Wenn an vielen kleinen Orten, viele kleine Menschen

viele kleine Dinge tun, wird sich das Angesicht unserer Welt ändern.

-Afrikanisches Sprichwort-

Projektbeschreibung

Wir, die Wildbienengruppe des Waldkindergartens „Waldkinder Knechtsteden e.V.“ haben nicht nur durch unseren Namen einen nahen Bezug zu den Bienen in unserer Umgebung.

Dadurch, dass wir ein Waldkindergarten sind, halten wir uns täglich draußen in der Natur auf. Wir erleben die unterschiedlichen Jahreszeiten und damit die Veränderungen in der Natur. Durch das tägliche erleben entsteht fast automatisch Achtsamkeit für andere, die Natur und sich selbst.

Täglich begleitet uns dabei unser Leitsatz:

Unsere Waldkinder auf der Spur des Lebens – „Sein-Erfahren-Achten – mit allen Sinnen“

So fing alles an…

An einem sonnigen Frühlingsmorgen entdeckten die Kinder an einem großen Weidenbaum die ersten Weidenkätzchen und die ersten Hummeln und Bienen wurden entdeckt. So gingen wir jeden Tag an diesem Baum vorbei und beobachteten, was dort passiert und wer den Baum besucht. So kamen die ersten Fragen der Kinder auf: „Was machen die Bienen da? Wo wohnen sie? Wo tun sie ihren Nektar hin …?“

Durch das starke Interesse der Kinder entstanden Gespräche und immer mehr Fragen. So beschäftigten wir uns mit dem Thema Bienen, warum sind sie so wichtig für uns und unsere Umwelt, was könnte passieren, wenn es keine Bienen mehr gibt, was können wir für die Bienen tun. Es kam die Idee auf, dass wir unser Hochbeet, was wir gebaut haben, ja Pflanzen, die Bienen besonders mögen, säen und pflanzen können. Wir rodeten einen Bereich unseres Platzes auf dem Klostergelände und säten eine Bienenwiese mit einheimischen Blühpflanzen.

Wir beschlossen mit den Kindern, dass wir auch auf diesem Platz, der die ungefähre Größe eines Fußballfeldes hat, wir die Brennnessel und Brombeeren für die Insekten stehen lassen. So entstanden interessante Spielbereiche für die Kinder und auch die Insekten hatten ihren Bereich. Wir sägten, bohrten und schmirgelten und stellten ein Insektenhotel her. Wir sammelten Äste und bauten einen Todholzhaufen und damit die Insekten auch etwas zu trinken haben, bekamen sie eine Insektentränke.

In dem Kräutergarten des Klosters, in dem wir auch ein Kräuterbeet haben, welches wir schon viele Jahre pflegen, bauten wir zwei Bienenhäuser aus Dosen. Auch dort achten wir darauf, dass wir viele Blüten für die Bienen und Hummeln stehen lassen, auch bis in dem Winter hinein.

Wir besuchten einen Imker und erlebten den Unterschied einer Honigbiene und einer Wildbiene, schauten uns einen Bienenstock an und naschten Honig direkt aus der Wabe.

Natürlich machten wir uns schlau in Büchern, lasen Geschichten, spielten Spiele, malen und bastelten und machten Experimente. Wichtig war für uns das lebensnahe und entdeckende lernen.

Für unser Sommerfest haben wir überlegt, wir können wir unser Thema den Eltern und der Öffentlichkeit zugänglich machen. So stellten wir gemeinsam mit den Kindern Samenbomben her und verteilten diese an alle Besucher des Sommerfestes. Zur Begrüßung sangen wir das Lied: „Wir tun was für die Bienen“ und jeder konnte unsere Blumenbeete, das Bienenhotel usw. anschauen.

So schafften wir für unsere Kinder, uns und auch für die Eltern spannende und angstfreie Berührungspunkte und kamen so der besonderen Welt der Bienen etwas näher.

 

Wir wollen weiter arbeiten und uns kümmern und fair sein, zu unseren Mitmenschen, Tieren, und Umwelt. Wir wollen weiter erfahren und erarbeiten, was können wir alle dazu beitragen das es anderen Menschen, Tieren, Insekten und der Natur gut geht.

 

 

 

 

Standort des Beitrags

Waldkindergarten Knechtsteden

Quadratmeter

Mehrere Beete mit Blühpflanzen für Bienen und einen Platz ca. so groß wie ein Fußballfeld, an dem auch Brennessel und Brombeeren usw. bleiben dürfen. m²

Pflanzliste

Salbei, Thymian, Lavendel, Sonnenblumen, Malve, Ringelblume, Königskerze und weitere ein- und zweijährige einheimische Blumensamen für eine Bienenwiese.

Informationen zur Gruppe

Wir sind 20 Kinder und drei Erzieherinnen aus der Wildbienengruppe des Waldkindergartens "Waldkinder Knechtsteden e.V." Die Kinder sind jeweils im Altern von fast drei bis sechs Jahren. Die meiste Kita Zeit verbringen wir draußen im Knechtstedener Busch. Dort haben wir 10 verschiedene Waldplätze die wir nutzen dürfen. Außerdem haben wir auf dem Klostergelände, auf dem wir auch unser "Atelier" haben, ein großes Naturgrundstück mit unseren Beeten und vielen naturbelassenen Spielmöglichkeiten für die Kinder.