Wir sind im November 2018 in ein Haus, im schönen Peitzer Land, eingezogen mit einem 860 qm großen Grundstück.
Dieser Garten war schön anzusehen, aber etwas zugebaut und es fehlte an Lebensräumen für Insekten.
Wir hatten die Idee eine kleine Oase für Insekten zu schaffen, um unseren Beitrag für die Umwelt zu leisten.

Zunächst haben wir die vorhandene Vogelvoliere abgebaut sowie die alte Hundehütte und den Zwinger abgerissen.
Im Zwinger stand ein alter Flieder, der weichen musste.
Auf der anderen Seite war eine Vogelvoliere errichtet, die wir abgerissen haben und ein alter morscher Baum wartete darauf, gefällt zu werden.
Den Baumstumpf ließen wir bewusst stehen.

Nun hatten wir Platz geschaffen und konnten im April 2019 beginnen, den Garten bienen- / insektenfreundlich umzugestalten.

Da wir natürlich zunächst eine Ertragszone in unserem Garten haben wollten, haben wir ganz klassisch einen Apfelbaum gepflanzt, den wir von den Großeltern geschenkt bekommen haben.
Es ist eine alte und kleine Sorte.

Im Anschluss begannen wir mit der Errichtung eines Hochbeets aus alten Paletten Mitte April 2019.
Hier haben, neben Tomaten und Rauke sowie Fenchel in der Mitte des Hochbeets, in den Außenfächern bienenfreundliche Pflänzchen Ihren Platz gefunden (Schnittknoblauch, Johanneskraut, Bohnenkraut, Hauswurz, Dachwurz).

Wir überlegten wie man die Ertragszone erweitern und für Mensch sowie Tier nützlich gestalten kann.
Die Himbeere schien für uns hier eine ideale Pflanze zu sein.
Eine Freundin hat uns im April 2019 fünf vorgezogene Himbeerpflanzen zur Verfügung gestellt.
Diese haben wir im Mai 2019 an von uns extra errichteten Holzzäunen gepflanzt und durch eine Brombeere ergänzt.
Wir haben im Ort eine Alpaka-Farm.
Dort haben wir Alpakamist geholt und nutzen diesen als Naturdünger.
Die Himbeerpflanzen haben sich von Mai 2019 bis heute (Ende Juli 2019) hervorragend entwickelt, haben eine schöne Blüte.
Es sind Sommer- und Herbsthimbeeren.
Wir haben bereits die ersten Beeren geerntet und die Pflanzen sind stark umflogen von Bienen und Hummeln.
Es ist eine wahre Freude!
Neben den Himbeeren haben wir noch eine rote Brombeere gesetzt.
Diese bietet ebenfalls ein reiches Angebot an Nektar und Pollen.
Während unsere kleine Tochter nun die ersten Brombeeren naschen kann, ist die Brombeere ebenso wie die Himbeeren, stark umsummt, was unsere Kleine sowie uns sehr erfreut.

Im gleichen Zeitraum (Mai 2019) begannen wir mit dem Anlegen einer Magerwiese vor unserem Haus, im Vorgarten mit Pflanzen, die für Bienen und Schmetterlinge Nahrung bieten.
Es dauerte eine Weile die Informationen im Vorfeld zu sammeln.
Doch mit Hilfe einer Freundin und inspiriert von Markus Gastl, legten wir los.
Dafür haben wir einen Bodenaustausch vorgenommen.
Der grüne Vorstadtrasen musste magerer Erde weichen.
Dieser trostlose sandige Platz vor unserem Haus erstrahlt nun nach 3 Monaten als wunderschöne Wiese, auf der sich Wildbienen und Schmetterlinge nur so tummeln.
Wir haben gesät / gepflanzt und pflanzen noch:
Kornblumen, Mohn, Herbstkrokusse, Skabiosen-Flockenblumen, Rispige Flockenblume, Wegwarte, Wilde Möhre, Karthäuser-Nelke,
Schafgarbe, gewöhnliche Ochsenzunge, Wiesen-Kerbel, Wundklee, Gänseblümchen, Zittergras, Natternkopf, Weißes Labkraut,
Echtes Labkraut, Tüpfel-Johanneskraut, gewöhnliches Ferkelkraut, Berg-Sandglöckchen, Wiesen-Witwenblume, Herbst-Löwenzahn,
Wiesenglockenblume, rundblättrige Glockenblume, Wiesen-Flockenblume, Wiesen-Margarite, gemeines Leimkraut, Pech-Nelke,
Wiesen-Salbei, kleiner Wiesenkopf, weiße Lichtnelke, nickendes Leimkraut, Hasenklee, schwarze Nachtkerze, ähriger
Ehrenpreis, Pechnelken und vieles mehr.
Unsere kleine Tochter liebt diesen Ort. Sie beobachtet die Insekten und lernt jede Menge wissenswertes über sie.

