Der Wildbienengarten

Auf dem Gemeindegelände gibt es eine große Rasenfläche, die in eine Wildblumenwiese umgewandelt werden soll. Mit Hacke, Spaten und Bagger entfernten dutzende Helfer von Jung bis Alt die Grasnarbe, lockerten die Erde auf und säten verschiedene Saatgutmischungen ein. Hier soll ein Paradies für Biene, Schmetterling & Co. entstehen – so groß wie möglich! Denn wie heißt es so schön: „Willst du Gottes Wunder sehen, musst du zu den Bienen gehen!“. Durch die gemeinsame schweißtreibende Arbeit sind nicht nur das Bewusstsein für unsere Umwelt, sondern auch gute Freundschaften entstanden.

Die Bienen-Arche

Da herkömmliche Bienenhotels meist nicht viel taugen, recherchierten wir zunächst intensiv, welche Materialien und welche Lochgrößen sich am besten eignen. Nach Möglichkeit wurde bereits vorhandenes Holz und Lehm wiederverwertet. Als Form für das Bienenhotel wählten wir eine Arche. Die Arche bot den Tieren Schutz um nicht auszusterben und ist daher ein wunderbares Symbol dafür, dass wir als Menschen Verantwortung für die Schöpfung tragen sollen. Nach mehreren Baueinsätzen mit vielen fleißigen Helfern, konnte die Bienen-Arche an der Wildblumenwiese aufgerichtet werden und schon rasch die ersten Wildbienen anlocken.

Das Einweihungsfest am 1. Mai

Umweltbewusst ging es zunächst mit dem Rad durch das schöne Weserbergland. Am Ziel, dem Gemeindegelände, wurde dann mit ca. 100 Leuten die Wildblumenwiese mit der Bienen-Arche feierlich eingeweiht. Nicht nur Gemeindemitglieder, sondern auch zahlreiche Freunde und Interessierte waren der Einladung gefolgt. Die Zeitung hatte in einem großen Artikel darüber berichtet. Zusammen wurden unter freiem Himmel Lieder gesungen und die ersten Bienen bestaunt. In einer Rede ging es um die Leistung, die eine Biene täglich erbringt und warum es für uns wichtig ist, Wildbienen neben anderen Insekten zu schützen. Nachdem die jüngsten Helfer das Absperrband durchschnitten hatten, war die Nisthilfe  auch offiziell eingeweiht. Anschließend konnten sich die Gäste am Grillbüffet bedienen und die Sonne genießen. Der Nachmittag lud zu gemeinsamen Spielen und Gesprächen ein. An einem Infotisch konnten die Gäste mehr über bienenfreundliches Gärtnern erfahren und sich ein Saatgutpäckchen für zuhause mitnehmen.

Die schönsten Momente wurden in einem YouTube-Video festgehalten (s. u.).

Standort des Beitrags

Steinbrinksweg 10, 31840 Hessisch Oldendorf

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250 m²

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Herzgespann
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Malvengewächs
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Märzenbecher
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Serradella
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Sonnenhut
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Wiesenschlüsselblume
Wiesenflockenblume
Wiesenglockenblume
Wiesenknopf
Wiesenpippau
Wiesensalbei
Wiesenwitwenblume
Wilde Möhre
Wilder Majoran / Dost
Wildes Stiefmütterchen
Zinnien
Zitronen-Katzenmelisse
u. v. m.

Informationen zur Gruppe

In der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) Hessisch Oldendorf kommen verschiedene Menschen zusammen, um Gottesdienst zu feiern, oder andere gemeinschaftliche Aktionen zu unternehmen. Im Bienenprojekt der FeG helfen über 30 Leute, jung oder alt, mit oder ohne Migrationshintergrund, Mitglied oder nicht, eine Idylle für Bienen und andere Insekten zu schaffen. Uns ist es ein Anliegen, verantwortungsvoll mit unserer wunderbaren Schöpfung umzugehen. Als viel über das massive Insektensterben berichtet wurde, hatten zwei Gemeindemitglieder im Sommer 2018 die Idee hatten, ein Bienenprojekt ins Leben zu rufen. Tatenlos zusehen war keine Option! Schnell fanden sich weitere Mitstreiter in und außerhalb der Gemeinde, die dieses Projekt seitdem tatkräftig unterstützen. Mit unserer Arbeit wollen wir nicht nur Nahrung und Unterschlupf für Insekten anbieten, sondern auch mit Menschen ins Gespräch kommen und zum Nachdenken anregen. Gemeinschaft und Spaß sind uns ebenfalls wichtig.