Kurzbeschreibung des bestehenden Kleinstnaturgartens auf dem Balkon: Der Wilde Meter umfasst zwei Wildpflanzen-Balkone, die zu meiner Münchner Mietwohnung gehören. Das Ziel der naturnahen Begrünung ist die Förderung einheimischer Insekten, Vögel und anderer Kleinlebewesen im privaten urbanen Raum. Das Projekt soll nachgeahmt werden. Zur Verbreitung der Idee mache ich Öffentlichkeitsarbeit.

Die Bepflanzung meiner beiden Südbalkone im fünften Stock im Zentrum von München habe ich 2013 vom ökologisch wertlosen Gartencenter-Sortiment auf ökologisch wertvolle einheimische Wildpflanzen umgestellt. Von rund zehn Quadratmetern Gesamtbalkonfläche nutze ich seitdem etwa drei Quadratmeter als Anbaufläche in Blumenkästen, Töpfen und größeren Kübeln.

Pflanzenauswahl

Aufgrund der Loggienbauweise bietet der Balkon sowohl sonnige, halbschattige als auch schattige Standorte. Von Ende Februar/Anfang März bis Ende Oktober/Anfang November, je nach Witterung, blühen rund 80 verschiedene Arten (Einjährige, Zweijährige, Stauden, Zwiebeln, Gehölze. Detaillierte Pflanzliste siehe unten oder unter Wilde Pflanzen A-Z).

Erde

Ich verwende unterschiedliche Substrate: selbst gemischte Substrate nach Rezepten aus dem Topfbuch von Reinhard Witt und nach Rezepten von Staudengärtnern der Naturgarten-Fachbetriebe, außerdem fertig zu kaufende torffreie Pflanzerde, die für den Bioanbau zugelassen ist und Dachgartensubstrat intensiv von verschiedenen Herstellern. Ausführliche Informationen zu meinen Experimenten mit Erde finden sich auf der Website in der Kategorie Erde und im Bereich Ratgeber unter Erde

Bewässerung

Gegossen wird nach Bedarf mit der Gießkanne. Für kürzere und längere Abwesenheiten in der warmen Jahreszeit gibt es pro Balkon eine Tröpfchenbewässerungsanlage.

Gästeliste

Rund 110 Tierarten wurden seit der Umstellung auf Wildpflanzen auf dem Balkon beobachtet, dokumentiert (Listen, Fotos) und mithilfe von Wissenschaftlern, Experten, Foren und Büchern bestimmt, soweit das mit Fotos überhaupt möglich ist. Darunter waren bisher 22 Wildbienenarten (incl.) Hummeln und die Honigbiene. Der Wilde Meter ist ein Projekt zur Förderung aller Tiere, die die Ressourcen auf dem Balkon nützen können. Aber da der Pflanzwettbewerb sich explizit auf Bienen bezieht, hier nur die detaillierte Liste der beobachteten Wildbienen:

  • Ackerhummel (Bombus pascuorum)
  • Baumhummel (Bombus hypnorum), siehe Foto unten
  • Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris s. str.), siehe Foto unten
  • Feld-Kuckuckshummel (Bombus (Psithyrus) campestris)
  • Steinhummel (Bombus lapidarius)
  • Frühlingspelzbiene (Anthophora plumipes)
  • Furchenbiene (Halictus spec.)
  • Garten-Blattschneiderbiene (Megachile willughbiella)
  • Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta), siehe Foto unten
  • Gewöhnliche Düsterbiene (Stelis breviuscula)
  • Gewöhnliche Löcherbiene (Heriades truncorum), siehe Foto unten
  • Gewöhnliche Schmalbiene (Lasioglossum calceatum)
  • Glockenblumen-Scherenbiene (Osmia rapunculi), siehe Foto unten
  • Graue Sandbiene (Andrena cineraria)
  • Luzerne-Blattschneiderbiene (Megachile rotundata), siehe Foto unten
  • Rainfarn-Maskenbiene (Hylaeus nigritus)
  • Reseden-Maskenbiene (Hylaeus signatus), siehe Foto unten
  • Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus)
  • Rostrote Mauerbiene (Osmia bicornis)
  • Weißfleckige Wollbiene (Anthidium punctatum), siehe Foto unten
  • Wiesenhummel (Bombus pratorum)
  • Zweifarbige Sandbiene (Andrena bicolor)