Im nächsten Schritt haben wir im Mai 2019 einen Palettenzaun errichtet, an der Grenze zum Nachbargrundstück.
Wir haben hierfür keine neuen Paletten gekauft, sondern gebrauchte, unlakierte, unbehandelte Paletten verwendet.
In die Mitte der Paletten haben wir Totholz gestapelt, um Insekten Lebensraum zu bieten und haben die Paletten oben mit Sukkulenten bepflanzt. Dachwurz, Spinnweb-Hauswurz, Fetthenne, Bohnenkraut und Steinkraut haben sich hier gut eingelebt.
Diese blühen wunderschön und bieten wiederum eine weitere Nahrungsquelle für Insekten.

Im Mittelpunkt unseres Gartens steht ein kleines, altes Pumpenhäuschen. Da wir auch im Mittelpunkt unseres Gartens eine Zone
für Insekten schaffen wollten – besonders, weil unsere kleine Bienchen und Schmetterlinge so mag – haben wir im
Juni 2019 um unser Pumpenhäuschen ein kleines Beet sowie ein kleines  Magerbeet angelegt. Hier haben wir
verschiedene Stauden gepflanzt:
Achillea Moonshine, Agastache Blue Fortune, Alyssum Berggold, Aster Bresserhof, Echinacea Magnus, Monarda Cobham,
Nepeta faassenii, Polemonium, Pulmonaria Azurea, Salvia Ostfriesland, Saponaria ocym., Scabiosa perfecta und
Sedum Herbstfreude sowie eine Schwarznessel.
Mittlerweile fliegen die Wildbienen und auch viele Schmetterlinge diese kleine Insel an und wir erfreuen uns an ihrem Anblick während wir auf unserer Hollywoodschaukel sitzen.

Überall im Garten gibt es Tränken für die Insekten, Totholz-Haufen, liegende sowie stehende Baumstämme.
Wir haben ebenfalls Freiflächen z. B. auf der Magerwiese und auch im Garten verteilt gelassen, um Lebensraum für Insekten zu bieten.
In bereits vorhandene Baumstämme (vom Vorbesitzer gefällte Bäume) haben wir Löcher gebohrt, um auch hier für Insekten
Lebensraum zu bieten.

Wir haben bereits viel geschafft und sind noch lange nicht fertig.

Nachdem wir nun die Planung fertig und die Materialien besorgt haben, haben wir mit der Errichtung einer Kräuterschnecke begonnen.
Die Pflanzen haben wir ebenfalls bereits vorrätig (zwischengepflanzt).
Es werden Thymian, Rosmarin, Oregano, Dill, Schnittlauch, Majoran, Zitronenmelisse, Salbei, Bohnenkraut, Minze (Schokominze, Pfefferminze, Marokkanische Minze), Ysop, Lavendel, Majoran, Basilikum, Kapuzinerkresse, Kamille, Kümmel, Estragon, Pimpinelle und Waldmeister ihren Platz
in unserer Kräuterschnecke finden. Sie wird in einem Teich enden. Diesen bepflanzen wir mit Wasserminze, Wasserlilien, Ufer-Wolftrapp und Straußblütigem Gilbweiderich.
Die Wasserpest sorgt für eine gute Regulierung des Wassers.

An weiteren Stellen im Garten (z. B. vor dem Palettenzaun und im Beet neben der Einfahrt) erblüht die Königskerze, Nachtkerze, Malve, Jakobsleiter, Schneeheide, Bartblume, Schlüsselblume, Sandstrohblume, Feld-Hainsimse, Blaustern, eine Kornelkirsche (noch im Topf – wird eingepflanzt),
ein Apfelbaum (von uns im Frühjahr 2019 gepflanzt), Efeu, Pechnelke, Schafgarbe in weiß und gelb, Johanneskraut, Zitronenmelisse, Oregano, Salbei, Lungenkraut, Waldmeister – Alles von uns gepflanzt.

Unser Garten soll ein kleines Paradies für uns, die Natur und die in ihr existierenden Lebewesen sein.
Wir wollen unser Kind angstfrei und mit Neugier auf Insekten erziehen und ihr begreiflich machen wie wichtig Bienen & Co für uns Menschen sowie das gesamte Ökosystem sind.
Unser Garten ist unser Beitrag das ökologische Gleichgewicht zu erhalten.

Standort des Beitrags

Peitz

Aktions-Bilder

Nachher-Bilder

Quadratmeter

ca. 140 qm Garten umgestaltet (ausgemessen) von ca. 700 qm Gartenfläche mit Garage, Werkstatt und Hühnerstall m²

Pflanzliste

Pflanzenliste:

