Pflanzwettbewerb
„Wir tun was für Bienen!“
Bepflanzte Fläche: 832.009 m²

Projektideen

Am 5. Mai 2022 starteten wir mit unserem Projekt „Wir tun was für Bienen“ am Spessart-Gymnasium in Alzenau. In den ersten zwei Wochen ging es zunächst darum Informationen zu sammeln, erste Standortüberlegungen anzubringen und sich zu überlegen, woher man welche Materialien bezieht.

Neben der Idee „Wir tun was für Bienen“ ging es bei dem Projekt auch um die Frage der Nachhaltigkeit und der Ressourcenschonung. Wir leben in einer Konsumgesellschaft, in der man so gut wie jedes Bedürfnis mit Hilfe eines ausreichenden Budgets befriedigen kann. So ist es natürlich möglich ein großartiges Projekt auf die Beine zu stellen, wenn der Kostenfaktor eine untergeordnete Rolle spielt. Uns ging es jedoch auch darum, wie man mit einem kleinen Budget etwas für Bienen und Insekten tun kann, z.B. durch Wiederverwendung, Upcycling und in Bezug auf die Pflanzen durch Ablegervermehrung. Unser überaus positives und überraschendes Fazit dazu: Die Mithilfe und Unterstützung für solche Projekte in Form von Pflanzenspenden u.a. durch Ableger, Steinspenden oder auch Erde ist enorm. Man muss sich nur trauen und fragen.

 

Standortüberlegung

Seit diesem Schuljahr entsteht bei uns, im Rahmen der Gemüse Ackerdemie, erstmals ein Schulgarten mit Acker. Angrenzend an den Schulgarten steht ein Bienenstock der Bienen-AG. Da lag die Überlegung nahe unsere Bienen-Bereiche in diesem Areal mit anzusiedeln. Nach mehreren Standortüberlegungen kristallisierten sich zwei Pflanzbereiche raus. Einer linksseitig des Schul-Ackers (Sonnig/halb-schattig), einer rechtsseitig des Schulackers (halb-schattig/schattig).

 

Projektbeginn

Da das komplette Areal vorher Brachland war und nicht genutzt wurde, war selbst mit einem Pickel nur schweres Durchkommen möglich – Pflanzlöcher graben? Unmöglich! Mitte Mai wurde der Rechte der beiden Pflanzbereiche deshalb zunächst bei einem Arbeitseinsatz der Klassen 8a und 8b von Brombeerranken und anderem „Unkraut“ befreit. Schwerstarbeit, bei der alle tatkräftig mit anpackten. Auch hier hatten wir großes Glück, denn wir konnten die Bereiche mit gespendeter Erde auffüllen. Die Erde stammte von Baumpflanzungen der Stadt Alzenau (Initiative Alzenau summt), die dabei angefallen war.

Die ersten Überlegungen waren, die Bereiche mit Steinen zu umlegen, um die Bereiche nach außen hin abzugrenzen und zu verhindern, dass andere Schüler*innen der Schule durch die bepflanzten Bereiche laufen. Zunächst sammelten die Schüler*innen Steine auf dem Schulgelände. Recht schnell war ersichtlich, dass diese nicht ausreichen. Hier hatten wir großes Glück. Durch eine große Steinspenden der Gemeinde Wiesen, sowie zwei kleineren Spenden der Stadt Alzenau (Initiative Alzenau summt) und einer Privatperson konnten genug Sandsteine gesammelt werden, sodass beide Bereiche komplett mit Steinen umlegt werden konnten. Alle restlichen Steine wurden zu einem Haufen aufgeschichtet, um Kleinstlebewesen, wie Eidechsen und Insekten einen Lebensraum zu bieten.

Gleichzeitig entstand die Idee eine kleine Wasserstelle anzulegen, um den Insekten auch an heißen Tagen eine Trinkstelle anbieten zu können. Hier konnte eine Mörtelwanne zu einem „Miniteich“ umfunktioniert werden.  Darüber hinaus erhielten wir kostenlos Bruchstücke von Tontöpfen des Fundgruben-Marktes in Alzenau, welche beim Transport beschädigt worden waren. Auch diese dienen in den Bereichen als Wassersammelstellen.