Die erwachsenen Bienen nutzen das Nahrungsangebot der Blüten (Pollen, Nektar) für sich und ihre Brut, manche Arten nutzen die Blüten verschiedener Pflanzenarten auch als Schlafplatz. Ein Teil der Bienen nimmt die angebotenen Nisthilfen an, teilweise werden für die Nestverschlüsse ebenfalls Ressourcen des Balkons genutzt (Lehm, Blütenblätter); auch Paarungen mancher Arten finden auf dem Balkon statt.

Die Fotos von acht Wildbienenarten findet man auf der Seite unter den „Nachher-Fotos“.
Hier finden Sie die komplette Liste der Tiere: Wilde Tiere A-Z

Übersicht der Entwicklung des Balkonprojekts nach Jahren:

Nach der Umstellung und dem Start mit einjährigen Wildpflanzen habe ich jedes Jahr mit neuen Pflanzen experimentiert. Da keine Kenntnisse vorliegen, welche Insekten an meinem Standort vorkommen, um die Bepflanzung gezielt auf sie abzustimmen, geht das Projekt Wilder Meter den umgekehrten Weg. Der Balkon bietet jedes Jahr ein möglichst breites Angebot an Blütenformen, Gattungen und Arten, die unterschiedliche Insekten nutzen können, Generalisten und Spezialisten. Auf Basis der beobachteten Blütengäste wird das Angebot einer Pflanzenart oder -gattung dann im Folgejahr beibehalten, vergrößert oder durch eine andere ersetzt. Ein weiteres Kriterium war, jedes Jahr neue Pflanzen kennenzulernen, Pflanzen für verschiedene Standorte (trocken, feucht, sonnig, halbschattig etc.) zu testen und ein durchgehendes Blütenangebot vom Frühjahr bis in den Herbst zu schaffen. Pflanzen, die den Wilden Meter wieder verlassen, werden an Naturgartenfreunde verschenkt, im Arnulfpark oder bei meiner Mutter in der Oberpfalz im Garten ausgepflanzt.

Die ersten Jahre habe ich auch mit verschiedenen Substraten experimentiert. Die Erfahrungen mit Pflanzen und Substraten gebe ich auf der Website weiter und ich tausche mich dazu auch mit anderen Wildpflanzenbalkongärtnern aus (E-Mails, Kommentare, Facebook, Foren), da das Balkongärtnern mit Wildpflanzen Pionierarbeit ist und wir – wie Reinhard Witt in Heidelberg bei seiner Rede zum 30-jährigen Vereinsjubiläum so treffend gesagt hat – „nur miteinander und voneinander lernen“.

In diesem Überblick werden nur jeweils die neuen Pflanzen und das neue Substrat der Saison aufgelistet („neu im Test“).