Kornblumen in allen Farben (rosa, blau, weiß),
Riesen-Mohn,
Herbstkrokusse,
Skabiosen-Flockenblumen,
Rispige Flockenblume,
Wegwarte,
Wilde Möhre,
Karthäuser-Nelke,
Schafgarbe weiß und gelb,
Gewöhnliche Ochsenzunge,
Wiesen-Kerbel,
Wundklee,
Gänseblümchen,
Zittergras,
Natternkopf,
Weißes Labkraut,
Echtes Labkraut,
Tüpfel-Johanneskraut,
Berg-Sandglöckchen,
Wiesen-Witwenblume,
Herbst-Löwenzahn,
Wiesenglockenblume,
Rundblättrige Glockenblume,
Wiesen-Flockenblume,
Wiesen-Margarite,
Gemeines Leimkraut,
Pech-Nelke,
Wiesen-Salbei,
Kleiner Wiesenkopf,
Weiße Lichtnelke,
Nickendes Leimkraut,
Hasenklee,
Schwarze Nachtkerze,
Ähriger Ehrenpreis,
Pechnelken,
Dachwurz,
Weiße Fetthenne,
Bohnenkraut,
Steinkraut,
Achillea Moonshine,
Agastache Blue Fortune,
Alyssum Berggold,
Aster Bresserhof,
Echinacea Magnus,
Monarda Cobham,
Nepeta faassenii,
Pulmonaria Azurea,
Salvia Ostfriesland,
Saponaria ocym.,
Scabiosa perfecta,
Sedum Herbstfreude / Prächtige Fetthenne,
Schwarznessel,
Herbsthimbeeren,
Sommerhimbeeren,
Brombeere,
Walderdbeeren,
Herbsterdbeeren,
Stachelbeere,
Sommerportulak,
Schnittknoblauch,
Thymian,
Rosmarin,
Oregano,
Dill,
Schnittlauch,
Majoran,
Zitronenmelisse,
Steppen-Salbei,
Bohnenkraut,
Minze (Schokominze, Pfefferminze, Marokkanische Minze, grüne Minze),
Ysop,
Lavendel,
Majoran,
Basilikum,
Kapuzinerkresse,
Kamille,
Kümmel,
Estragon,
Pimpinelle,
Waldmeister,
Wasserminze,
Wasserlilien,
Ufer-Wolftrapp,
Straußblütiger Gilbweiderich,
Wasserpest,
Königskerze,
Nachtkerze,
Stockmalve / Sigmarswurz,
Jakobsleiter,
Schneeheide,
Bartblume,
Schlüsselblume,
Sandstrohblume,
Feld-Hainsimse,
Blaustern,
eine Kornelkirsche (noch im Topf – wird eingepflanzt),
ein Apfelbaum (von uns im Frühjahr 2019 gepflanzt),
Efeu,
Johanneskraut,
Zitronenmelisse,
Frucht-Salbei,
Geflecktes Lungenkraut,
Waldmeister,
Liebstöckel,
Silphie,
Bergenie,
Kuhschelle,
Habichtskraut,
Kleines Springkraut,
Hortensie,
Ausgebreiteter Amarant,
Berg-Steinkraut,
Kleines Seifenkraut,
Weißer Gänsefuß,
Gewöhnlicher Dost,
Echter Salbei,
Gaillardia pulchella,
Zottiges Franzosenkraut,
Salzmiere,
Fächerahorn,
Großer Sauerampfer,
Europäischer Portulak,
Sonnenblume,
Acker-Hederich,
Ausgebreitete Studentenblume,
Büscheschön,
Klatsch-Mohn,
Gewöhnliches Ferkelkraut,
Garten Fuchsschwanz,
Frauenflachs,
Echter Buchweizen,
Langblättrige Sternmiere,
Wegerich-Natternkopf,
Leinkraut,
Forsythie,
Brennnessel,
Taglilie,
Fenchel,
Physalis,
Peperoni,
Pfingstrose,
Stockrose,
Gemeiner Rhabarber,
Zucchini,
Spitzwegerich,
Blut-Weiderich,
Gewöhnliche Zaunwinde,
Hanf (Cannabis sativa)

Informationen zur Gruppe

Mein Mann, eine gute Freundin und ich haben in Teamarbeit die Gartenumgestaltung gemacht. Unsere Freundin, Kerstin, ist sehr pflanzen- und insektenaffin. Sie hat uns auf das Gartenmodell nach Markus Gastl aufmerksam gemacht. Insofern könnte man dieses gesamte Gartenprojekt auch als Bildungsauftrag betrachten. Denn bevor wir mit dieser Gartenumgestaltung angefangen haben, kannte ich mich mit Pflanzen und Insekten überhaupt nicht aus. Mittlerweile weiß ich, was alles in unserem Garten blüht und lebt. Ich habe dadurch ein viel verbundeneres Gefühl mit der Natur und bin täglich mehrere Stunden im Garten zur Pflege, Beobachtung und Weiterentwicklung. Die Planung eines jeden kleinen Projektes ist für mich super spannend, da ich immer mehr Input über einheimische Pflanzen und Insekten erlange. Wir haben uns nach jeder Planung zusammengesetzt und die Arbeiten schließlich gemeinsam angepackt. Dabei hat mein Mann die schwere körperliche Arbeit gestemmt und wir Frauen haben neben der Planung die leichten körperlichen Arbeiten und die Bepflanzung übernommen. Sogar mein Schwiegervater (74 Jahre) hat mit angepackt. Er half bei der Ausgrabung des Fliederbaums, der dem Himbeerzaun weichen musste.