2022 starteten wir die Umgestaltung unseres Gartens zu einem Naturgarten, nachdem wir von dem Biobalkonkongress inspiriert wurden. Beiträge von Andrea Jaschik, Reinhard Witt, Markus Gastl, Markus Burkhard und vielen anderen haben uns motiviert.
Nach und nach entstanden ein Magerbeet, Trockenmauern, ein Teich, Sandarium, Steinhaufen und Hügelbeet als Lebensraum für Insekten und Kleintiere. Vogelkästen, Insektennisthilfen, eine kleine Benjeshecke, Asthaufen und Totholz bieten Unterschlupf. Der ehemalige Rasen wurde zur Wiese mit regionalem Saatgut umfunktioniert. Es ist uns eine große Freude zu sehen, wie sich die Anzahl der Gartenbesucher vergrößert und sich die verschiedensten Wildbienen, Käfer, Schmetterlinge, Vögel und Kleintiere einfinden. Die Wildkamera dokumentiert spannende Momente, auch von nachtaktiven Tieren wie Igel und Marder.
Nun benötigte der Vorgarten auf der Nordseite des Hauses noch eine Aufwertung. Inspiriert von einem YouTube-Video von Berthold Daubner, verwandelten wir eine voll gepflasterte Fläche in ein Waldbeet. Dazu entsiegelten wir 2qm Fläche, lagerten den Split ein und füllten das Beet mit torffreier Erde, Kompost und Rindenmulch auf. Heimische Pflanzen bestellten wir bei einer Wildpflanzengärtnerei und setzten sie nach Pflanzplan. Strukturen wie Steine, Totholz und eine Wurzel wurden eingebaut. Der Split dient als Mulch. Eine kleine Insektentränke ergänzt das Beet. Die entnommenen Pflastersteine dienen zur Begrenzung des Waldbeets und zum Bau einer Trockenmauer im Garten.