2007 – Einzug in die Wohnung mit zwei Balkonen (Loggien)
2008 – 2012 Gartencenter-Bepflanzung
2012/Juli – Zufälliges Kennenlernen eines bienenumsummten Wildpflanzenbalkons einer befreundeten Kollegin. Es war wie eine Proustsche Erfahrung: Die Rückerinnerung an die Blumenwiesen meiner Kindheit auf dem Land traf mich wie ein Blitz. Ich wusste nicht, dass man das auf dem Balkon haben kann. Ich war völlig weg und wusste sofort: "Das will ich auch!" Die Kollegin hatte aus Kostengründen einjährige Wildkräuter ausgesät, wusste aber nicht mehr, woher sie das Samentütchen hatte. Ich wollte mich im nächsten Jahr im Internet auf die Suche machen.
2013/April – Eine Wildbiene nistet in Röhrchen unseres Liegestuhls. Ich erfahre, dass es in Deutschland rund 560 Wildbienenarten gibt und frage mich, warum mir das bayerische Schulsystem diese wunderbare Information vorenthalten hat.
2013 – Umstellung des halben Balkons auf Wildpflanzen mit Kornblumen und Mohnblumen von Bingenheimer, die ich im Bioladen gefunden habe; ich habe nur den halben Balkon umgestellt, um auf der anderen Hälfte auf jeden Fall Blumen zu haben, falls das Experiment nichts wird. Die Zierpflanzenhälfte bekommt im Laufe des Sommers den Namen „Death Valley“. Die Fassadenbegrünung mit Wildem Wein und Knöterich bleibt bestehen. Erwerb des Buchs "Wildbienen. Die anderen Bienen" von Paul Westrich
2014 Frühjahr – Vortrag von Paul Westrich in Haar bei München und Erwerb des Wildpflanzen-Topfbuchs von Reinhard Witt, auf das ich im Internet stoße.
2014 – Es gibt kein Halten mehr. Radikale Umstellung der Balkonbegrünung auf größtenteils einheimische Wildpflanzen: Aussaat der Wildbienenmischung einjähriger Wildpflanzen, entwickelt von Paul Westrich und Bernd Dittrich, Inhaber der Gärtnerei Syringa und Pflanzen aus dem Sortiment „Staudenmix“ von Obi, auf denen auf der Verkaufsfläche Bienen sitzen; selbstgemischtes Substrat lt. Rezept im Topfbuch.
2015 – Bekanntschaft mit Reinhard Witt als Planer für ein Blühflächenprojekt, das ich im Arnulfpark initiiere, und dem Naturgartenverein. Nachdem alle Familienmitglieder und Freunde bei meinen Fotos „Biene auf Blüte“ schon ermattet abwinken („nein, nicht schon wieder Hummeln!“ oder "Insekten?! Im Alter wirst du komisch!"), bin ich total überrascht, als Witt sagt: „Das sind ja total wertvolle Fotos!“ Ich bin ermutigt, weiterzumachen, und werde Mitglied im Naturgarten e. V. Neu im Test: nach dem Staudenseminar für Balkone von Naturgartenprofi Barbara Stark im ÖBZ ziehen erste Stauden auf dem Wilden Meter ein; neu getestet wird auch ein selbstgemischtes Substrat mit Zutaten aus einem Münchner Erdwerk
2016 – Neu im Test: Moschata-Rosen (ebenfalls die Folge der Lektüre eine Witt-Buchs über naturnahe Rosen), Kugeldisteln, Wilde Karden und erste Stauden für den Halbschatten. Außerdem: Systematische Tests verschiedener Methoden zur Blumenzwiebel-Übersommerung und - wiedereinpflanzung (im Auftrag von Reinhard Witt). Blumenzwiebeln werden von seit 2007 gepflanzt und (teilweise) übersommert oder ausgepflanzt, aber nicht systematisch und dokumentiert.
2017 – Der Wilde Meter bekommt eine Website. Im Herbst: Dokumentation (Makrofotos) und Bestimmung der Nestverschlüsse in den Nisthilfen mithilfe von Paul Westrich. Neu im Test: weitere Stauden für sonnige Standorte mit dem Schwerpunkt „spät blühende Arten“, um das Blütenangebot in den Herbst hinein zu verlängern; fertig gekaufte Substrate (Dachgartensubstrat von Ökohum und torffreie Bio-Erde der Münchner Wertstoffhöfe).
2018 – Neu im Test: Stauden für sumpfige Standorte (Blutweiderich, Teufelsabbiss), neue Stauden für extrem sonnige und trockene Standorte (hängen nach außen und werden nicht gegossen, sie heißen Schicksalskästen, weil sie ihrem Schicksal überlassen werden, um die Nachbarn nicht mit Gießwasser zu belästigen. Nicht nur Sedum wächst dort, sondern auch Pflanzen aus Dachbegrünungssortimenten: z. B. Schnittlauch, Karthäusernelke, Rundblättrige Glockenblume und Feld-Thymian; herbstblühende Krokusse (z. B. Pracht-Herbstkrokus). Neu im Test ist auch das Dachgartensubstrat von Vulcatec.
2019 – Neue Stauden im Test: Pflanzpaket für sonnige Standorte und Pflanzpaket für schattige Standorte von Stauden Spatz & Frank (jeweils bei mir und bei meiner Mutter als Vergleichsstandort in Ostbayern)
2020 – Neu im Test: weitere Gehölze (Liguster, Faulbaum) und Stauden als Gehölzunterpflanzung; ein Farn im Topf; eigene Aussaaten von Stauden zur Vermehrung und Aussaat einer Staudenmischung direkt in den Kasten.

