Unser kleiner Naturgarten im Neubaugebiet

Beitrag teilen:

70 m²

Privatgärten klein (bis 500 m2)

Baden-Württemberg, 72119 Ammerbuch

Maier Lee (6 Personen)

Im März 2024 sind wir in einen Neubau eingezogen. Ursprünglich gehörten zu unserem Grundstück drei versiegelte Stellplätze. Getreu dem Motto „lieber mehr Grün als Asphalt“ haben wir im Herbst desselben Jahres zwei davon entsiegelt und begonnen, daraus einen kleinen naturnahen Privatgarten zu gestalten – ein lebendiger Ort, der zeigt, wie selbst auf begrenztem Raum etwas für die Natur getan werden kann.

Die Fläche haben wir mit einem Kräuterrasen aus heimischen Wildpflanzen bepflanzt, der nur zweimal im Jahr gemäht wird und zahlreichen Kräutern Raum bietet. Eine selbstgebaute Kräuterspirale, eine kleine Trockensteinmauer, ein Mini-Teich sowie ein Mini-Totholzhaufen bieten Lebensraum für Insekten, Amphibien und andere Gartenbewohner. Für alle baulichen Elemente haben wir ausschließlich naturbelassene, heimische Materialien verwendet – etwa unbehandelte Staketenzäune, Natursteinplatten für die Terrasse und eine Pergola aus Staketenzäunen, die inzwischen von wildem Hopfen begrünt wird.

Ein besonderes Augenmerk haben wir auf die Bepflanzung gelegt: Wir haben eine Wildhecke mit zwei Kornelkirschen und drei heimischen Felsenbirnen angelegt, einen kleinen Apfelbaum gepflanzt und eine bunte Naschhecke mit Brombeeren, Himbeeren, Johannisbeeren und Walderdbeeren geschaffen. Außerdem gibt es ein Sandarium für Wildbienen sowie ein Magerbeet, alles bepflanzt mit heimischen Arten ausgewählt mit der NaturaDB, um die heimische Artenvielfalt gezielt zu fördern.

Besonders schön war, dass unser vierjähriger Sohn bei der Umsetzung tatkräftig mitgeholfen hat – sei es beim Pflanzen, Gießen oder Beobachten der ersten Tiere im Garten. Unser inzwischen einjähriger Sohn war beim Naschen der ersten Beeren mit voller Begeisterung dabei.

Unser Garten ist ein kleines Beispiel dafür, wie naturnahe Gestaltung auch im Neubaugebiet möglich ist. Umso mehr freut uns das positive Feedback aus der Nachbarschaft, das wir inzwischen erhalten haben.

 

Über unsere Gruppe

Unsere ganze Familie: Mama, Papa, Oma, Opa, vierjähriger und einjähriger Sohn

Vorher- & Nachher-Bilder

Pflanzen & Beete (Jurykriterium)

Tierfreundliche Gartenstrukturen (Jurykriterium)

Aktionen: Wissen & Begeisterung weitergeben (Jurykriterium)

Plan zur Gartenpflege

Die Pflege unseres Gartens orientiert sich bewusst an den Prinzipien des naturnahen Gärtnerns. Wir greifen weder zu chemischen Düngern noch zu Pflanzenschutzmitteln und lassen der Natur so viel Raum wie möglich zur eigenen Entfaltung. Laub, verblühte Pflanzen und abgestorbene Stängel bleiben bis ins Frühjahr stehen, um Insekten und Kleintieren auch über den Winter wertvollen Lebensraum zu bieten. Unsere Sträucher und Gehölze schneiden wir ausschließlich im Spätherbst oder Winter, um brütende Vögel und andere Gartenbewohner nicht zu stören. Der Kräuterrasen wird nur zweimal jährlich gemäht – einmal im Frühsommer und ein weiteres Mal im Frühherbst – sodass Wildkräuter blühen und aussamen können. Invasive Neophyten werden hierbei konsequent entfernt. Besonders wichtig ist uns, dass unsere Kinder von Anfang an aktiv eingebunden sind. Beim Säen, Pflanzen und Beobachten sind sie mit dabei.

Pflanzliste

Pflanzliste – NaturaDB

Jubelbilder