insektenhotel für alle Interessierten.
Ein Lehr-Insektenhotel
Die erste Bewohnerin zieht ein. Das Insektenhotel kann man öffnen und damit wunderbar Kindern und Erwachsenen etwas zur Entwicklung von Wildbienen erklären.
Naturnahes Gärtnern mit Kindern
Naturnahes Gärtnern zusammen mit den eigenen Kindern und auch aus der Nachbarschaft.
Gemeinsames Ernten
Ernten macht natürlich besonders viel Spaß. Vor allem dem Jüngsten.
„Endlich mal ein nicht so typischer Neubaugarten!“
„Seid ihr das Haus mit der tollen Kräuterspirale?“
„Wieso habt ihr so viel Unkraut?“
„Sieht so natürlich aus.“
„Der Rasenmäher kommt da nicht mehr durch.“
„Der Rasen gefällt mir mit den Blumen.“
„Ihr habt aber viele Schmetterlinge im Garten.“
Plan zur Gartenpflege
Die Pflege unseres Gartens orientiert sich bewusst an den Prinzipien des naturnahen Gärtnerns. Wir greifen weder zu chemischen Düngern noch zu Pflanzenschutzmitteln und lassen der Natur so viel Raum wie möglich zur eigenen Entfaltung. Laub, verblühte Pflanzen und abgestorbene Stängel bleiben bis ins Frühjahr stehen, um Insekten und Kleintieren auch über den Winter wertvollen Lebensraum zu bieten.
Unsere Sträucher und Gehölze schneiden wir ausschließlich im Spätherbst oder Winter, um brütende Vögel und andere Gartenbewohner nicht zu stören. Der Kräuterrasen wird nur zweimal jährlich gemäht – einmal im Frühsommer und ein weiteres Mal im Frühherbst – sodass Wildkräuter blühen und aussamen können. Invasive Neophyten werden hierbei konsequent entfernt.
Besonders wichtig ist uns, dass unsere Kinder von Anfang an aktiv eingebunden sind. Beim Säen, Pflanzen und Beobachten sind sie mit dabei.
Pflanzliste
Pflanzliste – NaturaDB
Jubelbilder
Lieblingsplatz im Garten Pflanzenkauf Baumschule Pflanzenkauf Staudengärtnerei Kurze Pause vom Gärtnern