Öffentlichkeitsarbeit

1) Online-Magazin Wilder Meter www.wildermeter.de

Seit März 2017 informiere ich im Online-Magazin Wilder Meter darüber, wie man mit einem Wildpflanzen-Balkon einheimische Insekten, Vögel und andere Kleinlebewesen im privaten Raum fördern kann.

Das Ziel der Online-Magazins ist es, die Idee einer naturnahen Balkonbegrünung zu verbreiten. Das Motto lautet: Weg mit den Geranien, her mit den Wildblumen! Balkongärtnern mit unseren Wildpflanzen ist gärtnerisches Neuland. Um den Einstieg so einfach wie möglich zu machen, versorge ich Leserinnen und Leser mit grundlegenden Informationen, Tipps von Staudengärtnern (Fachbetriebe Naturgartenverein) und der Empfehlung, das Wildpflanzen-Topfbuch von Reinhard Witt anzuschaffen mit umfangreichen Informationen. Außerdem berichte ich von meinen Erfahrungen aus der Praxis (Tops und Flops) und biete anderen Wildblumen-Balkongärtnern die Möglichkeit, von ihren Erfahrungen zu berichten. Eine weitere Kategorie der Beiträge befasst sich mit spannenden Naturbeobachtungen auf meinem Balkon, um zu zeigen, welche faszinierenden Erlebnisse auch ein Kleinstnaturgarten bietet.

Das Online-Magazin begreift sich als engagiertes Organ im Bereich Naturschutz, Artenschutz und Artenvielfalt im Kleinst-Naturgarten Balkon. Es wird keinerlei Fachwissen vorausgesetzt. Die Website ist frei von bezahlter Werbung und wird ehrenamtlich betrieben.

Regelmäßig berichte ich auch zum Pflanzwettbewerb "Wir tun was für Bienen" der Initiative "Deutschland summt", seit man – passend zum redaktionellen Konzept – in der Kategorie "Balkone und Terrassen" teilnehmen kann. Ziel ist es, Menschen durch den Wettbewerb zu motivieren, ihre Balkone bienenfreundlich zu begrünen. Folgende Beiträge sind erschienen:

24.4.2018 - Bundesweiter Pflanzwettbewerb: Wir tun was für Bienen

26.9.2018 - Leanders Wildbienen-Balkon gewinnt

9.10.2019 - Balkonbesuch: Bei Atessa in Paderborn (Teilnehmerin des Pflanzwettbewerbs 2019)

15.4.2020 - Pflanzwettbwerb: Wir tun was für Bienen 2020
Dieser Artikel bleibt vom 15. April bis zum 31.7. prominent auf der Titelseite platziert.

April/Mai 2020 – Persönliche E-Mails an befreundete Naturbalkon-Mitstreiter, mit der Info "Neue Kategorie 'Bestehende Naturbalkone'"

15.6.2020 - Balkonbesuch: Bei Steffi in Hamburg (Gewinnern 2019 in der Kategorie Balkone)

2) Begleitende Social-Media-Kanäle:
Ergänzend zum Online-Magazin gibt es seit Juli 2017 eine Facebook-Seite, einen Instagram-Account und einen YouTube-Kanal zur Erhöhung der Reichweite:

Facebook: https://www.facebook.com/wildermeter
Instagram: https://www.instagram.com/wilder.meter
YouTube: https://www.youtube.com/channel

Auf Facebook unterstütze ich den Pflanzwettbewerb "Wir tun was für Bienen" mit Postings.

