Pflanzwettbewerb
„Wir tun was für Bienen!“
Bepflanzte Fläche: 832.009 m²

Bereits 2019 haben wir beschlossen, dass wir unseren Garten der Natur zurückgeben wollen. Mit unserer Vermieterin Gundlach Bau und Immobilien GmbH & Co. KG und unserem Partner „Umweltzentrum Hannover“ nehmen wir im Projekt „Außenstelle Natur“ teil. Wir haben dann einen Plan gemacht, wie unser kleines Fleckchen Grün inmitten der Innenstadt Hannovers naturnaher gestaltet werden kann, sodass wir hier heimischen Pflanzen und Tieren ein Zuhause geben können. Mittlerweile wurden über 200 heimische Pflanzen eingepflanzt, Insekten-und Nisthilfen angebracht und Vogel- und Insektentränken eingerichtet. Als nächstes planen wir einen Totholzzaun.

Ziele des Biodiversitätsprojekts am imug:

  • Biodiversität auf dem Außengelände fördern
  • Einen Rückzugsort in der Stadt für Insekten, Vögel und Kleintiere schaffen
  • Für alle Nutzerinnen und Nutzer einen schönen grünen Ausgleich zum Schreibtisch schaffen
  • Einsatz für Biodiversität nach außen kommunizieren
  • Vorbild für andere Unternehmen sein

Infoarbeit

Die Überzeugung, dass wir uns für die biologische Vielfalt einsetzen sollten, hatten wir schon. Deshalb reichte auch ein einziger interner Aufruf, um ein Biodiversitätsteam zu bilden, welches dann gleich von der begeisterten Geschäftsführung in "Dreamteam" umbenannt wurde. Als erstes führte das Dreamteam eine interne Befragung durch, um Wünsche und Ideen für das Projekt zu sammeln und stellte die Ergebnisse im Treffen aller Mitarbeitenden vor. Wir sind ein recht kleines Unternehmen und haben einen sehr kollegialen Umgang, deshalb findet ein Großteil der "Infoarbeit" in den Mittagspausen statt, wenn man gemeinsam auf die Grünfläche blickt und sich darüber unterhält, wer alles bei der letzten gemeinsamen Aktion mitgemacht hat und was es diesmal wieder Neues draußen zu sehen gibt. Zusätzlich hatten wir eine Infoveranstaltung für alle Mitarbeitenden mit einem Vortrag vom Umweltzentrum, mehrere kurze Updates in den Treffen aller Mitarbeitenden und Flyer an der Rezeption. Seit kurzem haben wir auch eine tolle große Infotafel zu Biodiversität auf dem Außengelände.

Was sich bisher getan hat:

  • Insektenhotel und Nisthilfe gebaut & aufgehängt
  • Vogel- und Insektentränke aufgestellt
  • Neue heimische Stauden und Sträucher gepflanzt
  • Sterbenden Baum im Kasten neben der Sitzecke entfernt
  • Heimische Pflanzen haben sich von selbst angesiedelt (Hopfen am Schuppen, Johanniskraut, Natternkopf und Königskerzen)
  • Substrat wurde ausgetauscht und bei dieser Gelegenheit die Struktur der Fläche stärker diversifiziert
  • Baumstämme, Lehm, Sprossen & Samen auf der neuen Fläche verteilt
  • Im Frühjahr fleißig gegossen, damit die Pflanzen angehen
  • Infotafel angebracht

Den Austausch des Substrats haben wir zum Anlass genommen, die Fläche etwas mehr zu strukturieren und statt einer monotonen Ebene unterschiedliche Inseln anzulegen: hier eine Sandkuhle, dort eine kleine Erhebung und zwischendrin Strukturelemente wie Steine und Baumstämme.  Mittlerweile haben sich schon Nachtkerzen, Johanneskraut oder Natternkopf bei uns angesiedelt. Auch Distelfinken wurden schon gesichtet. Und das alles, obwohl wir wirklich mitten in der Stadt sind und unser "Außengelände" in Wirklichkeit zum größten Teil das Dach der Tiefgarage ist, was die Gestaltungsmöglichkeiten doch ziemlich einschränkt.
Wir können eine naturnahe Umgestaltung vom betrieblichen Außengelände nur weiterempfehlen. Unser Gelände ist jetzt eine Oase für (Wild-)Bienen und Schmetterlinge in der Stadt, wo sie „auftanken“ zu können. Und wir selbst haben Spaß bei den gemeinsamen Bau- und Pflanzaktionen und genießen die Mittagspausen inmitten des Grüns umso mehr.

Einige unserer Aha-Momente

  1. Auch Insekten brauchen Wasserstellen.
  2. Gerade magerer Boden ist ideal für eine breite Palette an heimischen Pflanzen.
  3. Im Winter darf und soll die Außenfläche unaufgeräumt aussehen, denn abgestorbene Pflanzenreste sind oft Überwinterungsort und Kinderstube für heimische Insekten.
  4. Es gibt Hilfe für Biodiversitätsprojekte auf Firmengeländen. Manche Kommunen bieten inhaltliche oder finanzielle Hilfestellungen und viele Gartenbaubetriebe haben Fachwissen zur naturnahen Gestaltung und Pflege.

Unser Fazit

Expertise ist wichtig für das Gelingen eines Biodiversitätsprojekts. Dafür kann man Hilfe von außen hinzuholen, um die motivierten Mitarbeitenden bei der Planung und Umsetzung zu unterstützen. Man glaubt ja gar nicht, wie schön es sein kann, nach einem Tag im Büro gemeinsam Neophyten ausrupfen zu gehen, oder auch nur über die Aktivität draußen zu staunen. Man bekommt schließlich nicht jeden Tag zwei Baumstämme geliefert. Und das umgestaltete Gelände ist eine Bereicherung für alle Tiere und Menschen, die vorbeikommen.

Für weitere Informationen zu unserem Firmengarten, besuchen Sie gerne unsere Website.

 

 

Standort

30159 Hannover

Vorher- & Nachher-Bilder

Heimische Pflanzen

Pflanzliste

Stauden

  • Wilde Karde
  • Deutscher Backenklee
  • Zypressen-Wolfsmilch
  • Bunte Wolfsmilch
  • Steppen-Schwertlilie
  • Kreuzung Schwarze
  • Schwarze Königskerze
  • Berg-Steinkraut
  • Schwarzviolette Akelei
  • Mandelblättrige Wolfsmilch
  • Wald-Erdbeere
  • Edelgamander
  • Feld-Thymian

Gehölze

  • Gewöhnliche Felsenbirne (2)
  • Regensburger Zwegginster (6)
  • Eingriffliger Weißdorn (1)
  • Weiße Johannisbeere (1)
  • Kriech-Weide (1)
  • Schwarzer Geißklee (1)

Saat

  • Gewöhnliche Golddistel
  • Raue Nelke
  • Sedumsprossen

Gartenstrukturen

Aktionsbilder & Infoarbeit

Jubelbilder

Fläche

400 m²

Anzahl der Projektbeteiligten

20

Informationen zur Gruppe

Team imug: Birte, Loreen, Nora, Arne, Svenja, Darja, Viola, u.v.m. / Noreen (Umweltzentrum Hannover), Barbara (Umweltzentrum), Frau Schloen (Gundlach), Frau Gemba (Naturgärtnerin), Esteban Aravena (Naturgärtner), Frau Ewald (Ewald Bedachungen)