In Lindenholzhausen gibt es in einer verkehrsberuhigten Zone 15 Verkehrsinseln. 10 davon waren nicht gepflegt und mit Unkraut bewachsen.

Bedingt durch die Nähe zur Straße sind die Beete im Sommer großer Hitze ausgesetzt, was eine Bepflanzung mit Blumen schwierig macht, da nicht an jedem heißen Tag gegossen werden kann. Da wir bei öffentlichen Flächen Nachhaltigkeit anstreben kamen nur Pflanzen in Frage, die Hitze vertragen , Schädlingsresistent sind und wenig Wasser brauchen.  Lavendel erschien uns ideal. Flächenmäßiges Gießen auf öffentlichen Flächen ist schwierig, da es sehr viel Wasser benötigt, was eventuell von weit her angefahren werden muss. Da Levendel Halbsträucher sind, kann man sie gezielt gießen. Gleichzeitig hemmen wir die Unkrautbildung auf den trockenen Flächen. Wir haben das Problem der Wasserversorgung in der Anwachsphase mit Getränkekisten im Privat-PKW gelöst. Die Kisten lassen sich gut und sicher im PKW transportieren und 1/4 Liter gezielt an jede Pflanze gießen. Somit kann man mit nur 1 Kiste Wasser 40-50 Pflanzen gießen. Der Zeitaufwand hierfür ist minimal. In den Folgejahren erwarten wir, daß die Pflanzen die Beete ganz bewachsen und somit die Unkrautbildung gehemmt ist. Der Boden ist dann vor Sonnenstrahlen und Austrocknung geschützt.

Der Lavendel hat die positive Eigenschaft, dass er sich durch Samen selbst vermehrt und eventuell absterbende (erfrierende) Pflanzen durch Selbstaussaat ersetzt.

Er ist mehrjährig und hat keine Fressfeinde (Rehe, Schnecken, Läuse, Raupen usw) und kennt so gut wie keine Krankheiten. Da Verkehrsinseln nicht hoch bepflanzt werden dürfen, kamen blühende Sträucher ebenfalls nicht in Betracht.

 

Gartenstrukturen

Quadratmeter

200 m²

Pflanzliste

ca. 350 Lavendel Angustifolia

Informationen zur Gruppe

Die Aktion wurde durch Vereinsmitglieder des Verschönerungsverein Lindenholzhausen realisiert. Whatsapp war bei der Planung und Steuerung der Aktion sehr hilfreich. Der Verein hat diese Aktion mit nur 3 Mann und einer Frau bewältigt. Ohne die Unterstützung der Stadt Limburg beim Erdaustausch hätte die Aktion weit größeren Einsatz erfordert.