3) Veranstaltungen zum Thema insektenfreundliche Balkone
Teilnahme an Infoständen der Regiogruppe München des Naturgartenvereins, seit 2017
Tag der offenen Balkontür (Besichtigung, Führung), Juni 2018
Vorträge und Workshops seit März 2019
Mitmachaktion: Versand von Saatgut (Bienen-Balkonbuffet von Wildeblumen.at) an 50 Wilde-Meter-Leserinnen und -Leser, die sich verpflichten, es auszusäen und Fotos zu schicken. Ziel: Motivieren, gleichzeitig testen wir die Saatgutmischung an 50 Standorten. 2021 erscheinen die Ergebnisse auf der Website.

4) Pressearbeit zum Thema insektenfreundliche Balkone
Pressemeldungen
Interviews
Beiträge in Büchern und Zeitschriften
Den Pressespiegel findet man hier: Pressespiegel

 

 

Standort des Beitrags

80636 München

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Aktions-Bilder

Nachher-Bilder

Gartenstrukturen

Anzahl der Projektbeteiligten

6

Quadratmeter

10 m²

Pflanzliste

Die Pflanzliste für das Jahr 2020,
inclusive der Pflanzen, die von 2014 bis 2019 getestet wurden, und nicht mehr auf dem Balkon wachsen.

Bezugsquellen: Mitgliedsbetriebe des Naturgartenvereins, ausgezeichnet als Fachbetriebe für naturnahes Grün, u. a. Gärtnerei Strickler, Hof Berg-Garten, Stauden Spatz & Frank, Staudengärtnerei Gaißmayer, Syringa Kräutergärtnerei; außerdem Wilde Blumen (REWISA-Netzwerk, Österreich)

Einjährige Wildblumen

Die Wildbienen-Wildblumenmischung M12 der Kräutergärtnerei Syringa (Fachbetrieb Naturgartenverein), sie wurde in Zusammenarbeit mit dem Wildbienenexperten Paul Westrich entwickelt. Die Mischung enthält 21 einheimische und 2 eingebürgerte einjährige Arten. Ich säe die Mischung oder geerntete Samen aus der Mischung jedes Jahr seit 2014. Es gehe jedoch nie alle Arten auf, sondern nur etwa die Hälfte.

Acker-Rittersporn (Consolida regalis)
Acker-Hundskamille (Anthemis arvensis)
Acker-Ringelblume (Calendula arvensis)
Acker-Senf (Sinapis arvensis)
Färberkamille (Anthemis tinctoria)
Flachs / Blauer Lein (Linum usitatissimum)
Gelb-Senf (Sinapis alba)
Graukresse (Berteroa incana)
Hederich (Rhaphanus raphastistrum)
Kamille, Echte (Matricaria chamomilla /recutita)
Kamille, Geruchslose (Matricaria inodora)
Klatschmohn (Papaver rhoeas)
Kornblumen (Centaurea cyanus)
Kuhkraut (Vaccaria hispanica)
Nelken-Leimkraut (Silene armeria)
Rapunzel-Glockenblume (Campanula rapunculus)
Saat-Wucherblume (Chrysanthemum segetum)
Sommer-Adonisröschen (Adonis aestivalis)
Strahlenbreitsame (Orlaya grandiflora)
Wegerich-Natternkopf (Echium plantagineum)
Weiße Resede (Reseda alba)
Wilde Möhre (Daucus carota)
Wildes Stiefmütterchen (Viola tricolor)

Weitere Samen einjähriger Sommerblumen – Samen aus der Ernte 2019:

Kornrade (Agrostemma githago)
Rapunzel-Glockenblume (Campanula rapunculus)

Zwei- und mehrjährige Stauden verschiedener Wildpflanzen-Gärtnereien, die Mitgliedsbetriebe im Naturgarten-Verein sind.