 

Das Projekt wächst

Ende Mai konnten wir dann endlich mit unserem ersten Pflanztag beginnen. An diesem Tag pflanzten wir ungefähr die Hälfte aller Pflanzen. Alle Pflanzen, die an diesem Tag gepflanzt wurden stammen ausschließlich aus Spenden – hauptsächlich private Spender, sowie die Gärtnerei Löwer aus Goldbach. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir – mit Ausnahme der Kosten für den Steintransport -  tatsächlich noch keinen Cent für das Projekt ausgegeben, worauf wir sehr stolz sind. Neben den Pflanzungen wurden in einem kleinen Bereich Samen für eine Wildblumenwiese ausgestreut. Auch diese Samen stammen ausschließlich aus Spenden. Wir sind gespannt was dort wächst.

Nach unserem ersten Pflanztag war ersichtlich, wie viele Pflanzen wir für die restlichen Bereiche noch brauchten. Die Pflanzen für die zweite Pflanzung nach den Pfingstferien Mitte Juni wurden dann über die Gärtnerei Löwer in Goldbach bezogen. Auch die beiden Wasserpflanzen wurden über die Gärtnerei Löwer erworben.

 

Weitere Projektbestandteile

Neben den bepflanzten Bereichen entstanden auch zwei Sandbereiche, als Niststätte für Sandbienen. Darüber hinaus sammelten die Schüler*innen auf dem Schulgelände herumliegendes Totholz, für holzbewohnende Bienen. Als zusätzliche Nisthilfe entstand zudem ein kleines Wildbienenhotel. Ein großes Wildbienenhotel ist derzeit noch in Arbeit. Auch wenn die großen Pflanzungen abgeschlossen sind, sollen beide Bereiche weiterwachsen und sich entwickeln. Da wir zu Beginn dieses Projekts alles Bienen- und Wildbienenlaien waren, müssen auch wir schauen, welche Pflanzen sich auf Dauer für unseren Standort eignen. Auch hier zählt die Devise: So nachhaltig und kostengünstig wie möglich. Derzeit ziehen wir uns Stecklinge aus der Pracht-Fetthenne. Wir sind gespannt, ob diese nach der Wurzelbildung anwachsen.

 

Standort

63755 Alzenau

Vorher- & Nachher-Bilder

Heimische Pflanzen

Pflanzliste

Küchenkräuter und Essbare Pflanzen:

  • verschiedene Thymianarten als Bodendecker
  • Oregano
  • Rosmarin
  • Baldrian
  • Borretsch
  • Erdbeeren (kleine Sorte)
  • verschiedene Sorten Minze

große Stauden:

  • Sommerflieder
  • Beinwell
  • Hohe Lupinen
  • (Pracht-) Fetthenne
  • Rittersporn
  • Wiesensalbei
  • Eisenkraut

Sonstiges:

  • Klee
  • Berg-Flockenblume
  • Wiesensaat (verschiedene Spenden)
  • Ringelblume
  • Mutterkraut
  • Günsel
  • Frauenmantel
  • Kapuzinerkresse
  • Storchenschnabel
  • Margerite
  • Schafgarbe
  • Lichtnelke
  • Lavendel

verschiedene Sorten Sukkulenten & Sedumarten (Arten unbekannt, da aus privaten Pflanzspenden)

Wasserpflanzen:

  • Wollgras
  • Tannenwedel

Gartenstrukturen

Aktionsbilder & Infoarbeit

Jubelbilder

Fläche

30 m²

Anzahl der Projektbeteiligten

52

Informationen zur Gruppe

Die Klassen 8a und 8b des Spessart-Gymnasiums Alzenau. Die Vernetzung hat direkt unter den Schülern oder über die Biologie-Lehrerin Frau Aulbach stattgefunden.