Die Kleingärtnerinnen und Kleingärtner des KGV “ARONIA“ e. V. arbeiten mit dem Projekt “BienenBrückenBauen“ des Umweltzentrums Dresden zusammen. Durch das Projekt (BienenBrückenBauen | Das Umweltzentrum Dresden) erfuhren wir von dem Projekt “Bienenburgen“ (Bienenburgen – Startseite). Schnell war klar, dass wir in unserer naturnahen Kleingartenanlage eine solche Bienenburg bauen wollen. Damit wollen wir die Bedingungen für bodenbrütende Wildbienen verbessern und unsere Kleingärtnerinnen und Kleingärtner sowie unsere Besucherinnen und Besucher informieren und inspirieren.

Eine Bienenburg auf der Gemeinschaftsfläche im naturnahen Kleingärtnerverein ARONIA e. V. Dresden
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42 m²
Vereins- und Gemeinschaftsgärten, Liegenschaften und Sonstige
Sachsen, 01259 Dresden
Naturnaher KGV „ARONIA“ e. V. (10 Personen)
Über unsere Gruppe
Am Projekt waren acht Kleingärtnerinnen und Kleingärtner und zwei Kinder beteiligt. Wie sind vernetzt mit dem Umweltzentrum Dresden, Projekt „BienenBrückenBauen“, dem Projekt „Bienenburgen“, dem Bundesverband der Schreberjugend, dem Projekt Kohlebunt (https://kohlebunt.de/), dem Netzwerk „Blühende Landschaft“ (https://bluehende-landschaft.de/), dem Verein „Natur im Garten Sachsen“ und der Gartenakademie Sachsen.
Pflanzen & Beete (Jurykriterium)




Mit dem Informationsschild vom Projekt BienenBurgenBauen gelangt man über den QR-Code direkt zur Internetseite des Projektes.
Tierfreundliche Gartenstrukturen (Jurykriterium)

Die Laubholzstämme müssen entrindet werden. Bei Temperaturen unter 0 Grad lies sich das mit Hammerschlägen recht einfach bewerkstelligen.



Der kleine Brenner erwies sich schnell als untauglich und wurde durch einen größeren ersetzt.



Als Rückwand wählten wir eine unbehandelte Palette, die abgeflammt und mit den Palisaden verschraubt wurde.

Die vorderen Schalbretter wurden nach und nach angeschraubt, wenn das dahinter eingebrachte Sand-Lehm-Gemisch gut verdichtet war.

Die Palisaden werden mit der Kettensäge angepasst.
Foto: Antje Krüger

Die Rückseiten der Palette und der Palisaden werden mit Schotter aufgefüllt. Am Boden des zukünftigen Lehmhügels wird strahlenförmig Betonbruch und grober Schotter ausgelegt.

Alle Baumaterialien stammen von unserem Gelände. Glücklicherweise fanden wir nicht nur die Steine sondern auch das Lehm-Sandgemisch in den oberen Bodenschichten unseres 6000 m² großen Vereinsgeländes.

Zwischendurch wird immer wieder Schotter zwischen den Palisaden und dem Lehm-Sand-Gemisch eingebaut. Der Hügel wird nicht durch Stampfen verdichtet.

Auch die Pfeiler für das Schild werden wie schon die Palisaden mit dem verkohlten Ende in ein Schotterbett gesetzt. Foto Antje Krüger

Nach dem Rückbau der Schalbretter kommen die eingebauten Ziegelröhren zum Vorschein. Die „Weinkühler“-Röhrenziegel fanden wir in einer „zu verschenken“-Kiste am Straßenrand.

Die Ziegelröhren werden mit verschiedenen Nistmaterialien gefüllt.

Während die Erwachsenen Schubkarre für Schubkarre den Sandhügel auf der Rückseite aufschütten, beginnen die Kinder damit Löcher in die Palisaden zu bohren.

Bohren mit Akkuschrauber macht Spaß.


Zu den schon vorhandenen Pflanzen werden weitere eingesetzt und einjährige Pflanzen gesät.

Für unsere Besucher: Ein Schild über im Boden nistende Wildbienen von „Natur im Garten“

Diese Gehörnte Mauerbiene war ganz scharf darauf sich auf einer frisch geschliffenen Holzfläche niederzulassen.

Diese zwei konnten es gar nicht abwarten, bis unsere Bienenburg fertig wird.

Die erste Sandbiene zieht ein.

Die große Heuschreckensandwespe hat auch Quartier genommen. Sie labt sich an den Blüten des Oregano. In Deutschland kommt sie nur in den wärmsten Regionen vor.
Aktionen: Wissen & Begeisterung weitergeben (Jurykriterium)


Unter dem Banner des Pflanzwettbewerbs „Deutschland summt“ begrüßten wir die Jury und Gäste zum Rundgang. Wir erhielten einen Sonderpreis für ökologische Ansätze im Einklang mit dem Bundeskleingartengesetz.

Es war uns eine Ehre gemeinsam mit den KGV „Höhenluft I“ und „Dresden West“ die Landeshauptstadt im Landeswettbewerb zu vertreten. Welche Entscheidung die Jury getroffen hat erfahren wir im November 2025. Foto: Jörg Fischer


Der Entomologe Ronny Gutzeit vom Projekt BienenBrückenBauen lobte unsere Bienenburg und erzählte den Gästen aus vier Kleingärtnervereinen viel Wissenswertes über Wildbienen, Ameisen, Schmetterlinge und deren Nahrung.