Acker-Glockenblume (Campanula rapunculoides)
Ähriger Ehrenpreis (Veronica spicata)
Alpen-Aster, Sorte Pinkie (Aster alpinus ‚Pinkie‘)
Alpen-Rebe (Clematis alpina)
Ästige Graslilie (Anthericum ramosum)
Bärlauch (Allium ursinum)
Berg-Aster (Aster amellus)
Berg-Lauch (Allium senescens)
Berg-Lauch, Sorte Glaucum (Allium senescens ‚Glaucum‘)
Berg-Steinkraut, Sorte Berggold (Alyssum montanum ‚Berggold‘)
Dichtblütiger Ziest, Sorte Rosea (Stachys monnieri ‚Rosea‘)
Duft-Odermennig (Agrimonia procera)
Duft-Veilchen (Viola odorata)
Dunkle Königskerze, Sorte Album (Verbascum nigrum ‚Album‘ )
Echte Bergminze (Calamintha sylvatica)
Echtes Salomonsiegel, Sorte Weihenstephan (Polygonatum odoratum ‚Weihenstephan‘)
Edel-Gamander (Teucrium chamaedrys)
Feld-Thymian/Quendel (Thymus pulegiodides)
Felsen-Fetthenne (Sedum reflexum)
Frauenfarn (Athyrium filix-femina )
Frühlings-Hainsimse, Sorte ‚Igel‘ (Luzula pilosa ‚Igel‘)
Frühlings-Platterbse (Lathyrus vernus)
Gelbe Resede (Reseda lutea)
Gelbe Skabiose (Scabiosa ochroleuca)
Gewöhnliche Grasnelke (Armeria maritima)
Gewöhnlicher Blutweiderich (Lythrum salicaria)
Gewöhnlicher Hornklee (Lotus corniculatum)
Gewöhnlicher Natterkopf (Echium vulgare)
Gewöhnlicher Teufelsabbiss (Succisa pratensis)
Gewöhnliches Sonnenröschen (Helianthemum nummularium)
Goldhaar-Aster (Aster linosyris)
Große Ehrenpreis (Veronica teucrium)
Große Sterndolde (Astrantia major)
Große Sternmiere (Stellaria holostea)
Hängepolster-Glockenblume, Sorte Blue Gown (Campanula poscharskyana ‚Blue Gown‘)
Hängepolster-Glockenblume, Sorte Stella (Campanula poscharskyana ‚Stella‘)
Hohe Fetthenne (Sedum telephium)
Karthäusernelke (Dianthus carthusianorum)
Kleinblütige Bergminze (Calamintha nepeta)
Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella)
Knäuel-Glockenblume (Campanula glomerata)
Knotiger-Storchschnabel (Geranium nodosum)
Kriechender Günsel (Ajuga reptans)
Langblättriger Ehrenpreis (Veronica longifolia)
Liegender Ehrenpreis (Veronica prostrata)
Maiglöckchen (Convallaria majalis)
Mauer-Zimbelkraut (Cymbalaria muralis)
Moschus-Malve (Malva moschata)
Nessel-Glockenblume (Campanula trachelium)
Nickendes Leimkraut (Silene nutans)
Ochsenauge (Buphthalmum salicifolium)
Orangroter Wundklee (Anthyllis vulneraria ssp. coccinea)
Österreichische Königskerze (Verbascum chaixii)
Pfirsichblättrige Glockenblume, Sorte Alba (Campanula persicifolia ‚Alba)
Pyrenäen-Aster, Sorte Lutetia (Aster pyrenaeus ‚Lutetia‘)
Pyrenäen-Reiherschnabel (Erodium manescavii)
Quirlblütiger Salbei (Salvia verticillata)
Rosmarin-Weidenröschen (Epilobium dodonaei)
Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)
Sand-Grasnelke (Armeria maritima ssp. elongata)
Sand-Thymian (Thymus serpyllum)
Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre)
Schnittlauch (Allium schoenoprasum)
Schwertblättriger Alant (Inula ensifolia)
Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa)
Spinnweben-Hauswurz (Sempervivum arachnoideum)
Steinbrech-Felsennelke (Petrorhagia saxifraga)
Steppen-Salbei (Salvia nemorosa)
Steppen-Salbei, Sorte Mainacht (Salvia nemorosa ‚Mainacht‘)
Steppen-Salbei, Sorte Blauhügel (Salvia nemorosa ‚Blauhügel‘)
Südliche Skabiose (Scabiosa agrestis)
Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria)
Wald-Erdbeere (Fragaria vesca)
Wald-Glockenblume (Campanula latifolia var. macrantha Alba)
Wald-Habichtskraut (Hieracium sylvaticum)
Waldmeister (Galium odoratum)
Wald-Witwenblume (Knautia dipsacifolia)
Weiße Fetthenne (Sedum album)
Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)
Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense)
Wildes Löwenmaul (Antirrhinum majus)
Zwerg-Ehrenpreis ‚Blauteppich‘ (Veronica spicata ‚Blauteppich‘)
Zwerg-Glockenblume (Campanula cochleariifolia)

