Letztes Jahr wurde auf unserem Schulgelände eine ungenutzte Rasenfläche umgewandelt. Neben einen 80 m2 großen Schulacker (Projekt “GemüseAckerdemie“) wurde daneben, auf Initiative des P-Seminars “Unsere Schule wird grüner 2023/24“, ein Stück Rasenfläche in ein Insektenparadies verwandelt. Daran grenzt ein Streifen mit Wildblumen, der bereits vor einigen Jahren von einem P-Seminar angelegt wurde und seitdem durch ein ausgearbeitetes Mähkonzept (jeder Teilbereich wird nur alle 3 Jahre gemäht) gepflegt wird.
Durch die dieses Jahr beginnende Schulgebäudeerweiterung mussten einige Bäume, darunter auch Obstbäume, weichen. Dank des Landratsamtes haben alle Bäume einen neuen Platz auf dem Schulgelände gefunden und die Obstbäume wurden nützlicherweise in diesem Bereich neben dem Insektengarten und Schulacker gesetzt. Leider wurde durch die externe Firma das angelegte Sandarium beschädigt, welches wir dieses Jahr wieder aufgebaut haben.
Dieses Schuljahr haben wir unser Projekt mit Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Bereichen fortgeführt. Es arbeiten Schülerinnen und Schüler der Wahlkurse “Fair Trade“ und “GemüseAckerdemie“, des P-Seminars “Unsere Schule wird grüner 2024/25“ und der Gruppe “Klimabotschafter“ zusammen. Ziel war es den Insektengarten zu erweitern und Sitzgelegenheiten zu schaffen, damit Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit bekommen, an diesem Ort zu verweilen und die Insekten zu beobachten. Wir haben:
- ein Insektenhotel aufgestellt (mit Vogelschutz, Bambusröhren, Hartholz mit 2-9 mm Bohrungen und Überdachung)
- Olas für den Schulacker gebaut und mit Bienentränken abgedeckt.
- das Sandarium vor Wildwuchs mit einer Rasenkante geschützt, mit weiteren Steinen (kleine Trockenmauer) ergänzt und etwas mehr Sand angehäuft
- Benjeshecke angelegt (weitere Äste folgen im Herbst, wenn die Gärtner die Bäume am Schulgelände kürzen)
- weitere Wildblumenarten gesät bzw. gepflanzt (Pflanzen von der Gemüserei am Mühlbach => Slow-Flower Bewegung, ökologisches Gärtnern)
- Schmetterlingsbeet mit Rasenkanten vor Überwucherung geschützt
- Sitzgelegenheit zwischen Acker und Insektengarten gebaut
- geeignete Blumenzwiebeln (v.a. Frühjahrsblüher) recherchiert und bestellt
- Hummelbilder gezeichnet und in der Aula ausgehängt für den “Popo-Test“, um die häufigsten Hummelarten im Garten zu erkennen.
- einen Florfliegenkasten gebaut
Nächstes Schuljahr wollen wir:
- Bienensteine aus Ton für weitere Nistmöglichkeiten im Hotel integrieren
- weitere Bienentränken und Tränksteine im Insektengarten aufstellen (Bachlauf befindet sich aber in unmittelbarer Nähe des Beets)
- Weg zum Garten anlegen, um Schülerinnen und Schüler stärker einzuladen, Wildbienen zu beobachten
- im Herbst: Frühjahrsblüherzwiebeln stecken
- Infotafeln zu den Strukturen und Pflanzen gestalten und aufstellen
Das schöne an unserem Projekt ist, dass wir viele verschiedene Schülergruppen (Unter-, Mittel- und Oberstufe) in verschiedenen Konstellationen (Wahlkurs, Seminar, Vertretungsstunde, Fachunterricht) integrieren und, dass das Gesamtprojekt aus kleineren Projekte besteht, die immer wieder erweitert oder ergänzt werden. So dass man jedes Jahr mit Schülergruppen daran weiterarbeiten kann.
Außerdem handeln wir nachhaltig: Dieses Projekt läuft nun seit 5 Jahren und wird stetig weiterentwickelt. Dabei arbeiten wir immer wieder eng mit den Stadtgärtnern zusammen. Der Insektengarten wird für den Fachunterricht zur Pflanzenbestimmung oder um die Lebensweise der Wildbienen zu beobachten genutzt. Auch Vertretungsklassen nutzen die Möglichkeiten des Schulgartens. Mittlerweile hat sich ein Team von Lehrkräfte aus verschiedenen Fachschaften formiert, die mit Herz und Verstand an diesem Projekt weiterarbeiten und immer mehr Schülerinnen und Schüler dafür begeistern.