In den Wohnanlagen der HANSA Baugenossenschaft gibt es viele freie Rasenflächen von unterschiedlicher Größe. Manche dieser Flächen werden zum Spielen oder als Aufenthaltsort genutzt, hier muss der Rasen eher niedrig bleiben. An einigen Stellen ist aber genug Platz zum Anlegen einer Wildblumenwiese.

In unserer Mitgliederzeitschrift machten wir auf die Wichtigkeit von Wildblumenwiesen aufmerksam und riefen die Bewohner*innen dazu auf, uns geeignete Standorte für solche Wiesen zu nennen. Daraufhin bekamen wir einige Rückmeldungen aus ganz unterschiedlichen Stadtteilen. Gemeinsam mit unserer Garten-Regie und einem Experten vom NABU Hamburg wählten wir aus den Vorschlägen acht verschiedene Flächen in drei Wohnanlagen aus, auf welchen unsere ersten Wildblumenwiesen entstehen sollten. Die Fläche beläuft sich insgesamt auf rund 1000m².

Beim Abtragen der Grasnarbe und Fräsen holten wir uns Unterstützung, denn die Flächen betragen teilweise über 250m² – zu groß für eine Bearbeitung nur mit Schaufel und Spaten.

Über die Mitgliederzeitschrift und Treppenhausaushänge informierten wir die Mitglieder über das Vorhaben und luden zu einer gemeinsamen Aussaataktion in jeder der drei Wohnanlagen ein. Einige Bewohner*innen folgten der Einladung und säten mit großem Enthusiasmus die Wiesensamen aus. Bei der Auswahl der Samen achteten wir auf regionales Saatgut, das für Norddeutschland geeignet ist.

Nun beobachten wir die ersten aus der Erde spitzenden Pflänzchen beim Wachsen und freuen uns auf eine bunte Blumenwiese, in der es summt und schwirrt! Haben sich die Wiesen erstmal etabliert, bieten sie den Bewohner*innen eine optimale Fläche für kleine Aktionen wie Insektenbeobachtungen oder Picknicks.

Auch in den kommenden Jahren wollen wir Vorschläge unserer Mitglieder aufgreifen und gemeinsam Rasenflächen in Blumenwiesen umwandeln.

 

 

Standort des Beitrags

Hamburg-Wandsbek, Hamburg-Billstedt und Hamburg-Lohbrügge

Nachher-Bilder

Gartenstrukturen

Quadratmeter

insgesamt ca. 1000 m²

Pflanzliste

Blumen 50%

Achillea millefolium (Gewöhnliche Schafgarbe), Agrimonia eupatoria (Kleiner Odermennig),  Anthriscus sylvestris (Wiesen-Kerbel), Betonica officinalis (Heilziest), Campanula glomerata (Knäuel-Glockenblume), Campanula patula (Wiesen-Glockenblume), Campanula rotundifolia (Rundblättrige Glockenblume), Carum carvi (Wiesen-Kümmel), Centaurea cyanus (Kornblume), Centaurea jacea (Wiesen-Flockenblume); Centaurea scabiosa (Skabiosen-Flockenblume), Crepis biennis (Wiesen-Pippau), Daucus carota (Wilde Möhre), Galium album (Weißes Labkraut), Galium verum (Echtes Labkraut), Galium wirtgenii (Wirtgen-Labkraut), Geranium pratense (Wiesen-Storchschnabel) Heracleum sphondylium (Wiesen-Bärenklau), Hypericum perforatum (Echtes Johanniskraut), Hypochaeris radicata (Gewöhnliches Ferkelkraut), Jasione montana (Berg- Sandglöckchen), Knautia arvensis (Acker-Witwenblume), Lathyrus pratensis (Wiesen-Platterbse), Leontodon hispidus (Rauer Löwenzahn), Leucanthemum ircutianum/vulgare (Wiesen-Margerite), Lotus corniculatus (Hornschotenklee), Lychnis flos-cuculi (Kuckucks-Lichtnelke) Malva moschata (Moschus-Malve), Medicago lupulina (Gelbklee), Papaver dubium (Saatmohn),Papaver rhoeas (Klatschmohn), Pimpinella major (Große Bibernelle), Pimpinella saxifraga (Kleine Bibernelle), Plantago lanceolata (Spitzwegerich), Plantago media (Mittlerer Wegerich), Primula veris (Echte Schlüsselblume), Prunella vulgaris (Gewöhnliche Braunelle), Ranunculus acris (Scharfer Hahnenfuß), Ranunculus bulbosus (Knolliger Hahnenfuß), Rhinanthus minor (Kleiner Klappertopf), Rhinanthus serotinus (Großer Klappertopf), Rumex acetosa (Wiesen-Sauerampfer), Rumex thyrsiflorus (Rispen-Sauerampfer), Salvia pratensis (Wiesen-Salbei), Sanguisorba minor (Kleiner Wiesenknopf), Sanguisorba officinalis (Großer Wiesenknopf), Scorzoneroides autumnalis (Herbst-Löwenzahn), Silene dioica (Rote Lichtnelke), Silene vulgaris (Gewöhnliches Leimkraut), Stellaria graminea (Gras-Sternmiere), Tragopogon pratensis (Wiesen-Bocksbart), Vicia cracca (Vogelwicke), Vicia sepium (Zaunwicke)

Gräser 50%

Agrostis capillaris (Rotes Straußgras), Alopecurus pratensis (Wiesen-Fuchsschwanz), Anthoxanthum odoratum (Gewöhnliches Ruchgras), Arrhenatherum elatius (Glatthafer), Briza media (Gewöhnliches Zittergras), Bromus erectus (Aufrechte Trespe), Bromus hordeaceus (Weiche Trespe), Cynosurus cristatus (Weide-Kammgras), Festuca brevipila (Raublättriger Schwingel), Festuca guestfalica (ovina) (Schafschwingel), Festuca pratensis (Wiesenschwingel), Festuca rubra (Horst-Rotschwingel), Helictotrichon pubescens (Flaumiger Wiesenhafer), Poa angustifolia (Schmalblättriges Rispengras), Poa pratensis (Wiesen-Rispengras), Trisetum flavescens (Goldhafer).

Informationen zur Gruppe

Als Kommunikationsmedien nutzten wir unsere Mitgliederzeitschrift "bei uns", unsere Homepage und Aushänge in den Treppenhäusern der Wohnanlagen. In der Mitgliederzeitschrift informierten wir über die Wichtigkeit von Wildblumenwiesen und riefen die Mitglieder dazu auf, uns geeignete Flächen für Wiesen in ihren Wohnanlagen zu melden. Der Artikel bekam viel Zuspruch und wir erhielten Vorschläge aus ganz unterschiedlichen Orten Hamburgs. Auch bei der Aussaat der Wiesen war es uns wichtig, die Bewohner*innen vor Ort zu beteiligen. Deshalb luden wir per Treppenhausaushang in den entsprechenden Wohnanlagen zu einer gemeinsamen Aussaataktion ein. Über diese Aktionen fanden sich interessierte Bewohner*innen, die in Zukunft einen besonderen Blick auf die entstehenden Blumenwiese in ihrer Nachbarschaft werfen wollen.