Zwiebeln – Frühjahrsblüher, Sommerblüher, Herbstblüher

In der Liste erscheinen die Pflanzen, die im Herbst 2019 für die Blühsaison 2020 gepflanzt habe oder ständig im Topf sind.

Krokusse:
Elfenkrokus (Crocus tommasinianus)
Frühlingskrokus, Sorte: Jeanne d’Arc (Crocus vernus ‚Jeanne d’Arc‘ )
Zweiblütiger Krokus, Sorte: Miss Vain (Crocus biflorus ‚Miss Vain‘)

Lauch-Arten:
Kugellauch (Allium sphaerocephalon)
Purpur-Kugellauch, Sorte: Purple Sensation (Allium aflatuense ‚Purple Sensation‘)

Traubenhyazinthen:
Armenische Traubenhyazinthe (Muscari armeniacum)
Breitblättrige Traubenhyazinthe (Muscari latifolium)
Himmelblaue Traubenhyazinthe (Muscari azureum)
Kleine Traubenhyazinthe, Sorte: Superstar (Muscari botryoides ‚Superstar‘)
Schopfige Traubenhyazinthe (Muscari comosum)
Weinbergs-Traubenhyazinthe (Muscari neglectum)

Tulpen:
Felsen-Tulpe, Sorte: Lilac Wonder (Tulipa bakeri  ‚Lilac Wonder‘)
Zwerg-Stern-Tulpe (Tulipa tarda)

Herbstblüher
Pracht-Herbstkrokus (Crocus speciosus)

Gehölze

Faulbaum (Rhamnus frangula)
Liguster (Ligustrum vulgare)
Wilder Rankenwein (Parthenocissus inserta)

Stauden, die auf dem Balkon seit 2015 schon einmal getestet und später in die Gärten von Freunden oder Familienmitgliedern oder auf meine Wildblumenwiese im Arnulfpark ausgepflanzt wurden.

Die Gründe:

  • Sie haben gut funktioniert, aber ich wollte mit neuen Pflanzen experimentieren. Aus Platzgründen mussten sie weichen oder waren zweijährig und haben nach der Blüte den Platz von sich aus frei gemacht.
  • Sie wurden spärlich von Insekten hier im Arnulfpark besucht.
  • Sie blühen nur sehr kurz und blockieren den Platz für zwölf Monate.
  • Sie mochten auf keinem Standort, den ich auf dem Balkon anbieten kann, so recht gedeihen.
  • Sie sind im Topf einfach verschwunden. Das gibt es auch, hat mir eine Staudengärtnerin gesagt. Manche Pflanzen sind demnach zwar mehjährig aber kurzlebiger als andere.
  • Und naja, dem Sonder- und Extremstandort Topf auf einem Balkon, samt Münchner kalkhaltigem Leitungswasser und Loggia-Mikroklima sind die Pflanzen auch unterschiedlich gewachsen. Manche gehen einfach ein.

