Bereits seit über 40 Jahren haben wir einen Garten in einer städtischen Gartenanlage.

Neben vielen verschiedenen Blüh- und Nutzpflanzen haben wir u. a. auch zwei über 70jährige Apfelbäume. War es am Anfang die Faszination für das Aussäen, wachsen und gedeihen und natürlich dem Naschen - kam etwas später auch das kreative Gestalten des Gartens hinzu. Später dann beschäftigte ich mich mehr und mehr mit dem Warum. Warum eine Pflanze gut wächst, warum sie kränkelt. Was steckt dahinter ?

Und zum Schluß: warum gibt es immer weniger Insekten ? Was kann ich dafür tun ?

Ich begann, intensiv in die Materie einzutauchen: verpasste kaum eine Gartensendung im Fernsehen, las Fachliteratur, tauschte mich mit Gleichgesinnten aus und besuchte Baumschnittkurse für Obstgehölze für meine zwei „alten Herren“. Neben der teils körperlich anstrengenden Arbeit ist mir aber immer die Lust am Gärtnern geblieben.

Als ich 2016 mit meinem Vater und mit meinem Mann Sandsteine bei einem Kollegen abholte, bekam die Umgestaltung des Gartens eine neue Dynamik. Auf einer 50 qm großen Fläche konnte ich beginnen ! Sie sollte nicht nur bienen- und insektenfreundlich, sondern auch nachhaltig sein. Ressourcen schonend ( geringer Wasserbedarf ) bei gleichzeitig pflegeleichtem Aufwand.

Ich kaufte die ersten Pflanzen, setzte sie in einen halbrunden Kreis und mulchte sie: zwei zu verschiedenen Zeiten blühende Taglilien, Frauenmantel und rotlaubige Dickblätter.

Außerdem wollte ich das Hochbeet auflösen. Um genügend Höhe für ein Hügelbeet zu erhalten, benötigte ich Erde – viel Erde ! Dazu hob ich eine Grube aus und schuf damit einen Senkbereich zum Sitzen und Beobachten. Die Umrandung des ehemaligen Hochbeetes dient jetzt für den Senkbereich. Die Pflanzen des so neu gewonnenen Hochbeetes erhielt ich durch sich selbst versamte Pflanzen. Lavendel, fette Henne, Frauenmantel und diverse Kräuter konnte ich sofort einsetzen.

Weitere Kräuter folgten dann in dem davor gestalteten Spiralbeet.

Nichts sollte geradlinig sein. Auch die Wege haben ihre geschwungene Form.

So fühlen sich nicht nur Insekten jeglicher Art wohl, sondern auch „unsere“ zahlreichen Eidechsen.

Nebenbei profitieren auch wir von den herrlichen Kräutern, die in unserer Küche Verwendung finden und gerne auch mal als Geschenk weitergegeben werden.

Und abends zu Hause erwartet mich ein Höhengarten mit über 50 Töpfen hoch über der Stadt Heidelberg. Hier summt und brummt es genau so schön wie in unserem Garten. Doch das ist dann schon eine andere Geschichte !

Standort des Beitrags

69124 Heidelberg

Aktions-Bilder

Gartenstrukturen

Anzahl der Projektbeteiligten

3

Quadratmeter

50 m²

Pflanzliste

Mispel, Ginster, Taglilien, Fette Hennen, Frauenmantel, Lavendel, Purpurglöckchen, Löwenmäulchen, Braunellen, Phacelien, Kugeldistel, Salbei, Rosmarin, Oregano, Majoran, Thymian, Efeu

Informationen zur Gruppe

Mein Vater und meinen Mann haben sich von meiner Leidenschaft anstecken lassen.