Als mein Mann und ich unser Grundstück 2014 gekauft haben grenzte es an eine breite Brombeerhecke.
Nachdem wir den eigentlichen Garten angelegt hatten, richteten wir im Herbst 2017 unseren Fokus auf jenes Gestrüpp, das immer wieder massiv in den Garten drängte.
So entstand die Idee, den übergriffigen Brombeeren Einhalt zu gebieten und aus der Fläche ein insekten- und bienenfreundliches Beet zu machen.
Hierzu haben wir dann Anfang März 2018 begonnen, einen Teil der Brombeeren zu entfernt, den überwiegenden Teil aber für viele, viele Vögel als Rückzug und Nistmöglichkeit gelassen.
Auf der anderen Seite grenzen die Brombeeren an eine große Wiese, die eh schon eine Oase für Rehe, Füchse, Greifvögel und viele kleine Säuge- und Nagetiere darstellt.
Auf Nachfrage bei der Stadt konnten wir diesen kleinen Bereich pachten, so dass die Besitz - und Nutzverhältnisse geklärt sind.

Standort des Beitrags

90763 Fürth

Anzahl der Projektbeteiligten

4

Quadratmeter

25 m²

Pflanzliste

Erstanpflanzung – inspiriert durch das Buch „Schön wild!“ von Brigitte Kleinod und Friedhelm Strickler

  • Knäuel-Glockenblume
  • stängellose Kratzdistel
  • Thüringer Strauchpappel
  • gewöhnlicher Hornklee
  • kleine Bibernelle
  • aufrechter Blutwurz
  • Schlüsselblumen
  • großblumige Braunelle
  • echtes Seifenkraut
  • Taubenkopf-Leimkraut
  • echte Goldrute
  • Alpen-Raugras
  • Calendula arvensis als Saat

 

Im Laufe der Zeit hinzu gekommen (kein Anspruch auf Vollständigkeit)

  • Pfingstrosen
  • Vinca minor in blau und weiss
  • Cotoneaster
  • diverse Astern
  • Kugellauch
  • Schnittlauch
  • Indianernessel
  • wilder Wein
  • Polster-Thymian
  • Sommerflieder (Buddleja)
  • Rittersporn
  • Echinacea – Sonnenhut
  • Phlox
  • Lavendel

Die Insektenwelt in unserem Garten hat sich nicht nur in dem „Naherholungsgebiet“ deutlich vergrößert.

Vom Taubenköfpchen bis hin zum Rosenkäfer, beides Insekten, die wir zuvor nie „live“ gesehen hatten, hat sich vieles kleines 6- und 8-Beiniges Volt blicken lassen. Miniwespen mit knallgrünem Hinterteil, diverse Ameisenvölker, die unter Steinen und totem Holz leben, grosse Weinbergschnecken, die man noch in mehreren Zentimeter Tiefe versehentlich ausbuddelt, Hummeln in allen Größen – die nächste Anschaffung für den Herbst/Winter wird definitiv ein Bestimmungsbuch für Insekten und Spinnen werden, um die vielen Fotos aus dem Sommer auszuwerten und unser Wissen um die Artenvielfalt zu erhöhen.

Aber diese Bereicherung schwappt auch auf unseren „normalen“ Garten über. Der hier angelegte Teich ist gut besucht

  • als Tränke für Eichhörnchen, Igel, Steinmader, diverse Vögel (wir freuen uns besonders über den Einzug eines Gartenrotschwanzweibchens), sogar einen Fuchs hat unsere Wildkamera eines Nachts aufgezeichnet
  • als Badeanstalt für Vögel
  • als Laichplätze und Tummelplatz diverser Frösche
  • ab und zu kommt eine Ringelnatter vorbei und dezimiert diesen Froschbestand…

Je mehr wir Positives in unserem Naherholungsgebiet erweitern, desto mehr gibt uns die Natur zurück. Ein Beweis, dass auch kleine Flächen Großes bewirken können.

 

Informationen zur Gruppe

Die Hauptarbeiten haben mein Mann und ich durchgeführt, unterstützt von lieben Freunden. Es waren maximal 4 Personen zur gleichen Zeit bei der Arbeit. Die hauptsächliche Pflege, weitere Anpflanzungen und Ideen der Folgejahre haben zu zweit durchgeführt. Veröffentlicht haben wir natürlich (noch) nichts, da wir dieses „Projekt“ in erster Linie für uns und die Natur umsetzen.