Alpen-Steinquendel (Acinos alpinus)
Aufrechter Ziest (Stachys recta)
Duft-Nessel Blue Fortune (Agastache-rugosa -Hybride Blue Fortune)
Duft-Skabiose (Scabiosa canescens)
Echtes Leinkraut (Linaria vulgaris)
Echtes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)
Färberscharte (Serratula tinctoria)
Frühlings-Fingerkraut (Potentilla neumanniana)
Gelber Salbei (Salvia glutinosa)
Gewöhnlicher Dost (Origanum vulgare)
Gewöhnliche Ochsenzunge (Anchusa officinalis)
Gewöhnliche Rispen-Flockenblume (Centaurea stoebe)
Glanz-Skabiose (Scabiosa lucida)
Goldkrokus (Sternbergia lutea), kein botanischer Krokus
Großblütige Königskerze (Verbascum densiflorum)
Heil-Ziest (Stachys officinalis)
Herbst-Krokus, Sorte ‚Millesimo‘ (Cocus ligusticus ‚Millesimo‘)
Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)
Knöterich (Polygonum aubertii)
Muskatellersalbei (Salvia sclarea)
Orangerotes Habichtskraut (Hieracium aurantiacum)
Rainfarn (Tanacetum vulgare)
Ruthenische Kugeldistel (Echinops ritro)
Waldziest (Stachys sylvatica)
Wiesen-Alant (Inula britannica)
Wilde Karden (Dipsacus fullonum)
Wollige Kratzdistel (Cirsium eriophorum)

Aktuelle Bepflanzung 2020 – siehe auch Dokumentation auf der Website: www.wildermeter.de/pflanzen-a-bis-z

 


Informationen zur Gruppe

Die aktive Balkongärtner-Gruppe besteht aus mir, mit ideeller als auch zeitweise tatkräftiger Unterstüztung meines Manns, meiner Mutter, meines Vaters, meines Schwiegervaters und meiner Nichte: Mein Mann übernimmt das Tragen schwerer Erdsäcke, baut und installiert Nisthilfen (Bohrungen in Laubholzblöcke, Aufhängung) und kümmert sich um die Tröpfchenbewässerungsanlage. Meine Mutter ist an gärtnerischen Aufgaben beteiligt. Sie liefert Wurmkompost und Gartenerde aus ihrem Garten für selbstgemischte Substrate bzw. den Kompost, den ich auch zum Düngen verwende. Sie hilft mir beim Pikieren und gibt mir mit ihrer langen Gartenerfahrung dazu Tipps. Sie betreut Balkon-Testkästen mit bestimmten Pflanzkombinationen, um mehr Erfahrungen an verschiedenen Standorten zu sammeln (aktuell Pflanzpaket für Halbschatten und Pflanzpaket für Sonne der Staudengärtnerei Spatz & Frank). Mein Vater hat mehrere Nisthilfen für uns gebaut. Der Schwiegervater hat einen eigenen Spechtschutz für die Nisthilfen konstruiert und gebaut (nach meinen spezielle Anforderungen, muss hübsch und abnehmbar sein zum Fotografieren), er hat außerdem eine Abdeckung für die Wassertonnen konstruiert und gebaut (auch nach meinen Anfoderungen: maximaler Stellplatz für Töpfe). Mein Schwiegervater hat außerdem für den Balkon eine Holzgräting konstruiert und zusammen mit meinem Mann gebaut. Die ist sehr hilfreich für den Ablauf von Wasser und im Winterlager als Abstandshalter zum Beton. Außerdem stellt er seine Werkstatt zur Verfügung, wenn wir wieder mal Löcher in einen Nisthilfe-Holzblock aus Hartholz bohren müssen. Meine Nichte übernimmt immer Aufgaben, wenn sie zu Besuch ist: einjährige Sommerblumen ansäen oder Nestverschlüsse zählen und markieren für statistische Auswertungen. Insgesamt sind wir also 6, wobei ich die Leitung innehabe.