16 Schüler (4) und Schülerinnen (12) aus den Klassenstufen 5 – 8 treffen sich jeweils am Freitag-Nachmittag um im Schulgarten zu arbeiten oder um Naturschutzprojekte zu betreuen. Am letzten Schultag vor den Sommerferien fand der Abschlussgottesdienst im Schulhof statt und die Schüler trugen u.a. folgendes vor (dies gibt einen Überblick von unserer Gruppe):

Ich bin in der Schulgarten-und Naturschutz-AG,

  • weil ich Natur- und Umweltschutz wichtig finde,
  • weil es mir Spaß macht,
  • weil man viel Praktisches lernt
  • besonders hat mir das gemeinsame Frühstück nach der Schulgartenführung für die Jury gefallen, für die wir zuvor
    • Boden auflockerten,
    • Büsche zurückschnitten,
    • Kräuter, Erdbeeren, Sellerie, Rote Beete und Zucchini anpflanzten
    • Unkraut rupften,
    • Gießkannen schleppten,
    • Unterricht verpassten,
    • Nachmittags länger blieben.

In der Garten-und Naturschutz-AG machen wir viele Dinge und lernen dabei Ausdauer, Geduld und übernehmen Verantwortung:

  • Wir kochen Apfelmus,
  • pressen Apfelsaft,
  • schleudern Honig
  • bauen Hochbeete und bepflanzen sie,
  • kümmern uns um Biotop und Schulgarten,
  • machen essbare Blumentöpfe,
  • machen Blumentöpfe aus Zeitungspapier um darin Pflanzen wie Tomaten oder Paprika vorzuziehen,
  • machen Bade- und Kräutersalz, Lippenpflegestifte und Lavendelsäckchen, Bienenwachstücher und Insektenhotels,
  • wir schaffen Lebensraum und erhalten ihn,
  • erhalten Artenvielfalt.

Wir lernen eine Wunderwelt und Helden kennen:

In meiner kleinen Handvoll Boden ist eine höhere Anzahl Bodenlebewesen zu finden, als wir Menschen auf der Erde sind. Zum Beispiel Regenwürmer, Asseln, Tausendfüßler, Springschwänze, Pilze oder Bakterien. Diese schier unfassbare Vielfalt an Lebewesen gerät manchmal in Vergessenheit, obwohl sie für ein funktionierendes Boden-Ökosystem sorgen.

Dank der reinigenden „Arbeit“ des Bodens haben wir auch sauberes Wasser, das wir gerade an so heißen Tagen wie heute sehr zu schätzen wissen!

Bodenlebewesen sind wahre Helden, wenn es darum geht, klimaschädliche Stoffe zu speichern! Sie speichern und mobilisieren Nährstoffe, bauen giftige Substanzen wie Pestizide ab und erhöhen die Wasserspeicherfähigkeit.

Nur deshalb ist unser Boden fruchtbar und Pflanzen können wachsen und uns reiche Ernten bescheren, die uns ernähren. Die Bodenlebewesen sind so eine unserer Lebensversicherungen, die es zu bewahren gilt.

Insekten brauchen Vollpension!

Wo Rasen, Rosen oder Schotter einen Garten dominieren, finden Bienen, Igel und Vögel wenig Nahrung und Unterschlupf. Wir wollen das ändern und bauten deshalb Wildbienenhotels und legten eine Blumenwiese an.