Pflanzwettbewerb
„Wir tun was für Bienen!“
Bepflanzte Fläche: 832.009 m²

Eine Familie packt es an: Wir haben gemerkt, dass wir etwas ändern müssen. Klimawandel, Insektensterben - es darf nicht mehr so weiter laufen wie bisher. Obwohl unser Garten am Rande des Bliesgaus im Südsaarland bereits viele Jahre nur biologisch und biodynamisch bewirtschaftet  wurde, war noch Luft nach oben: Nach Markus Gastls System der Permakultur und Naturmodulen fingen wir an, das Bestehende in unserem großen Blumen- und Gemüsegarten zu verbessern, die Pflege an die Bedürfnissse und Lebenszyklen von Pflanzen und Tieren noch genauer anzupassen. Seit 2019 wurden noch viele Frühblüher und spezielle Wildpflanzen im klassischen Blumengarten ergänzt, und 2021 war die Umwandlung des Hortensienbeetes neben der Haustür fällig - mit der wir uns hier bewerben. Es sind nur 6 Quadratmeter Beet - drumherum sind allerdings noch 1.000qm Blumen- und Nutzgarten. Wir - das sind Mama, Papa, meine Tochter Rania und ich. Einst war das Hortensienbeet unser gemeinsamer Traum, eine Erinnerung an fantastische Bretagne-Urlaube - doch der Klimawandel ließ die Pflanzen immer mehr leiden und schließlich überzeugten uns unsere heimischen Wildpflanzen mit ihrem Charme und ihrer magischen Anziehungskraft für Wildbienen und Schmetterlinge. Und so versetzten meine Eltern im vergangenen Herbst den kläglichen Rest der Hortensien in ein "Gnadenbeet" im Halbschatten  - dann zogen zahlreiche Wildpflanzen in das sonnige Beet neben der Haustür ein. Gemeinsam tüftelten wir neue Strukturen für dieses Beet und den restlichen Garten aus, Steinhaufen und Totholz integrierten wir an mehreren Stellen, bauten einen Turm der Artenvielfalt, legten in einem anderen Gartenbereich noch ein weiteres Magerbeet mit Trockenmauer aus heimischen Kalksteinen sowie zwei Mini-Teiche an. Ich bin sozusagen die fachliche Beratung, denn ich bilde mich seit zwei Jahren autodidaktisch zur Wildbienenkennerin weiter und gebe im Regionalverband Saarbrücken Volkshochschulkurse zu Wildpflanzen, Wildbienen und Schmetterlingen - und wie man Naturgärten korrekt anlegt. In 2020 wurde eines meiner Projekte durch die UN-Dekade Biologischen Vielfalt ausgezeichnet. Mittlerweile weitet sich meine Öffentlichkeitsarbeit auf das Fernsehen aus, ich durfte dieses Jahr zwei Filme mit dem SR über Wildbienen-Nisthilfen drehen, den letzten vor zwei Tagen. Meine Tochter lernt fleißig mit, kennt viele Bienenarten, ist aktiv in der Naturschutzjugend (die ich gegründet habe) und klärt Kinder in der Schule auf. Ich würde sagen, unsere Familie ist das perfekte Naturgarten-/ Wildbienen-Team!

Standort

66271 Kleinblittersdorf

Vorher- & Nachher-Bilder

Heimische Pflanzen

Pflanzliste

Wir haben natürlich in diesem Beet keine Gehölze gesetzt, und wir ziehen in Anzuchtschalen die Jungpflanzen vor, bevor sie ins Beet dürfen, denn so ist ihr Überleben aussichtsreicher. Das Beet wird auch ständigem Wandel unterliegen, denn immer wieder entdecken wir neue Pflanzenarten für uns und vermehren sie. Wenn wir Pflanzen bestellen, dann nur bei zertifizierten Händlern wie Hof Berggarten, Gärtnerei Strickler usw. Bei uns im Bliesgau kommen sehr viele Wildpflanzen noch in der freien Landschaft vor und aus deren Samen ziehen wir uns auch ab und zu etwas.

Für eine Pflanzenliste bin ich jetzt echt zu müde nach der ultraanstrengenden Woche mit zwei Drehtagen…. guckt einfach auf die Fotos und vertraut unserem Fachwissen ; )) Das Meiste hab ich oben schon genannt. Sind fast alles mehrjährige Stauden oder welche, die sich durch Selbstaussaat gut vermehren.

Gartenstrukturen

Aktionsbilder & Infoarbeit

Jubelbilder

Fläche

6 m²

Anzahl der Projektbeteiligten

4

Informationen zur Gruppe

Bei der Anlage dieses Beetes haben wir als Familie zusammengearbeitet. Aber unser Fachwissen haben wir nur durch hohe Vernetzung mit Wildbienen-/ Schmetterlingsexperten, Umweltministerium, Naturgärtnern sowie Fachbücher erarbeiten können.