Es wurde im Stadtbereich von Aschaffenburg 10 neue Blühstreifen und –flächen angelegt, insgesamt wurde so rund 3500 m² wildbienenfreundlich umgestaltet, die Flächengrößen lagen dabei zwischen 100 m² und 900 m². Der Leiter des Gartenbauamtes war sofort aufgeschlossen für die Idee, und die Mitarbeiter hatten viel Freude bei der Arbeit. Sie waren von der Idee etwas Gutes für die Natur zu tun begeistert. Als Saatmischungen wurden ein Schmetterlings- und Wildbienensaum, ein Wärmeliebender Saum, eine Verkehrsinselmischung und eine Feldblumenmischung gewählt. Die Mischungen berücksichtigt in besonderem Maß die Ansprüche von Wildbienen und Schmetterlingen an Trachtpflanzen. Viele der enthaltenen Arten sind selten oder selten geworden; es handelt sich um botanische Kostbarkeiten mit einer besonders ansprechenden Ästhetik. Für die Insektenwelt sind die Pflanzen wertvolle Pollen- und Nektarquellen. Es wurde bei der Auswahl der Saatmischungen auch darauf geachtet, dass oligolektische Wildbienenarten auch Ihr Futter finden können. So blüht nun zum Beispiel der Natternkopf für Natternkopf-Mauerbiene oder die Malve für die Malven-Langhornbiene. Zudem wurde bei der Zusammensetzung der Saatmischungen darauf geachtet, dass über das ganze Jahr Blüten als Futterquelle zur Verfügung stehen. Auch das Mahdregime wurde insektenfreundlich angepasst. So bleiben diese Bereiche auch über den Winter stehen, damit die nächste Generation von Wildbienen in den Pflanzenstängeln überwintern kann. Wo vorher sterile Flächen oder ungeeignete Gewächse vorherrschten, blühen nun heimische Wildblumen für unsere Wildbienen und andere Insekten. Die Aktion soll auch weitergeführt werden. So sollen noch vielen Blühflächen hinzukommen. Die Umgestaltung weiterer Flächen ist bereits in Planung. Die neuen Flächen werden von unseren Wildbienen gut angenommen. Außerdem erfreut sich auch das menschliche Auge an den bunten Farbtupfern in der Stadt.

Standort des Beitrags

Aschaffenburg

Quadratmeter

3500 m²

Pflanzliste

In den Saatmischungen sind 50 – 70 verschiedene heimische Wildblumenarten enthalten, z. B. Kornblume, Mohn, Barbarakraut, Glockenblumen, Disteln, Flockenblumen, Wilde Karde, Nelken, Witwenblumen, Leinkraut, Dost, Wegerich, Schlüsselblumen, Wicken, Ackerveilchen, Schafgarbe, Kamille, Akelei, Mädesüß, Wiesenknopf, Hahnenfuß, Rittersporn, Ehrenpreis, Königskerzen und verschiedene Kleesorten. Es handelt sich um autochtones Saatgut mit bis zu 100 % Wildblumenanteil, welches jeweils nach an den unterschiedlichen Standorten ausgewählt wurde.

Informationen zur Gruppe

Die Aktion wurde durch das städtische Gartenamt der Stadt Aschaffenburg ausgeführt. Dies geschah auf Anregung und in Rücksprache mit dem Aktionsbündnis "Aschaffenburg summt!", welches sich aus Vertretern vom Umweltamt der Stadt, der Kreisgruppe des Landesbund für Vogelschutz und des Bienenzuchtvereins Aschaffenburg-Damm zusammensetzt. An allen Flächen sollen nun noch Infotafeln aufgestellt werden, um die Bevölkerung darauf aufmerksam zu machen, dass hier etwas für die Biodiversität getan wurde, und sie selbst zu animieren auch im heimischen Garten oder auf dem Balkon tätig zu werden. Hierfür ist auch ein Pressetermin mit dem Bürgermeister vorgesehen.